Schlägt ein Zweibeiner am See wild um sich, weiß ich schon aus der Ferne, was Sache ist: Er versucht, eine Mücke abzuwehren.

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Schlägt ein Zweibeiner am See wild um sich, weiß ich schon aus der Ferne, was Sache ist: Er versucht, eine Mücke abzuwehren.

Sticht sie zu, tut das zwar nicht weh. Dafür juckt die Haut später an der Stichstelle fürchterlich. Zweibeiner reagieren daher schnell, wenn sie ein verräterisches Summen hören. „Warum machen Mücken so einen Lärm?“, krächzte Waldkauz Ulrich. „Wir Eulenvögel fliegen lautlos durch die Nacht, wenn wir jagen.“ Es sei dumm, sich durch Fluggeräusche zu verraten – und dann womöglich gar erschlagen zu werden. „Diese Gefahr besteht“, quakte meine Entenfreundin Agnes. „Obwohl ich das Gefühl habe, dass die Zweibeiner meist daneben hauen.“ Das Fluggeräusch können die Mücken aber nicht einfach abstellen. Es entsteht, weil sie sehr schnell mit ihren Flügeln schlagen. Dazu müssen sie die Muskeln im vorderen Teil ihres Körpers zusammenziehen und wieder entspannen. Blitzschnell und immer wieder. Das versetzt die Luft in Schwingungen, die man als Summton hören kann. Der ist für Mücken sogar wichtig: „Am Summen erkennen sich Männchen und Weibchen“, quakte Agnes. Die Damen schlagen langsamer mit den Flügeln und erzeugen einen tieferen Summton – und darauf wiederum fliegen die Mückenmänner. Eure Paula

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare