Das Finale als Ziel: "Sonnenschein" Eva Norel aus Gstadt bei "The Voice Senior"

In funkelnder Robe steht Eva aus Gstadt auf der großen „The Voice Senior“ Bühne in Berlin. Sie will es in die letze Runde schaffen und um den Siegerpokal kämpfen. Foolproofed GmbH.
  • vonAlexandra Schöne
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Die 67-jährige Gstadterin Eva Norel kämpft in den Sing Offs um die Teilnahme am großen Finale in Berlin am 15. Dezember. Mit den OVB-Heimatzeitungen sprach sie über die Vorbereitungen für die Sing Offs, die Aufzeichnungen in der Bundeshauptstadt und ihren Coach Michael Patrick Kelly.

Gstadt – Eva Norel ist hervorragend aufgelegt. Kein Wunder, denn die die 67-jährige Gstadterin steht in den Sing Offs der Castingshow „The Voice Senior“, die am Sonntag, 8. Dezember, ab 20.15 Uhr in Sat.1 ausgestrahlt werden. Munter erzählt sie im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen von den Vorbereitungen dazu, den Aufzeichnungen in Berlin und ihrem Coach, Sänger Michael Patrick Kelly.

„Ich war völlig k.o. am Ende der Dreharbeiten“, gesteht Norel. Die Aufzeichnungen der Sing-Offs ist sie wieder für fünf Tage in die Bundeshauptstadt gefahren. Im Vorfeld dazu habe sie mit einem Mitschnitt aus dem Originalsong daheim geprobt und sich mit Sport fit gehalten.

Zwölf Stunden lang hat Eva Norel Interviews gegeben

In Berlin sei dann auch noch ein paar Tage geübt worden. Die leidenschaftliche Sängerin erzählt, dass jeder Tag von morgens bis abends durchgetaktet war. Konferenzen, Maske, Kostümanprobe und Singen – bei diesem Programm blieb nicht viel Zeit zur Entspannung oder für Sightseeing. „Einmal habe ich zehn bis zwölf Stunden am Tag Interviews gegeben“, erinnert sie sich. Zusätzlich kamen noch Fotoshootings mit ihrem Coach Michael Patrick Kelly und dem Team hinzu.

„Einmal durfte ich in den Wellnessbereich eines Hotels mit einer Freundin gehen und dort wurden wir dann für die Zwischenberichte der Fernsegausstrahlung gefilmt. Das war verrückt.“

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Bei so vielen unterschiedlichen Terminen war eine große Garderobe nötig, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Norel brauchte Kleidung für Interviews, Proben, Sport und natürlich für die Show. Der Koffer sei groß und voll gewesen. Sie habe für ihren „Sing Off“-Auftritt vier verschiedene Outfits, drei Kleider und einen schicken Hosenanzug, dabei gehabt. „Das Fernsehteam hat dann entschieden, was angezogen wird. Das war wie eine Modenschau.“

Eva Norel brillierte in der ersten Runde von The Voice Senior

Den Einzug ins Finale will sie morgen Abend mit dem Lied „Hero“ von Mariah Carey schaffen. Die Proben des Songs mit Michael Patrick Kelly hätten Spaß gemacht. „Wir waren zusammen in einem separaten Raum und dann kam auch noch ein Pianist dazu, der mich begleitet hat. Ich habe ohne Mikrofon gesungen und Michael hat mir einfach zugehört.“

Im Plausch mit Michael Patrick Kelly

Am Anfang haben die beiden besprochen, was der Tiel des Songs überhaupt bedeutet. „Michael Patrick hat mich gefragt: Was ist ein „Hero“ für dich, Eva?

Für mich ist eigentlich jeder Mensch ein Held, denn jeder hat irgendetwas, das ihn auszeichnet, was er besser als andere kann. Ich habe versucht, diese Gefühl in meine Darbietung einfließen zu lassen.“ So beginne sie den Song ganz weich und sanft und baue dann die Emotionen langsam auf bis das Lied so richtig voluminös wird, schildert Norel.

