Tragischer Unfall am Donnerstag bei Grassau

Frontal-Crash zwischen Auto und Schulbus: 21 Kinder verletzt - Autofahrerin verstorben

Frontal-Crash zwischen Auto und Schulbus bei Grassau - 21 Kinder verletzt
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Eine junge Frau verstarb nach dem Unfall, 21 Kinder erlitten leichte Verletzungen.
  • Heidi Geyer
    vonHeidi Geyer
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  • Benjamin Schneider
    Benjamin Schneider
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Grassau - Bei einem schweren Schulbus-Unfall auf der St2096 auf Höhe Mauthäusl wurden am Donnerstagvormittag, den 3. Dezember, 21 Schulkinder leicht verletzt. Die Autofahrerin (19) erlag am folgenden Tag ihren schweren Verletzungen.

Update, 4. Dezember 16.07 Uhr - 19-jährige Autofahrerin aus Übersee verstorben

Nach bisherigen Ermittlungen kam das Auto der Fahrerin aus Übersee bei schneeglatten Straßenverhältnissen auf die Gegenfahrbahn. Die 19-jährige Pkw-Lenkerin wurde bei dem Unfall im Fahrzeug eingeklemmt und kam mit schwersten Verletzungen ins Klinikum Traunstein. Mittlerweile wurde bekannt, dass die junge Frau am 4. Dezember an ihren schweren Verletzungen verstorben ist.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat deswegen weitere Maßnahmen zur Klärung der Unfallursache angeordnet.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Grassau

Update, 15.05 Uhr - Pressemitteilung der Polizeiinspektion Grassau

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Die Unfallaufnahme konnte mittlerweile vor Ort abgeschlossen und die Staatstrasse 2096 gegen 12 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Verkehrsunfall wurde unter Hinzuziehung eines Gutachters von Beamten der Polizeiinspektion Grassau aufgenommen.

Die schwer verletzte 19-jährige Pkw-Fahrerin befindet sich im Krankenhaus. Der 62-jährige Busfahrer und alle im Bus befindlichen Kinder hatten Glück im Unglück. Nach einer Erstüberprüfung durch die anwesenden Notärzte und Rettungskräfte gelten derzeit 21 Kinder als leicht verletzt. Alle Kinder konnten mittlerweile an ihre Eltern übergeben werden.

Einige Eltern lobten explizit die gute Versorgung und Betreuung ihrer Kinder durch die Rettungskräfte vor Ort. Insgesamt war ein Großaufgebot von Rettungskräften von BRK und Malteser Hilfsdienst, unter anderem mit fünf Notärzten, mehreren Rettungswagen, einem SEG Betreuungsteam mit Kriseninterventionsteam und einem Rettungshubschrauber im Einsatz. Darüber hinaus waren 42 Einsatzkräfte der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren und drei Streifenbesatzungen der örtlichen Polizeiinspektion eingesetzt.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Grassau

Update, 12.45 Uhr - Konrektor der Grund- und Mittelschule Grassau zum Unfall

"Ich bin wahnsinnig erleichtert, dass wir bei den Kindern nur leichte Verletzungen haben und ihnen nichts Schlimmeres passiert ist", so Georg Tischler, kommissarischer Schulleiter und Konrektor der Grund- und Mittelschule Grassau, im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

„Große Erleichterung und große Dankbarkeit an eine unheimlich professionelle und strukturierte Leistung der Einsatzkräfte“, führt Georg Tischler weiter aus.

Die Schüler, die nicht an dem Unfall beteiligt waren, werden normal unterrichtet an diesem Tag. "Es ist schon ganz wichtig, dass man Normalität reinbringt. Es bringt ja nichts, wenn man bei den nicht betroffenen Kindern Panik verbreitet", gibt Tischler zu bedenken.

Ob die vom Unfall betroffenen Kinder morgen schon wieder unterrichtet werden, das entscheiden die Eltern der Kinder, so Tischler.

Update, 12.04 Uhr - Video-Interview mit Daniel Wagner von der Polizei Grassau

Daniel Wagner, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Grassau, im Video-Interview zum schweren Schulbusunfall bei Grassau am Donnerstag, dem 3. Dezember.

Update, 11.31 Uhr - Weitere Fotos vom Schulbusunfall bei Grassau am 3. Dezember

Weitere Fotos vom Schulbusunfall bei Grassau auf ovb-online.de

Update, 11.09 Uhr - Kind und Vater berichten vom Unfallgeschehen

„Ich weiß nicht wies es kam, der Bus wurde geschleudert und dann ist er gegen die Wand gedonnert. Die Scheibe hatte dann vorne einen Riss. Ich habe mir nicht wehgetan“, berichtet ein junger Schüler der Grundschule Staudach unserer Reporterin vor Ort.

