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Kreisbereitschaftsleiter berichtet

So läuft der Betrieb in einer Teststation des BRK im Berchtesgadener Land ab

Ein BRK-Helfer nimmt in der „Teststraße“ in Bad Reichenhall einen Abstrich.
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Ein BRK-Helfer nimmt in der „Teststraße“ in Bad Reichenhall einen Abstrich.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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In jüngster Zeit sind Teststationen wegen zwei Betrugsvorwürfen wieder in den Schlagzeilen. Aber wie genau sind eigentlich die Abläufe dort? BGLand24.de hat sich dies vom Kreisverband Berchtesgadener Land des BRK erklären lassen.

Landkreis Berchtesgadener Land - Wie läuft der Betrieb in einem ordentlich geführten Test-Zentrum, wie denen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ab? „Jeder abgenommene Test wird mit einer Nummer auf unserer BRK-Software hinterlegt, so dass hier auch keinerlei Fälschung der Zahlen möglich ist. In wie weit private Anbieter die Zahlen fälschen können, ist mir nicht bekannt“, berichtet Florian Halter Kreisbereitschaftsleiter beim BRK-Kreisverband Berchtesgadener Land gegenüber BGLand24.de. „Die Meldung über die Anzahl der abgenommenen Tests erfolgt am Monatsende an die Kreisgeschäftsstelle, welche die Anzahl an die Behörde weiterleitet. Sie regelt auch die Abrechnung mit diesen.“

„Die Schnelltests sind für die Bürger kostenlos. Laut Beschluss des Bundesgesundheitsministeriums werden 12 Euro pro abgenommenem Test berechnet. Sonstige Kosten, wie beispielsweise die Schutzausrüstung und so weiter werden vom BRK getragen.“

Zwei Betrugsfälle in Bayern - Bisher keiner in der Region

Auch in Bayern sind mittlerweile zwei Verdachtsfälle bekannt, bei denen der Betrug rund um Abrechnungen in Corona-Testzentren besteht. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nannte am Dienstag einen Fall im Kreis Miesbach, wo ein privat betriebenes Testzentrum geschlossen worden sei. Die Generalstaatsanwaltschaft am Landgericht Nürnberg-Fürth bestätigte noch einen weiteren Verdachtsfall, ohne auf Details einzugehen. Laut dem Gesundheitsminister soll es künftig unangemeldete Kontrollen in den Testzentren geben. In der Region wurde noch kein derartiger Fall bekannt. Unter anderem die Behörden in den Landkreisen Mühldorf am Inn (Plus-Artikel innsalzach24.de) und Rosenheim (Plus-Artikel rosenheim24.de) betonten, es gäbe dafür keine Hinweise.

Aktuell betreibt der Kreisverband Berchtesgadener Land des BRK vier Teststationen im Landkreis. „Laut deren Rückmeldung wurden im Mai insgesamt 15.490 Schnelltests abgenommen“, führt Halter weiter aus.  Die Anmeldung zum Schnelltest erfolgt entweder per QR-Code, den sich die zu testenden Personen im Vorfeld auf unserer Website erstellen können, oder per manuelle Eingabe vor Ort in den Testzentren. Unser geschultes Personal, das vom Gesundheitsamt eingewiesen wurde, nimmt im Anschluss den Test ab. Es besteht dann die Möglichkeit das Ergebnis per Email oder per SMS zu bekommen, oder in ausgedruckter Form.“

Im Testzentrum Bad Reichenhall würden aktuell vier Helfer eingesetzt. Einer davon übernehme die Registrierung, zwei kümmerten sich um den Test und der vierte Helfer sei für die Auswertung zuständig. „Wichtig ist immer, dass der Tester eine Einweisung durch das Gesundheitsamt erhalten hat. In den anderen Testzenren ist der Ablauf weitgehend identisch“, so Halter, „Da wir ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern arbeiten, versuchen wir natürlich auch den Arbeitsablauf so angenehm wie möglich zu gestalten. Das heißt, flexible Dienstzeiten und auch die Möglichkeit Pausen einzulegen. Die Öffnungszeiten in unseren Testzentren sind unterschiedlich und auf die jeweilige Örtlichkeit abgestimmt“, führt Halter weiter aus. „Unsere Helfer haben die Möglichkeit unterschiedliche Positionen einzunehmen, um den Ablauf flexibler zu gestalten.“

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