Kelly habe ihr dabei gute Tipps gegeben und zusammen hätten sie „Hero“ Stück für Stück erarbeitet. Die Proben mit ihrem Hauptcoach hätten Norel Sicherheit gegeben. Sie erklärt, dass die Kandidaten in ihrem Team tagsüber hauptsächlich von anderen Coaches betreut wurden, die sich Kelly persönlich in seine Mannschaft geholt hatte. „Die haben viel Ahnung und machen gute Arbeit“, bekräftigt sie.

Norel über The Voice Senior: „Alles Profis und ein super Team“

Genauso toll wie die Gesangscoaches sei das komplette Team, das die Kandidaten während der Proben und Dreharbeiten betreut. „Das sind alles Profis und ein super Team insgesamt.“

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Um die 120 Mitarbeiter würden dafür sorgen, dass im Castingshowbetrieb alles glatt läuft – von der Maskenbildnerin bis hin zum Caterer. „Da hängen so viele Leute dran, das kann man sich gar nicht vorstellen. So viele junge Leute sind dabei und alle nett und freundlich. Da habe ich mich sehr wohlgefühlt“, schwärmt die Gstadterin.

Die Woche bei "The Voice Senior" war "Anspannung pur!"

Unterstützt wurde sie während der Zeit in Berlin von ihrem Mann. Dieser war auch schon bei den Blind Auditions an Norels Seite. „Er hat gesagt, dass er mich von Anfang an unterstützt und das hat er auch getan. Es ist auch ganz gut, in dem ganzen Trubel jemanden dabei zu haben. Im Gegensatz zu mir konnte er aber ein bisschen mehr von Berlin sehen“, lacht sie.

Nach der Aufzeichnung ihres Sing Offs sei sie am nächsten Tag gleich wieder nach Hause gefahren. „Das Ticket für die Rückfahrt war gebucht und ich war auch geschafft. Die Woche war Adrenalin und Anspannung pur!“

Eva Norel begeistert sich für die anderen Teilnehmer

Auf die Frage nach der Stimmung intern im Team Kelly zeigt sich Norel begeistert. „Das sind alles Granaten. Wir haben uns so gut verstanden und uns gefreut, dass wir dabei sein dürfen, da gab es gar kein Rumgezicke.“ Sie erzählt, dass die Kandidaten untereinander abgeschottet wurden und zuerst gar nicht so viel miteinander zu tun hatten.

Bei den Fotoshootings habe man dann mehr Zeit miteinander verbracht und sich besser kennengelernt. „Wir hatten so viel Spaß und haben mit dem Produktionsteam unglaublich viel gelacht. Wir waren wie eine große Familie und waren immer traurig, wenn jemand rausgeflogen ist. Da gab es kaum Konkurrenzdenken.“ Norel persönlich gefallen die anderen Sänger immer besser als sie sich selbst. „Ich höre viel lieber den anderen zu und bin bei mir selbst schon fast zu kritisch“, gibt sie zu.

Eva Norel ist bei den anderen The-Voice-Teilnehmern der „Sonnenschein“

Für sie sei es keine Frage, dass sie allen vier Mitstreiter in ihrem Team gönnen würde, ins Finale einzuzuziehen. „Es ist eh schon klasse, wie weit wir alle gekommen sind.“ Norel, die bei den Mitarbeitern als „Sonnenschein“ bekannt ist, hält die Show für eine „super Erfahrung“.

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Die Ausstrahlung morgen wird Eva Norel wieder vor dem Fernseher verfolgen, bei sich daheim mit ihrem Mann und ein paar Freunden sowie Nachbarn. Gemeinsam drücken sie dann die Daumen, dass es „ihre“ Eva ins große Finale am 15. Dezember schafft.

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