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Seilbahn der Superlative

Es wird eine Seilbahn der Superlative: höchste Stahlstütze einer Pendelseilbahn weltweit, größter Abstand von der Stütze zur Bergstation und größter Höhenunterschied sowieso. Die Bauarbeiten kommen zügig voran. Kurz vor Weihnachten 2017 soll Eröffnung sein.

Zugspitze

von Paul Winterer

Garmisch-Partenkirchen – Zehn Monate vor der geplanten Inbetriebnahme kommt der Bau der neuen Seilbahn auf die Zugspitze voran. Nach einer kurzen Pause zum Jahreswechsel laufen die Arbeiten auf Deutschlands höchstem Berg seit einem Monat wieder auf Hochtouren. Derzeit werden an der Bergstation bereits die Vorrichtungen für den Einlauf der Tragseile montiert, wie Verena Lothes von der Zugspitzbahn berichtet. Außerdem gingen dort die Stahlbau- und Fassadenarbeiten weiter. Aber auch zu Füßen des 2962 Meter hohen Berges sind die Handwerker zu Gange. „In der Talstation dreht sich alles um den Innenausbau“, erläuterte die Unternehmenssprecherin.

Die neue Verkehrsverbindung auf die Zugspitze wird eine Seilbahn der Superlative. Keine andere Seilbahn der Welt überwindet mit 3213 Metern Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation eine größere Entfernung. Und keine andere Pendelseilbahn weltweit hat eine Stahlstütze von 127 Metern Höhe. Zum Vergleich: Die Türme der Münchner Frauenkirche sind knapp 100 Meter hoch.

Die beiden Gondeln bewältigen auf einer Länge von 4,5 Kilometern einen Höhenunterschied von knapp 2000 Metern – auch das ist Weltrekord. Der 50 Millionen Euro teure Neubau löst an fast derselben Stelle die 1963 eröffnete Seilbahn ab. Der Eröffnungstermin steht schon fest: Am 21. Dezember soll die Einweihung sein – vorausgesetzt, es läuft alles nach Plan.

Die mehr als 50 Jahre alte bestehende Seilbahn wird am 2. April ausgemustert. Dann werden die beiden Kabinen abgebaut und es wird mit dem Abriss der alten Wartehalle begonnen. Erst danach beginnt der Bau der Seilbahnstütze. Er soll in vier Wochen bewältigt werden, wie Arno Inauen vom Schweizer Seilbahn-Unternehmen Garaventa schon vergangenen Sommer berichtete.

Daran schließt sich die Montage der vier jeweils 150 Tonnen schweren Tragseile samt Zugseil und Seilbahntechnik an. Im Oktober wird es der Planung zufolge richtig spannend: Die beiden futuristisch anmutenden und bodentief verglasten Kabinen mit je 120 Plätzen werden eingehängt, ehe der Probebetrieb beginnt.

Die alte Seilbahn mit je einer bergwärts und talwärts fahrenden Kabine kann maximal 240 Menschen pro Stunde befördern. Die neue wird nach Angaben der Zugspitzbahn eine Kapazität von 600 Passagieren stündlich haben.

Die seilbahnlose Zeit zwischen Abbau der alten und Inbetriebnahme der neuen Bahn soll nach den Planungen mit einer erhöhten Kapazität der fast 100 Jahren alten Zahnradbahn überbrückt werden. Zudem fährt auf österreichischer Seite die Seilbahn von Ehrwald zum Gipfel.

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