Seit gestern hört Klara nicht mehr auf zu jammern.

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„Ich will einen Webervogel zum Mann“, schnattert sie ständig. Agnes hatte uns nämlich gequakt, dass diese Vögel für ihre Frauen wunderschöne kugelförmige Nester bauen – und diese auch noch wolligweich auspolstern.

„In einem solchen Wohnkokon würde ich mich rundum wohlfühlen“, quakte Klara. Endlich würde sie im Winter keine Gänsehaut mehr bekommen.

Leider musste Agnes sie enttäuschen. „An einer Ente wie dir hat der kein Interesse“, quakte sie. „Und leider kann ich dir bei den Schneidervögeln ebenso wenig Hoffnung machen“, quakte Agnes. Unter unseren gefiederte Kollegen gibt es nämlich viele Nestbau-Künstler. Während der eine Vogel die Kunst des Webens perfektioniert hat, hat sich ein andere sogar das Nähen beigebracht. „Die Nadel ist sein spitzer Schnabel“, quakte Agnes. Mit dem macht er Löcher in den Rand der Blätter, aus denen er sein Nest schneidert. Um sie zu vernähen, pflückt er sie aber nicht ab. Denn trockene Blätter reißen viel zu leicht.

Die gefiederten Schneider ziehen daher ein paar lebende Blätter zusammen und verbinden sie dann an den Rändern. Durch die Löcher ziehen sie Fasern aus Baumrinde, die sie oben und unten zusammendrehen, so dass sie nicht wieder herausrutschen. Ihr kleines Blätterhaus polstern sie dann ebenfalls weich aus. Eure Paula

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