Hinweise zu Überfall auf Rosenheimer Tankstelle, aber Polizei hat noch keine heiße Spur

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  • Mathias Weinzierl
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Die Polizei fahndet mit Videoaufnahmen und Fotos nach einem Mann, der am Sonntagabend eine Rosenheimer Tankstelle überfallen hat. Der Täter hatte eine Waffe bei sich und gilt daher als gefährlich. Bislang sind erst wenige Zeugenhinweise bei den Ermittlern eingegangen.

Update 16. Juni

Identität des Tankstellen-Räubers noch unklar

Rosenheim - Gut eine Woche ist der Überfall auf eine Rosenheimer Tankstelle nun her – und noch immer gibt es zum Täter keine heiße Spur. „Wir gehen verschiedenen Hinweisen nach“, sagte Polizeisprecher Martin Emig auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen, allerdings seien die Hinweise überschaubar. Emig: „Wir hoffen natürlich dennoch, dass wir den Täter irgendwann fassen.“

Der Unbekannte, der von einem Zeugen als zwischen 20 und 30 Jahre alt, schlank und rund 1,75 bis 1,80 Meter groß beschrieben wird, hatte am Sonntagabend, 7. Juni, die Shell-Tankstelle an der Westerndorfer Straße überfallen. Dort forderte er mit einer Schusswaffe in der Hand von einem Tankstellenangestellten die Herausgabe von Bargeld. Mit einem dreistelligen Betrag in der Tasche flüchtete der Unbekannte letztlich zu Fuß.

Auch zur Frage, ob es sich bei dem Täter um den gleichen jungen Mann handelt, der am 26. Mai versucht hatte, ein Schuhgeschäft in der Rosenheimer Innenstadt zu überfallen, gibt es laut Emig „keine neuen Erkenntnisse“. Damals hatte ein junger Mann, dessen Beschreibung dem Tankstellen-Räuber ähnelt, unter vorgehaltener Schusswaffe Geld von einer Verkäuferin. Der Mann brach den Überfall allerdings plötzlich ab und flüchtete ohne Beute.

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Update 9. Juni

Bislang wenige Hinweise auf den maskierten Räuber

Rosenheim – Trotz der Veröffentlichung qualitativ hochwertiger Aufnahmen einer Videokamera, die den Täter zeigen, gibt es zum Unbekannten, der am Sonntagabend eine Tankstelle in Rosenheim überfallen hatte, noch keine hilfreichen Hinweise. „Wir haben dazu kaum Anrufe bekommen“, sagte Polizeisprecherin Carolin Hohensinn auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Wie gestern berichtet hatte am Sonntagabend um 20.56 Uhr ein junger Mann die Shell-Tankstelle an der Westerndorfer Straße betreten. Mit einer Schusswaffe in der Hand forderte er Bargeld von einem Tankstellen-Mitarbeiter. Anschließend gelang dem Täter mit einem dreistelligen Betrag die Flucht.

Die Kripo prüft Zusammenhänge zu anderem Überfall

Ob es sich bei dem Unbekannten um den selben Mann handelt, der am 26. Mai versucht hatte, ein Schuhgeschäft an der Prinzregentenstraße zu überfallen, ist weiter unklar. Dort hatte ebenfalls ein junger Mann eine Angestellte mit einer Waffe bedroht, war dann aber ohne Beute geflüchtet.

„Die Kriminalpolizei überprüft natürlich, ob es Zusammenhänge zwischen den beiden Taten gibt“, sagte Hohensinn. Erkenntnisse dazu gäbe es aber noch nicht. Bedeckt hielt sich die Polizeisprecherin unter anderem zur Frage, ob der betroffenen Verkäuferin des Schuhgeschäfts bereits die Aufnahmen vom Tankstellenraub zu vorgelegt worden sind. Hohensinn: „Dazu können wir aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.“ Auch an Spekulationen, fehlende Hinweise zum Täter könnten daher rühren, dass der Mann nicht aus der Region kommt, will sich die Polizei nicht beteiligen.

Ähnlichkeit in der Beschreibung durch Zeugen

Stattdessen hoffen die Ermittler weiterhin, über Fanhndungsfotos und der Beschreibungen durch Zeugen in beiden Fällen dem Täter oder den Tätern auf die Spur zu kommen. Der Tankstellen-Mitarbeiter beschrieb den Räuber als 20 bis 30 Jahre alt, schlank und rund 1,75 bis 1,80 Meter groß. Sein Gesicht hatte er hinter einer Sonnenbrille und hellblauen Einweg-Schutzmaske verborgen. Er trug eine dunkle Kapuzenjacke, eine dunkle Hose sowie blaue Turnschuhe mit weißer Sohle.

