Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Nach Razzia in Rottach-Egern

Tegernseer Oligarch Usmanow wehrt sich gegen Vorwürfe

Oligarchen Alischer Usmanow rechts neben Wladimir Putin.
+
Oligarchen Alischer Usmanow rechts neben Wladimir Putin.

Die Razzia beim russisch-usbekischen Oligarchen Alischer Usmanow, bei unter anderem mehrere Immobilien in Rottach-Egern am Tegernsee durchsucht wurden, schlägt weiter Wellen. Während der „Spiegel“ von möglicherweise millionenschweren Schmuckgegenständen in dessen Villa berichtet, verteidigt sich der 69- Jährige gegen die Vorwürfe.

Von K. Wiendl/Münchner Merkur

„Die Ermittlungen sind absurd“, teilt Usmanows Sprecher Grigory Levchenko auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Usmanow habe in dem „fraglichen Zeitraum seit 2014 seine Steuern an dem Ort bezahlt, an dem er seine Hauptinvestitionen getätigt hat, in Russland“. In Deutschland habe Usmanow keinen Grundbesitz mehr, so Levchenko, „da sich die Immobilien inzwischen in Familienstiftungen befinden, bei denen Herr Usmanow kein Begünstigter ist“. Usmanow werde sich deshalb mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Anschuldigungen zur Wehr setzen.

Auch am Freitag dauerten die Durchsuchungen der deutschlandweit insgesamt 24 Objekte noch an. Wie der „Spiegel“ berichtet, stießen die Fahnder in einer der Tegernseer Villen in einem Tresor offenbar auf seltene Schmuckgegenstände. Dabei könnte es sich dem Bericht zufolge um vier sogenannte Fabergé-Eier handeln. Die Echtheit dieser exklusiven Schmuckstücke in Form von reich verzierten Ostereiern werde nun von den Behörden geprüft. Von den Schmuckstücken, die zwischen 1885 und 1917 in der Werkstatt des russischen Goldschmieds Peter Carl Fabergé entstanden, soll es nur noch eine zweistellige Zahl weltweit geben. Einige Fabergé-Eier gelten als verschollen.

Ziel der Razzia war es auch, Beweise für den Vorwurf der Geldwäsche zu finden. Die Taskforce „Ukraine“ für Schwere und Organisierte Kriminalität des BKA trug laut „Spiegel“ in den vergangenen Monaten fast 100 Geldwäscheverdachtsanzeigen von Banken zusammen, die mit Usmanow in Verbindung gebracht werden. Auch die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee wurde angesichts der Millionen-Geldflüsse Usmanows über ein verwirrendes Konglomerat an Briefkastenfirmen und Konten misstrauisch. 2017 erfolgte eine Geldwäscheverdachtsmeldung wegen intransparenter Geldbewegungen bei der zuständigen Financial Intelligence Unit (FIU) in Köln. Die Kreissparkasse erklärte dazu auf Anfrage, dass es sich dabei um ein „automatisiertes Verfahren“ handele. 

Kommentare