Seit mehreren Tagen war ich richtig gut drauf.

Seit mehreren Tagen war ich richtig gut drauf. Schon in der Früh quakte ich fröhlich meine Lieblingslieder.

Meine gute Laune fiel sogar meiner Entenfreundin Agnes auf – zumal ich sonst nach dem Aufstehen meist etwas brauche, um richtig ins Flattern zu kommen. „Warum bist du so früh schon so gut drauf?“, quakte sie am Donnerstag. „Der Wonnemonat beginnt doch erst morgen.“ „Wonnemonat?“, schnatterte ich verblüfft. „Ich meine den Mai und Wonne bedeutet Freude“, schnatterte Agnes gerade, als zufällig die Biberin Frau Dr. Raspelzahn vorbeikam. „Da liegen Sie falsch! ,Wonne‘ bedeutet in diesem Zusammenhang etwas anderes“, sagte sie. „Es kommt von ,Weide’ – der Mai ist also der Weidemonat. So hat vor vielen Jahrhunderten König Karl der Große den Mai genannt.“ Nach dem langen Winter konnte man im Mai nämlich endlich die Kühe und Schafe wieder auf die Weide lassen. „Erst viel später veränderte sich die Bedeutung des Wortes ,Wonne‘“, erklärte die Biberin weiter. „Nun verstand man darunter das Aufblühen und die Erneuerung der Natur – und viele Dichter und Sänger nutzten das Wort gern in ihren Werken.“ Für mich bleibt der Mai trotzdem ein Gute-Laune-Monat, schließlich bringt er meist beständiges, sonniges Wetter. Eure Paula

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