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Statistik für Rosenheim, Traunstein, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land

Überraschende Tendenz bei Todesfall-Entwicklung: Regional starke Unterschiede - teils Rückgang um 31 Prozent

Sterbefälle in Bayern nach Altersgruppen.
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Sterbefälle in Bayern nach Altersgruppen.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Für die beiden letzten Monate des Jahres 2020 sowie für den Januar 2021 registrierte das Bayerische Landesamt für Statistik für den Freistaat, insbesondere jedoch regional differenziert, noch deutlich erhöhte Sterbefallzahlen. Eine Auswertung aktueller vorläufiger Daten zeigt nun, dass die Zahl der Verstorbenen im Februar und März 2021 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre liegt.

Während man ab November 2020 bis Januar 2021 laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) einen „massiven Anstieg der Sterbezahlen“ beobachten konnte, deutet die Auswertung vorläufiger Daten für die Monate Februar und März 2021 auf einen starken Rückgang der Sterbefallzahlen hin.

Besonders besorgniserregend waren noch die Todesfälle im Dezember 2020: In diesem Monat starben laut Bayerischem Landesamt für Statistik 35 Prozent mehr Menschen als im gleichen Zeitraum der Vorjahre (2016 bis 2019) - im November waren es knapp zwölf Prozent mehr. Zwei Monate später, im Februar, lag die Zahl der Sterbefälle bayernweit rund vier Prozent, im März sogar knapp acht Prozent unter dem Durchschnitt der Vorjahre.

Abweichung der monatlichen Sterbefallzahlen in Bayern

Die Abweichung der monatlichen Sterbefallzahlen Bayerns in den Jahren 2020 und 2021 von den Durchschnittswerten der Jahre 2016 bis 2019 (in%)

AlterNov 2020Dez 2020Jan 2021Feb 2021März 2021
Insgesamt11,735,621,1-3,7-7,9
0 bis 59 Jahre-4,27,62,2-13,5-1,0
60 bis 79 Jahre3,120,27,1-7,1-11,9
80 Jahre und älter19,248,331,8-0,3-6,7

Eine Differenzierung nach Altersgruppen zeigt, dass im Februar und März 2021 auch in der besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gruppe der 60-Jährigen und Älteren keine erhöhten Sterbefallzahlen vorlagen. Im Dezember 2020 starben bei den 60- bis unter 80-Jährigen noch rund 20 Prozent mehr als im Schnitt der Jahre 2016 bis 2019. In der Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren betrug der Anstieg über 48 Prozent. Auch im Januar 2021 überstiegen die registrierten Sterbefälle von Personen im Alter ab 80 Jahren den Vergleichswert aus den Jahren 2016 bis 2019 noch um fast ein Drittel.

Sterbefallzahlen im März in Stadt Rosenheim um 31 Prozent gesunken

Dagegen lag die Zahl der Sterbefälle im Februar 2021 bei den 60- bis unter 80-Jährigen etwa sieben Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019; bei den 80-Jährigen und Älteren verstarben ähnlich viele Personen wie in den Vorjahren. Im März 2021 lag die Zahl der Verstorbenen in beiden Altersgruppen deutlich unter dem Schnitt der Jahre 2016 bis 2019 – rund zwölf Prozent bei den 60- bis unter 80-Jährigen und knapp sieben Prozent bei Personen ab einem Alter von 80 Jahren.

Regional sind nach wie vor große Unterschiede festzustellen: Während die Sterbefallzahlen im Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab im März 2021 um 13 Prozent über dem Durchschnittswert der Vorjahre lag, sind in einigen kreisfreien Städten und Landkreisen die Sterbefallzahlen im März 2021 um mehr als 25 Prozent gesunken: so zum Beispiel in der Stadt Rosenheim um 31 und in der Stadt Landshut um 32 Prozent. 

Sterbefallzahlen für die Stadt Rosenheim

Die Stadt Rosenheim kann für den Monat Januar die zweitniedrigste und für den Monat März die niedrigste Sterbefallzahl im Monatsvergleich der vergangenen fünf Jahre (2016-2021) verbuchen. Im März verstarben zum Beispiel 18 Personen weniger als im Vergleichsmonat vor einem Jahr.

JahrJanuarFebruarMärz
2016524148
2017745445
2018506666
2019434667
2020485457
2021644539

Sterbefallzahlen für den Landkreis Altötting

Während die Sterbefallzahl im Januar noch deutlich über dem Schnitt der Vorjahre lag, verbuchte auch der Landkreis Altötting im Vergleich zu den beiden Vorjahren in den Monaten Februar und März einen Rückgang. Im März starben 36 Personen weniger als im Vergleichsmonat vor einem Jahr.

JahrJanuarFebruarMärz
20161089385
2017133144166
201810690109
2019139122116
2020120117150
2021147105114

Sterbefallzahlen für das Landkreis Berchtesgadener Land

Ein ähnliches Muster lässt sich ebenfalls im Landkreis Berchtesgadener Land erkennen. Hier liegt die Sterbefallzahl im Februar auf dem niedrigsten Wert der vergangenen sechs Jahre. Hingegen starb im März im Vergleich zum Vorjahr nur ein Mensch weniger. Die Zahl stagnierte auf einem allgemein hohen Niveau.

JahrJanuarFebruarMärz
2016108103113
2017146113101
2018106111104
20191099589
2020102112111
202112693110

Sterbefallzahlen für den Landkreis Mühldorf am Inn

Der Landkreis Mühldorf am Inn verbuchte im Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahr einen prozentualen Rückgang der Sterbefallzahlen von etwa 35 Prozent. Im März ist dieser Trend nicht zu erkennen. Hier lag die Zahl der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr nur knapp unter dem Wert von 2020.

JahrJanuarFebruarMärz
201610495117
2017157108109
2018143120132
2019111109119
2020113146128
202112995123

Sterbefallzahlen für den Landkreis Traunstein

Während die Anzahl der Verstorbenen im Landkreis Traunstein im Januar noch deutlich über den Werten der vergangenen drei Jahre lag, starben im Februar im Vergleich zum Vorjahr 42 Menschen weniger. Diese Tendenz setzte sich im März jedoch nicht fort.

JahrJanuarFebruarMärz
2016156166160
2017228166166
2018184199191
2019173149198
2020192191152
2021206149158

Sterbefallzahlen für den Landkreis Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim sind sie Sterbefallzahlen in den Monaten Februar und März im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen: Im Februar um zwölf Prozent und im März sogar um 23 Prozent.

JahrJanuarFebruarMärz
2016225222221
2017305255224
2018247280249
2019248215278
2020250242301
2021296214233

mz

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