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Zu zwölf Jahren Haft verurteilt

Sexueller Missbrauch von Mädchen (12): Vergewaltiger mit Wolfsmaske will Urteil anfechten

Der wegen schweren sexuellen Missbrauchs angeklagte Mann ist zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden
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Der wegen schweren sexuellen Missbrauchs angeklagte Mann ist zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
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  • Tim Niemeyer
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München - Das alptraumhafte Verbrechen machte Schlagzeilen: Ein Mann mit einer Wolfsmaske fällt über ein Mädchen her, vergewaltigt das Kind am helllichten Tag im Gebüsch. Nun ist zwar das Urteil gesprochen - der Fall damit aber noch lange nicht zu den Akten gelegt.

Update, Mittwoch (14. Juli) 7.45 Uhr: Angeklagter will Urteil anfechten

Der im sogenannten Wolfsmasken-Prozess von München wegen der Vergewaltigung eines kleinen Mädchens verurteilte Mann will das Urteil gegen ihn anfechten. Sein Anwalt Adam Ahmed hat unmittelbar nach der Entscheidung des Landgerichts München I am Dienstag Rechtsmittel dagegen eingelegt, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Sein 45 Jahre alter Mandant war wegen der Vergewaltigung eines erst elfjährigen Mädchens zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er hatte gestanden, das Kind im Juni 2019 auf dem Heimweg von der Schule am helllichten Tag in ein Gebüsch gezerrt und dort schwer missbraucht zu haben. Zur Tarnung trug er bei der Tat eine Wolfsmaske.

Verteidiger Ahmed geht - im Gegensatz zu Staatsanwaltschaft und Gericht - von verminderter Schuldfähigkeit seines mehrfach einschlägig vorbestraften Mandanten aus und forderte die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Weil das Gericht seiner Argumentation nicht folgte, geht er nun im Namen seines Mandanten gegen das Urteil vor.

Update, 16.48 Uhr - Vorbestrafter Täter hat Tat geplant

Vor etwas weniger als einem halben Jahr begann der Prozess um einen 45-Jährigen, der ein elfjähriges Mädchen am helllichten Tag vergewaltigt hat, nun ist das Urteil gefallen - 12 Jahre Haft plus anschließende Sicherungsverwahrung. Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre gefordert.

Der 45-Jährige hatte bereits zugegeben, sich im Juni 2019 mit einer Wolfsmaske getarnt und das Mädchen vergewaltigt zu haben. Das Gericht war der Meinung er hatte die Tat geplant und sein Opfer gezielt ausgesucht Er soll das Kind zuvor in der S-Bahn beobachtet und fotografiert haben. Der Mann ist mit dem Ziel losgefahren, das Mädchen zu missbrauchen, führte die Maske deswegen bewusst mit und hatte dem Mädchen sogar angedroht, es und seine Eltern zu töten, sollte es die Polizei rufen.

Der Anwalt des Mannes, der von Schuldunfähigkeit ausgeht und die Unterbringung in einer Psychiatrie gefordert hatte, räumt auch ein, dass es die Beobachtung und das Fotografieren gegeben hat. Aber laut ihm sei der Entschluss, das Kind zu vergewaltigen, sei spontan gefallen: „Es gab so ein gewisses Hin und Her: Soll ich? Soll ich nicht?“ Ansonsten gestand der Angeklagte die Vorwürfe über seinen Anwalt weitgehend ein.

Der Fall war besonders heiß diskutiert worden, da er symbolisch für eine Problematik bei der Resozialisierung von Straftätern steht, rückfällig zu werden. Der Angeklagte befand sich nämlich in einer Lockerungsstufe des Maßregelvollzugs. Er war wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern mehrfach vorbestraft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er schon in seiner Jugend mit Sexualdelikten aufgefallen und außerdem bereits wegen Körperverletzung verurteilt worden sein.

Der Mann stand am Tattag nur in einer kurzen Zeitspanne nicht unter Aufsicht und zwar als er aus seiner betreuten Wohngemeinschaft in die Arbeit fuhr und genau auf diesem Weg fiel er über das Kind her. „Die Ursache, wie es dazu kommen konnte, muss kritisch hinterfragt werden“, sagt sein Anwalt Adam Ahmed. „Welche Kontrollmaßnahmen gab es? Welche Fachgespräche gab es?“

Erstmeldung - Urteil im Wolfsmasken-Prozess gefallen

Das Urteil im sogenannten Wolfsmasken-Prozess ist gefallen. Der geständige Angeklagte, der im Sommer 2019 ein elfjähriges Mädchen in ein Gebüsch gezerrt und am helllichten Tag vergewaltigt hat ist zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

*weitere Infos folgen in Kürze

nt/dpa

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