Schon seit Tagen hatte ich kein Wasser mehr gesehen.

Schon seit Tagen hatte ich kein Wasser mehr gesehen.

Jetzt fühlten sich Schnabel und Kehle wie ausgetrocknet an. Mitleidslos brannte mir die Sonne auf das Federkleid. Nur noch mit Mühen schaffte ich es, einen Watschelfuß vor den anderen auf den staubigen Boden zu setzen. „Hilfe, ich verdurste“, quakte ich mit letzter Kraft – bis mich jemand kräftig rüttelte. „Wach doch endlich auf, Paula!“, quakte meine Entenfreundin Klara und schüttelte mich dabei mit beiden Flügeln. Als ich die Augen aufschlug, war ich sehr erleichtert: Statt staubtrockener Wüste sah ich frisches Grün und meinen geliebten See. „Puh, ich hatte einen fürchterlichen Albtraum“, quakte ich erleichtert. Denn ich war sehr froh, dass ich dieser Hölle aus Hitze und Trockenheit noch einmal entflattert war. „Ich würde trotzdem gern nach Afrika fliegen, sobald sich Paula von ihrem Albtraum erholt hat“, quakte Klara. „Wenn du Kakteen sehen willst, musst du aber nach Amerika fliegen“, quakte meine Entenfreundin Agnes. „In Afrika gibt es zwar auch eine Kakteenart. Die meisten Wüstenpflanzen dort sehen Kakteen aber nur sehr ähnlich. Weil sie sich unter ähnlichen Bedingungen entwickelt haben“, erklärte uns Agnes. „Es handelt sich aber um Wolfsmilchgewächse, nicht um Kakteen.“ Eure Paula

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