Der Vater des Jungen sagt, er sei davon ausgegangen, dass sie (die Kinder) gut versorgt sind, als er die Sirenen der Krankenwagen hörte. „Die haben sich jetzt auch sehr gut um uns gekümmert mit einem Kriseninterventionsteam. Das war alles sehr gut!“, berichtet der Vater an der Unfallstelle.

Update, 10.42 Uhr - Mitteilung der Polizei Oberbayern Süd und der Polizei Grassau

Gegen 7.25 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2096 zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Pkw und einem voll besetzten Schulbus. Bei dem Unfall wurde die 19-jährige Autofahrerin in ihrem Wagen eingeklemmt und schwer verletzt.

Im Schulbus befanden sich 42 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Grassau und Staudach. Neben dem Busfahrer wurden 21 Kinder leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser und Arztpraxen gebracht bzw. von den Erziehungsberechtigten abgeholt.

An der Unfallstelle konnten die Schülerinnen und Schüler zuvor den verunfallten Bus schnell und geordnet verlassen und in einem zufällig vorbeikommenden, weiteren Linienbus von den Rettungskräften versorgt werden.

Laut polizeilichen Erkenntnissen waren ein Rettungshubschrauber, 16 Fahrzeuge des Rettungsdienstes und drei Notärzte im Einsatz. Seitens der Feuerwehr waren 42 Einsatzkräfte von mehreren umliegenden Feuerwehren vor Ort.

Derzeit ist die Straße noch komplett gesperrt, es wird örtlich umgeleitet. Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 10.04 Uhr - Bilder von der Unfallstelle bei Grassau

Fotostrecke auf ovb-online.de: Schwerer Schulbusunfall bei Grassau

Update, 9.35 Uhr - Polizei nennt weitere Details zum Unfall

Der Dienststellenleiter der Polizei Grassau, Daniel Wagner, spricht von einem „sehr tragischen Unfall“. Der voll besetzte Schulbus war auf dem Weg von Übersee in Richtung Grassau. In einer langgezogenen Rechtskurve auf Höhe Mauthhäusl ist dann ein Kleinwagen frontal mit dem Bus zusammengestoßen.

Am Steuer des Unfallwagens saß eine 19-jährige Frau aus dem Achenthal. Die Fahranfängerin erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen.

Die Polizei hat nach dem Unfall die Schulen der Kinder informiert, die wiederum die Eltern der Grundschüler informiert haben. Zahlreiche Eltern sind zu der Unfallstelle gekommen, die Einsatzkräfte haben eine „Elternssammelstelle“ eingerichtet.

Warum die junge Frau mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn gekommen ist, kann die Polizei im Moment noch nicht sagen. Die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben. Sobald die Rettungskräfte ihre Arbeit beendet haben, kann der Gutachter mit der Unfallanalyse beginnen.

Die Staatsstraße 2096 wird voraussichtlich noch mehrere Stunden gesperrt bleiben. Insgesamt sollen gut 130 Einsatzkräfte vor Ort sein, darunter 60 Feuerwehrleute.

Update, 9.17 Uhr - 19 Kinder bei Frontalunfall verletzt

Herrmann Schwamm von der Sanitätseinsatzleitung vor Ort konnte weitere Details zu dem Unfall nennen. Der Bus war mit etwa 45 Grundschülern aus der Umgebung besetzt. 19 Kinder sollen bei dem Unfall leicht verletzt worden sein. Der Busfahrer wurde offenbar mittelschwer verletzt, die Autofahrerin wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Das Auto ist vermutlich wegen der schwierigen Straßenverhältnisse auf die Gegenfahrbahn gekommen und dort frontal mit dem Bus kollidiert.

45 Kinder befanden sich im Bus, als das Auto frontal gegen das Fahrezug krachte.

Update, 8.57 Uhr - Autofahrerin schwer verletzt - Eltern fahren zur Unfallstelle

Die Fahrerin des Unfallwagens soll nach Informationen von vor Ort schwer verletzt worden sein. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Für die Kinder wurde ein Ersatzbus organisiert, gleichzeitig erreichen viele besorgte Eltern die Unfallstelle.

Die verletzten Kinder werden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Polizei berichtete in einer Mitteilung von neun verletzten Kindern.

Der Schulbus kollidierte frontal mit einem Pkw.

Erstmeldung, 8.01 Uhr - Schwerer Unfall mit Schulbus zwischen Grassau und Übersee

Gegen 7.25 Uhr ereignete sich auf der Staatsstraße 2096 im Gemeindebereich von Grassau (Lkr. Traunstein) auf Höhe Mauthhäusl ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Schulbus.

Die St 2096 ist derzeit komplett gesperrt. Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort und versorgen mehrere Verletzte. Derzeit wird von neun verletzten Kindern im Schulbus ausgegangen.

Die Straße ist auf Höhe Mauthhäusl im Moment komplett gesperrt.

Die Autofahrerin sowie der Busfahrer wurden ebenfalls verletzt. Zum Verletzungsgrad der verletzten Schülerinnen und Schüler liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.

Pressemitteilung PP OBS

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