Schulbus prallt bei Schnaitsee gegen Baum, viele Verletzte - Fahrer am Steuer kollabiert?

Die Beifahrerfront komplett aufgerissen: der verunglückte Schulbus bei Schnaitsee.
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Die Beifahrerfront komplett aufgerissen: der verunglückte Schulbus bei Schnaitsee.
  • vonJosef Unterforsthuber
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Ein Schulbus ist am Donnerstagmorgen bei Schnaitsee gegen einen Baum geprallt. Neun Kinder wurden leicht bis mittelschwer verletzt, der Busfahrer sogar schwer.

Update 24. Januar, 15.30 Uhr

Akute Erkrankung des Fahrers?

Nach dem Verkehrsunfall eines Linienbusses am Donnerstagmorgen teilte die Polizei am Tag danach keine neuen Erkenntnisse zur Unfallursache mit. „Die Vernehmungen der beteiligten Personen sind erst für kommende Woche geplant“, sagte ein Sprecher der Polizei Trostberg auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Dagegen sprach der Kreisfeuerwehrverband Traunstein in einer Pressemitteilung davon, dass „eine akute medizinische Erkrankung des Fahrers zu diesem Unfall geführt haben“ dürfte.

Wie berichtet war ein RVO-Lienienbus bei Schnaitsee gegen einen Baum geprallt. Neun Schulkinder im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren wurden leicht bis mittelschwer verletzt, der Busfahrer schwer. Trotzdem geht der Kreisfeuerwehrverband davon aus, dass „alle Insassen großes Glück gehabt haben“. Über den genauen Gesundheitszustand der Verletzten gab es keine weiteren Details.

Update 23. Januar, 17.48 Uhr:

Busfahrer laut BRK schwer verletzt

Das BRK zieht Bilanz zum Schulbus-Unfall am frühen Morgen des 23. Januar auf der St 2360 bei Schnaitsee. Demnach wurden zwei Kinder mittelschwer und sieben leicht verletzt. Der Busfahrer wurde bei der frontalen Kollision mit einem Baum schwer verletzt.

"Die verletzten Personen wurden vom Roten Kreuz in die Kliniken Traunstein und Trostberg transportiert“, berichtete BRK-Rettungsdienstleiter Jakob Goëss. „Die Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr ist reibungslos gelaufen, sodass den verunfallten Personen schnell und wirksam geholfen werden konnte.“

Im Einsatz waren 40 Kräfte des Roten Kreuzes mit zehn Rettungs- und vier Notarztfahrzeugen.

Die Erstmeldung vom Unfall bei Schnaitsee

Schnaitsee - Neun Schüler zwischen zwölf und 16 Jahren und ihr Fahrer wurden am Donnerstag, 23. Januar, gegen 7 Uhr bei einem Schulbusunfall bei Gattenham im Gemeindebereich von Schnaitsee leicht bis mittelschwer verletzt.

Bus prallt mit Beifahrerseite gegen Baum

Der 61-jährige Busfahrer eines RVO-Linienbusses war mit den Schülern auf der Staatsstraße 2360 aus Richtung Schnaitsee in Richtung Frabertsham unterwegs. Kurz vor der Abzweigung nach Gattenham kam er in einer lang gezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort prallte der Bus mit der Beifahrerseite frontal gegen einen Baum. Die Unfallursache ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen, wie die Polizeiinspektion Trostberg mitteilt.

Die Verletzten wurden nach der Erstversorgung am Unfallort in die Kliniken Traunstein und Trostberg eingeliefert; alle Schüler stammen aus dem Gemeindebereich Schnaitsee. Unter ihnen sind einige Gardemädchen der „Starlights“ des TSV Schnaitsee. Aus diesem Grund wurde der „Familientag“ mit Tanzvorführungen gestern Abend abgesagt.

Kran zur Bergung des Busses eingesetzt

Am Linienbus entstand laut ersten Schätzungen Totalschaden in Höhe von rund 70.000 Euro. Gegen 10 Uhr war die Bergung des verunglückten Schulbusses mit einem Kran in vollem Gange und die Staatsstraße zwischen Schnaitsee und Frabertsham gesperrt.

Nach Auskunft der Polizeibeamten vor Ort befand der Baum sich etwa vier Meter neben der Straße. Der verunfallte Bus kam so zum Stehen, dass der Baum den Mitteleingang des Fahrzeuges blockierte.

Beschädigter Baum muss entfernt werden

Kommandant Siegie Hudelist aus Schnaitsee sagte, dass etwa 55 Einsatzkräfte der Wehren aus Obing, Albertaich und Schnaitsee am Einsatzort tätig waren. „Außerdem haben wir, wenn der Bus abtransportiert ist, noch jede Menge Aufräumarbeiten zu erledigen.“

Zudem musste der beschädigte Baum gefällt und der Wurzelstock entfernt werden. Die Polizeibeamten blieben bis zur Wiedereröffnung der Staatsstraße vor Ort. Die zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein ordnete die Sicherstellung des Unfallfahrzeuges an.

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