Selbst Papst Franziskus kennt die Knotenlöserin

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Das Gnadenbild zeigt Maria, die einen Knoten löst. dpa

Oktoberfest, Neuschwanstein und der FC Bayern sind weltberühmt. Aber wer erinnert sich noch an Bruno? In unserer Serie stellen wir 26 Besonderheiten des Freistaats vor – von A bis Z. Heute K wie Knotenlöserin.

Sommerserie: Bayern von a bis z

Oktoberfest, Neuschwanstein und der FC Bayern sind weltberühmt. Aber wer erinnert sich noch an Bruno? In unserer Serie stellen wir 26 Besonderheiten des Freistaats vor – von A bis Z. Heute K wie Knotenlöserin.

Augsburg – Die Kirche St. Peter am Perlach steht direkt neben dem imposanten Augsburger Rathaus. Nichts deutet darauf hin, dass sich hinter den Mauern ein Kleinod verbirgt, dass einst den späteren Papst Franziskus faszinierte: das Gnadenbild Maria Knotenlöserin.

Den Zugang zu der Kirche findet der Besucher versteckt an der Seite – zwischen Juwelier und Weinstube. Menschen betreten die Kirche, stecken eine Kerze an, und gehen dann zum Highlight von St. Peter – rechts neben dem Altar in der Nische. Dort verharren die Leute betend vor einem rund 300 Jahre alten Gemälde, das einmalig ist: Maria Knotenlöserin. Die Muttergottes löst auf dem Bild die Knoten aus einem langen Band und steht zugleich mit dem Fuß auf einer Schlange. Viele Besucher werden von der ungewöhnlichen Darstellung tief berührt.

Mitte der 1980er Jahre besuchte auch der Argentinier Jorge Mario Bergoglio die Augsburger Kirche und war ebenfalls gerührt von dem Bild Marias. Er nahm Karten des Gemäldes mit in seine Heimat und machte die Knotenlöserin dort populär – es wurde später sogar eine Kopie in Originalgröße für eine Kirche in Buenos Aires angefertigt. An den Besuch Bergoglios erinnert in St. Peter nichts. Kirchenverwalter Martin Ziegelmayr hält das auch nicht für nötig. Bei der damaligen Visite sei er ja noch nicht Papst gewesen – und: „In Augsburg wissen das alle“, sagt er über den Besuch des heutigen Papstes.  lby

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