Am See ist es stiller als im Sommer.

Am See ist es stiller als im Sommer „Vielleicht, weil so viele weg sind“, quakte meine Entenfreundin Klara: Einige meiner tierischen Freunde halten Winterschlaf, andere sind schon im Herbst in den warmen Süden geflogen.

„Wenn so wenige da sind, die brummen, zwitschern und blubbern, ist es eben leiser“, quakte Klara. „Das ist nicht der einzige Grund“, schnatterte meine Freundin Agnes. Wenn Schnee liegt, hört sich auch ein vorbeifahrender Zug nicht so laut an. Dazu müsst ihr wissen: Geräusche sind Schallwellen, die sich in der Luft ausbreiten – wie die Wellen im See.

Hupt ein Autofahrer, breiten sich diese Schallwellen vom Auto her in alle Richtungen aus. Einige erreichen unsere Ohren direkt, ein Teil über Umwege: Sie treffen dann erst auf Wände oder einen Baum. Von dort werden sie zurückgeworfen. Bei festen, glatten Oberflächen klappt das besonders gut. „Schnee dagegen schluckt einen Teil der Schallwellen“, quakte Agnes. Denn zwischen den weichen Flocken ist viel Luft. „Darum wirkt er wie ein Schalldämpfer.“ Besonders leise ist es, wenn gerade Schnee fällt: Die Flocken in der Luft dämpfen Geräusche noch zusätzlich. Da hörten wir Saatkrähen in der Nähe krächzen. „Das klingt wirklich leiser als sonst“, quakte Klara begeistert. Eure Paula

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