ABKEHR VOM HANDYVERBOT

Schulen üben Surfen

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Chatten von der Schulbank aus wird wohl auch in Zukunft in Bayern die Ausnahme bleiben. Foto: Sven Hoppe/dpa

München – Das Handyverbot an Schulen wackelt, aber noch ist es nicht gekippt.

Bevor Schüler ihr Smartphone auf dem Schulgelände auch privat nutzen dürfen, will das Kultusministerium erst testen, was geht und was nicht. Dazu startet mit Beginn des neuen Schuljahrs ein Versuchsprojekt, an dem sich 135 weiterführende Schulen aus den sieben bayerischen Regierungsbezirken beteiligen. Das teilte das Ministerium gestern mit.

Sie können Regeln für die private Handynutzung in der Schule aufstellen – beispielsweise wann und wo Schüler bestimmter Jahrgangsstufen im Internet surfen oder Nachrichten verschicken dürfen. Unter wissenschaftlicher Begleitung sollen so Möglichkeiten ausgelotet werden, „um neben der pädagogischen Nutzung von Handys im Unterricht auch dem Wunsch nach einem privaten Gebrauch von Smartphones im Schulalltag zu entsprechen“, sagte Kultusminister Bernd Sibler (CSU).

An den teilnehmenden Schulen, die bereits einen Schwerpunkt in Medienerziehung setzen, soll die gesamte Schulfamilie – Eltern, Lehrer und Schüler – mitreden. Der Schulversuch ist auf zwei Jahre angelegt und wird durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) begleitet. Am Ende will das Ministerium eine mögliche Neuregelung des Handyverbots ausloten. Bisher sind im Freistaat Handys nur zu Unterrichtszwecken erlaubt. Eine private Nutzung ist dem Ministerium nach bisher nur in Ausnahmefällen möglich.

In Oberbayern nehmen unter anderem die Berufs- und die Fachoberschule Erding, die Berufsschulen Fürstenfeldbruck und Traunstein II, Realschulen in Rosenheim, Oberding, Freising, Poing und Moosburg sowie Gymnasien in München, Vaterstetten und Bad Aibling teil.  lby/ja

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