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Im Vergleich zu Suizid, Herzerkrankung und Demenz

So viele Corona-Tote starben tatsächlich an Covid-19: Dritthäufigste Todesursache in Bayern

Särge von Verstorbenen, die mit oder an dem Corona-Virus gestorben sind, stehen im Krematorium „Die Feuerbestattungen Hildesheim“ in einer Kühlkammer.
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Särge von Verstorbenen, die mit oder an dem Corona-Virus gestorben sind, stehen im Krematorium „Die Feuerbestattungen Hildesheim“ in einer Kühlkammer.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Das Statistische Bundesamt und das Bayerische Landesamt für Statistik haben die vorläufigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik für das Jahr 2020 - bzw. den Zeitraum der ersten Corona-Welle - herausgegeben. Demnach waren in der gesamten Bundesrepublik bei 36 291 Todesbescheinigungen Covid-19 als Erkrankung vermerkt. In 30 136 Fällen war dies die Todesursache, in den anderen 6 155 Fällen war es eine Begleiterkrankung.

Bayern/Deutschland - Nach diesen ersten vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) starben somit in 83 Prozent dieser Fälle die betroffenen Personen an Covid-19 als sogenanntem Grundleiden, das heißt die Krankheit war die für den Tod verantwortliche Todesursache. In 17 Prozent der Fälle starben die Personen mit Covid-19 als Begleiterkrankung, jedoch an einem anderen Grundleiden. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik hervor, die ab dem Berichtszeitraum Januar 2020 erstmals monatlich veröffentlicht werden und die bis zur vorliegenden Auswertung knapp 92 Prozent aller Sterbefälle umfassen. 

Ausgewertet werden wichtige Diagnosegruppen und Einzeldiagnosen. Ein Fokus liegt dabei auf Sterbefällen im Zusammenhang mit Covid-19. Somit enthalten die Monatsberichte sowohl Sterbefälle, in denen Covid-19 die eigentliche Todesursache ist („an“ Covid-19 Verstorbene), als auch nachrichtlich jene Sterbefälle, bei denen Covid-19 eine Begleiterkrankung war („mit“ Covid-19 Verstorbene).

Covid-19 in Bayern dritthäufigste Todesursache während erster Welle

Auch das Bayerische Landesamt für Statistik hat vorläufige Ergebnisse der Todesursachenstatistik für den Zeitraum der ersten Corona-Welle (März bis Juni 2020) präsentiert. Die Auswertung ergab, dass bei fast sechs Prozent der Sterbefälle Covid-19 als Grundleiden oder als Begleiterkrankung nachgewiesen wurden. Mit 2 214 Verstorbenen (5,6 Prozent) stellte Covid-19 die dritthäufigste Todesursache während der ersten Welle dar.

In der ersten Welle von März bis Juni 2020 wurden demnach 2 236 Sterbefälle gezählt, die an Covid-19 verstorben sind. Bei weiteren 369 Sterbefällen war Covid-19 zwar nicht unmittelbar todesursächlich, die Personen sind jedoch mit einer Covid-19-Infektion verstorben.

Der – im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 vorliegende – generelle Anstieg der Sterbefallzahlen um mehr als 20 Prozent im April 2020, sei somit auch durch die Corona-Sterbefälle bedingt: über 12 Prozent aller im April 2020 Verstorbenen erlagen einer Covid-19-Erkrankung.

Vergleich mit anderen Erkrankungen

Im neuen Monatsbericht des Bayerischen Landesamts für Statistik wird Covid-19 anderen häufigen Todesursachen gegenübergestellt. So zählten in Bayern während der ersten Corona-Welle im Jahr 2020 chronische ischämische Herzkrankheiten (I25) – also die dauerhafte Verengung der Herzkranzgefäße – mit 3 462 Fällen und Demenzerkrankungen (F00-F003) mit 2 427 Fällen zu den häufigsten Todesursachen. Als dritthäufigste Todesursache wurde in 2 236 Fällen Covid-19 (U07.1) nachgewiesen, gefolgt von 2 129 Sterbefällen infolge eines Herzinfarkts (I21) und 1 770 Fällen mit einer Krebserkrankung im Bereich der Atmungsorgane (C30-C39, überwiegend Lungenkrebs).

Die Zahl der Suizide lag in Deutschland im Jahr 2020 nach der vorläufigen und noch nicht vollständigen Auswertung des Statistischen Bundesamtes bei 8 565. Sie lag damit bislang leicht unter der Zahl von 2019 (9 041 Suizide). 

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