Das Schifferl-Fahren wird teurer

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Auch im Winter kann man eine Tour auf dem Königssee genießen. Weil die Holzschiffe im Ganzjahresbetrieb so stark beansprucht werden, ist ein weiteres Metallschiff geplant. Dpa

Eine Seefahrt, die ist lustig – und hat auch ihren Preis. Die Bayerische Seenschifffahrt erhöht die Preise auf Starnberger und Ammersee, Tegernsee und Königssee.

Steigende Kosten   

Von Michael Stürzer

Starnberg/Schönau – Die Preissteigerungen liegen zwischen weniger als zwei bis etwa 2,5 Prozent, sagte Geschäftsführer Michael Grießer auf Anfrage unserer Zeitung. Die neuen Preise gelten für Tegern- und Königssee seit dem Jahreswechsel, auf den beiden anderen mit Beginn der Saison am 1. April. Grund für die neuerliche Anhebung seien steigende Kosten, unter anderem für den Treibstoff, vor allem aber fürs Personal. Derzeit laufen die Tarifverhandlungen zwischen der Seenschifffahrt, einer Tochter des Freistaates Bayern, und den Vertretern der insgesamt rund 165 Beschäftigten.

Früher hatte die Seenschifffahrt seltener, aber dann etwas höher die Preise angepasst. Die Erfahrung habe jedoch gezeigt, dass speziell bei Gruppen diese Strategie nicht so gut ankomme, sagt Grießer. Die Große Rundfahrt auf Ammer- und Starnberger See kostet beispielsweise ab April 18,50 Euro, 50 Cent mehr als im Vorjahr. Wer öfter fährt, für den lohnt sich die Jahreskarte, mit der man auf allen Seen mitreisen kann: 185 Euro (ein Plus von fünf Euro).

Nach der Indienststellung der „Utting“ auf dem Ammersee im vorigen Jahr geht es die Schifffahrt mit Neuanschaffungen ruhiger an. Geplant ist ein weiteres Metallschiff für den Königssee, da die Holzschiffe im Ganzjahresbetrieb stark beansprucht werden. Das Schiff soll 2019/2020 fertig sein. 2018 wird es kein neues Schiff geben. Danach könne man an Neubauten für den Starnberger See denken, denn dort gibt es noch einige Dampfer, die fast 60 bis 79 Jahre alte sind.

Derzeit werden an den Seen einige Stege saniert oder barrierefrei gemacht. In Salet am Königssee wird der Steg erneuert, zudem wird dort als letzte Anlegestelle ein Behinderten-WC erreicht. Die Schiffe auf dem Königssee, auf denen seit diesem Jahr alle Hunde einen Maulkorb tragen müssen, haben keine sanitären Anlagen.

Die Seenschifffahrt verzeichnet auf den vier Seen jährlich rund 1,5 Millionen Fahrgäste, fast die Hälfte davon auf dem Königssee.

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