Schock nach Unfalltragödie

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Ein Bild des Grauens: Vier Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren kamen ums Leben, als ihr Auto am Samstag im Unterallgäu gegen einen Baum prallte. dpa
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Ein Bild des Grauens: Vier Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren kamen ums Leben, als ihr Auto am Samstag im Unterallgäu gegen einen Baum prallte. dpa

In Mark Rettenbach im Landkreis Unterallgäu herrscht auch zwei Tage nach dem tragischen Verkehrsunfall, bei dem vier Jugendliche ums Leben gekommen sind, Fassungslosigkeit. Voraussichtlich am Donnerstag soll es ein gemeinsames Requiem geben.

GEMEINSAME TRAUERFEIER FÜR VIER TOTE JUGENDLICHE

Markt Rettenbach – Gut 30 Kerzen sind vor dem Baum aufgestellt, an dem in der Nacht zum Sonntag das Auto mit fünf Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren bei Markt Rettenbach zerschellte. Der 18-jährige Fahrer und drei seiner Freunde kamen bei der Tragödie ums Leben, ein 16-jähriger Insasse wurde schwer verletzt.

„Es ist eine gewisse Schockstarre da. Es dauert sicher noch einige Zeit, bis alle, vor allem die Angehörigen, realisiert haben, was passiert ist“, sagte der Pfarrer von Markt Rettenbach, Guido Beck. Die Jugendlichen seien eingebunden gewesen in die Dorfgemeinschaft. „Da ist eine Lücke gerissen worden, die alle sehr betroffen macht.“

Auch Bürgermeister Alfons Weber war in der Nacht an die Unfallstelle geeilt, um die Toten zu identifizieren. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sagte er: „Das ist ein unvorstellbares Leid. Man ist ständig in Gedanken bei den Familien, man ist sehr, sehr traurig, tief betroffen.“ Diese vier jungen Menschen fehlten in ihren Dörfern. Es herrsche eine ganz große Traurigkeit.

Nach dem verheerenden Unfall soll es eine gemeinsame Trauerfeier geben. Die Pfarreiengemeinschaft in Markt Rettenbach plant für diese Woche ein Gedenken an die Opfer, die allesamt aus kleinen Dörfern rund um Markt Rettenbach stammen. Geplant sei „ein Gottesdienst für alle“, vermutlich am Donnerstag.

Die fünf Freunde waren auf dem Weg zu einem Jugendtreff am späten Samstagabend ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben hatte der 18 Jahre alte Fahranfänger in einer langen Rechtskurve auf nasser Fahrbahn und bei hoher Geschwindigkeit die Gewalt über das Fahrzeug verloren. Das mit fünf Menschen besetzte Auto kam von der Straße ab, prallte gegen einen Baum und wurde in zwei Teile gerissen. Ob der Fahrer alkoholisiert war, wie schnell er gefahren ist und ob er möglicherweise abgelenkt war – all diese Fragen sind noch offen, wie ein Sprecher der Polizei gestern mitteilte. Mit dem Ergebnis eines Gutachtens werde erst in ein paar Wochen gerechnet. Der 16-Jährige, der bei dem Unfall schwer verletzt wurde, ist noch im Krankenhaus.  mm/lby

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