Die Polizei fahndet

Patronen im Briefkasten, Autos demoliert - Nachspiel zu Schlägerei vor Loft Club in Rosenheim?

Zu einer heftigen Schlägerei kam es in den frühen Morgenstunden des 26. Dezember im Aicherpark in Rosenheim. Einer der Beteiligten, ein 21-jähriger Österreicher, wurde von seinen Kontrahenten im Nachgang offenbar zu Hause aufgesucht und bedroht.

Update 27. Dezember, 14.25 Uhr: Fahrzeug beschädigt, Patronen im Briefkasten

Wie die Polizei den OVB-Heimatzeitungen auf Anfrage bestätigte, fand die Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern auf dem Parkplatz vor dem Loft Club in Rosenheim statt. Dabei wurden mehrere Personen verletzt - unter anderem mit Reizgas. Zwei Männer werden von der Polizei gesucht, weil sie auf einen anderen eingetreten haben sollen. Danach seien sie vom Tatort geflüchtet.

Die Auseinandersetzung hatte offenbar noch ein ernsthaftes Nachspiel für den 21-jährigen Österreicher aus Wörgl, der an der Schlägerei beteiligt war. Wie die Landespolizeidirektion Tirol nun meldet, wurden beide Autos des Mannes von bislang unbekannten Tätern schwer beschädigt. An beiden Autos wurden Scheiben eingeschlagen, Reifen zerstochen und der Lack zerkratzt, so die Polizei.

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Die Polizei in Österreich vermutet, dass die Tat im direkten Zusammenhang mit der Schlägerei in Rosenheim steht. Nicht zuletzt deshalb, weil sich im Briefkasten des 21-jährigen auch vier Patronen fanden. Möglicherweise eine Drohung im Zusammenhang mit der tätlichen Auseinandersetzung. Derzeit werde in der Sache ermittelt.

Die Erstmeldung zur Schlägerei in Rosenheim

Rosenheim - Ein 21-Jähriger aus Wörgl geriet mit einem 23-Jährigen Rosenheimer in einem Lokal im Aichergelände in Streit. Das berichtet die Polizei. Der Streit sei dermaßen eskaliert, dass sich die beiden Männer mit den Fäusten traktierten. Doch damit nicht genug.

Schlägerei eskaliert auf Parkplatz im Aichergelände erst richtig

Irgendwann mischten sich noch Bekannte der beiden Streithähne in die Auseinandersetzung ein - ein 22-Jähriger aus Wörgl sowie ein 26-Jähriger Rosenheimer. Beinahe sei es zu einer Schlägerei zwischen den Vieren gekommen, so der Polizeibericht. Der Sicherheitsdienst der Lokalität habe zunächst Schlimmeres verhindert und warf das streitlüsterne Quartett raus.

Das habe zur Folge gehabt, dass die vier den Streit draußen fortführten. Auf dem Parkplatz habe es zunächst eine lautstarke Auseinandersetzung gegeben, worauf sich weitere Personen eingemischt hätten. 

Tritte gegen 21-jährigen Österreicher - mutmaßliche Täter flüchtig

Ein 20-Jähriger Österreicher, ebenfalls aus Wörgl, fing laut Polizeiinformationen plötzlich an, mit Reizgas um sich zu sprühen und traf so wohl wahllos herumstehende Personen. Der 21-jährige Wörgler und der 23-jährige Rosenheimer seien dann vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht worden. Sie hatten beide blutende Wunden im Gesicht.

Gleichzeitig wurden auch drei weiteren Personen im Klinikum behandelt, die aufgrund des Versprühens des Reizstoffes Verletzungen im Augen-/Gesichtsbereich erlitten hatten.

Aus der Gruppe auf dem Parkplatz sollen zwei weitere Personen auf den Wögler losgegangen sein. Die Polizei spricht davon, dass "nach derzeitigem Ermittlungsstand" die beiden auf ihr Opfer eingetreten haben sollen. Wie genau das passierte und ob es gar Tritte zum Kopf waren, geht aus dem Polizeibericht nicht hervor. Die beiden mutmaßlichen Angreifer seien vor dem Eintreffen der Polizei geflüchtet. Derzeit wird nach ihnen gesucht.

Polizei sucht Zeugen und weitere Opfer

Der Sachverhalt muss noch näher aufgeklärt und ermittelt werden, so der Polizeibericht. Die Polizei bittet deshalb Zeugen, die Vorfälle oder Beobachtungen im bzw. vor dem Lokal im Aichergelände sowie Beobachtungen im Klinikum Rosenheim gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200, in Verbindung zu setzen. Die Bitte, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen gilt auch für Personen, die durch den Reizstoff verletzt wurden.

Nähere Informationen, wer die mutmaßlichen Angreifer waren, die auf den 21-jährigen Wörgler eingetreten haben sollen, gibt die Polizei bislang nicht.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Friso Gentsch/dpa

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