PROZESS

Schimmel im Keller: Alaba fordert 137 000 Euro Schadenersatz

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Dumm gelaufen: Bayern-Spieler Alaba entdeckte Schimmel in seiner Grünwalder Villa. Nun klagt er vor Gericht. foto: dpa
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Dumm gelaufen: Bayern-Spieler Alaba entdeckte Schimmel in seiner Grünwalder Villa. Nun klagt er vor Gericht. foto: dpa

Grünwald – Dem FC Bayern München geht’s im Moment a wengerl nass nei.

Die Tabellenführung ist futsch, zwei Pflichtspiele in Folge haben die Roten verloren. Da gesellt sich zum November-Blues – beinahe passend – der Umstand, dass nun auch noch der Keller von Stammspieler David Alaba (24) feucht ist. Am Donnerstag nächster Woche zieht er vor Gericht, um die Sanierungskosten in Höhe von 137 000 Euro einzuklagen.

2010 kam der junge Österreicher zum FC Bayern. Vier Jahre später kaufte er im Nobel-Vorort Grünwald (Landkreis München) besagte Villa. Die Vorbesitzerin ist eine Starnberger Unternehmerin. Deshalb wird der Fall auch vor dem Landgericht München II verhandelt. Der Kaufpreis blieb geheim. Er dürfte aber in einem siebenstelligen Bereich liegen. Alaba bezog das Haus nicht sofort. 2015 war es dann soweit. Im April selben Jahres wurde er der neue Hausherr. Doch der Ärger ließ nicht lange auf sich warten. Der defensive Mittelfeldspieler, seit 2011 beständig Österreichs Fußballer des Jahres, entdeckte im Keller seines Traumdomizils massive Feuchtigkeitsschäden. Er beauftragte eine Firma zur Beseitigung des gesundheitsgefährdenden Schimmels. 137 000 Euro kostete die „Trockenlegung“. Diese Rechnung will Alaba nicht begleichen. Er sieht sich durch die Verkäuferin getäuscht. Feuchtigkeitsschäden von diesem Ausmaß hätten vorher bekannt gewesen sein müssen und hätten während der Verkaufsverhandlungen nicht verschwiegen werden dürfen. Jetzt will der Fußballer, der bei Austria Wien groß wurde, diese nicht unerhebliche Summe von der Vorbesitzerin zurückerstattet bekommen.

Der Prozessauftakt am 1. Dezember ist ein so genannter Gütetermin. Die Richterin wird versuchen, beiden Parteien einen Vergleich nahezulegen. Sollte der nicht zustande kommen, droht ein sehr langer und vermutlich auch recht kostspieliger Prozess. Dann nämlich muss ein Gutachter eingeschaltet werden, der genau klärt, seit wann der Schimmel im Haus war, ob die Vorbesitzerin ihn hätte bemerken müssen, warum die feuchten Stellen nicht schon früher behandelt wurden und weshalb die Situation in den Verkaufsverhandlungen kein tragendes Thema war.

Zu diesem ersten Prozess-Termin wird der Profi-Fußballer vermutlich nicht selber kommen. Seitens des Landgerichts München II wurde auf jeden Fall keine Erscheinenspflicht angeordnet. angela Walser

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