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InnKlinikum Altötting nimmt an Protestaktion teil

Gewerkschaft und Kliniken fordern: „Schluss mit Ausreden – mehr Personal!“

Die Gewerkschaft Verdi forderte die Kliniken bundesweit zu Protestaktionen auf.
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Protest der Beschäftigten des Innklinikums in Altötting.
  • Daniela Haindl
    VonDaniela Haindl
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Das Klatschen für die Pflege nach Corona ist abgeebbt, der Mangel an Pflegekräften scheint nicht mehr auf der politischen Agenda zu stehen. Das Innklinikum in Altötting sieht aber dringend Handlungsbedarf und nahm am 12. Mai an einer bundesweiten Protestaktion teil.

Altötting – Mit Protestaktionen wollten die Beschäftigten an Kliniken in ganz Deutschland auf dringenden Handelsbedarf hinweisen. Anlass war ein Aufruf der Gewerkschaft Verdi, die am Internationalen Tag der Pflege auf die unzureichende Personalausstattung in Kliniken aufmerksam machen möchte. Auch das InnKlinikum in Altötting nahm an der Protestaktion teil.

»Inzwischen wissen alle, wie überlastet die Beschäftigten in der Pflege sind“, so Domingo Heber, Gewerkschaftssekretär für das Gesundheitswesen im Bezirk Rosenheim. „In der Politik wird das wortreich beklagt und Solidarität bekundet, doch die nötigen Konsequenzen werden nicht gezogen.“ Auch Stefan Wienzl, stellvertretender ÖPR-Vorsitzender in Altötting sieht Handlungsbedarf erklärt: „Es geht um die Personalbemessung. Es gibt eine Personaluntergrenzen-Verordnung, die angibt, wieviel Personal mindestens angestellt werden müssen, um den Patienten optimal zu versorgen.“

Patienten haben ein Recht auf eine gute Pflege

In der aktuelle Regelung berücksichtige nicht, dass die Betreuung mancher Patienten mehr Personal erfordert. Allerdings liege der Bundesregierung seit über zwei Jahren ein Instrument vor, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und Verdi zusammen entwickelt haben, nämlich die PPR2.0. „SPD, Grüne und FDP haben im Koalitionsvertrag versprochen, die PPR 2.0 kurzfristig und verbindlich einzuführen. Dieses Versprechen muss jetzt endlich eingelöst werden“, so Heber.

Verdi rief bundesweit die Kliniken zu Protestaktionen auf.

Wienzl aus Altötting sagt, es müsse sich dringend etwas ändern, denn viele würden überlegen aufzuhören. „Die Qualität kann mit zu wenig Personal nicht aufrecht erhalten werden. Und dem Personal macht die Arbeit so keinen Spaß.“ Wienzl findet wichtig, dass das Problem ernsthaft angegangen wird, aber beobachtet stattdessen, dass der Mangel an Pflegekräften wieder in den Hintergrund der politischen Aufmerksamkeit rückt. „Das Klatschen für die Pflege nach Corona ist abgeebbt. Man hat den Eindruck, dass jetzt wieder nichts passiert.“

Auch in der Altenpflege und in den Psychiatrien bestehe akuter Handlungsbedarf, betont der Gewerkschaftssekretär im Gesundheitswesen, Domingo Heber. „In Pflegeheimen und psychiatrischen Einrichtungen sind bedarfsgerechte Personalvorgaben nötig, deren Einhaltung kontrolliert und sanktioniert wird. Mit den Ausreden muss endlich Schluss sein. Wir brauchen mehr Personal und Entlastung – jetzt!“

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