Lesen Sie hier:  Nach Raubüberfall in Rosenheim: Haftstrafe für Täter (24), Schmerzensgeld für junge Opfer

Im Falle des versuchten Raubüberfalls auf das Schuhgeschäft wird der Täter als rund 20 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß beschrieben. Bekleidet war er mit einem dunklen Kapuzenpulli der Marke Hollister, einer hellen Jeans und schwarz-weißen Schuhen. Hinweise zu beiden Fällen nimmt die Kripo Rosenheim unter Telefonnummer 08031/2000 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Wichtig ist der Polizei nach eigenen Aussagen zudem, dass die Verkäufer in der Region aufgrund der beiden Vorfälle nicht in Angst leben müssen. Hohensinn: „Das waren zwei Gewalttaten, die aber alles andere als alltäglich sind.“

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Update 8. Juni, 10 Uhr: 

Beute: Dreistelliger Betrag 

Der Täter, der am Sonntagabend die Shell-Tankstelle im Rosenheimer Ortsteil Westerndorf St. Peter überfallen hat, entkam mit einem höheren dreistelligen Betrag. Das teilte der Besitzer der Tankstellenbesitzer Michael Mayer auf Nachfrage der OVB Heimatzeitungen mit. 

Die Tankstelle bestehe seit 1924, das sei der zweite Überfall in dieser Zeit gewesen. Der erste, so Mayer, liegt 25 Jahre zurück: „Damals lief es allerdings noch etwas gesitteter ab. Damals wurde die Kollegin „nur“ mit einem Messer, nicht mit einer Schusswaffe bedroht“. 

Der Kollege, der Dienst hatte, habe den Überfall nach ersten Erkenntnissen „recht gut verkraftet“. Dennoch werde er, das zeige die Erfahrung, an dem Erlebnis „schon zu knappern" haben.

Maskenpflicht ein Problem

Wie Mayer den OVB Heimatzeitungen weiter berichtete, sei ein Überfall auf Tankstellen in der heutigen Zeit aufgrund der geringen Bargeldbestände „alles andere als lohnenswert“. Die Sicherheitsmaßnahmen seien zudem sehr hoch. Allerdings mache die Maskenpflicht es weitaus schwieriger: „Früher gingen Alarmglocken an, wenn einer vermummt über das Gelände gelaufen ist. Heute ist es durch die Maskenpflicht schwierig, die Situation einzuschätzen“.

Hubschrauber konnte nicht zur Suche starten

Mehrere Polizeistreifen haben nach dem Überfall nach dem Täter gefahndet – ohne Erfolg. Ein Hubschrauber zur Unterstützung konnte wetterbedingt nicht starten. „Die Kripo ermittelt in alle Richtung, überprüft aber selbstverständlich auch Parallelen zum versuchten Überfall auf ein Schuhgeschäft in Rosenheim“, sagte ein Polizeisprecher. 

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Erstmeldung 8. Juni, 9 Uhr: 

Fahndung mit Video und Fotos 

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

ROSENHEIM. Am Sonntagabend, 07.06.2020, überfiel ein bislang unbekannter Täter eine Tankstelle im Rosenheimer Ortsteil Westerndorf St. Peter. Der bewaffnete Mann flüchtete nach der Tat. Die Kripo Rosenheim übernahm umgehend die Ermittlungen und ist nun auf der Suche nach Zeugen.

Am Sonntagabend, 07.06.2020, gegen 20:56 Uhr, betrat ein bislang unbekannter Mann eine Tankstelle neben einem Autohaus in der Westerndorfer Straße in Rosenheim, Ortsteil Westerndorf St. Peter. Unter Vorhalten einer Schusswaffe zwang er den Angestellten, Bargeld herauszugeben.

Der unbekannte Täter flüchtete nach der Tat zu Fuß in Richtung Rosenheimer Innenstadt bzw. Ortsteil Mitterfeld.

Der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim übernahm umgehend die Ermittlungen. Auf Grund der Aufnahmen der Überwachungskamera kann der Täter wie folgt beschrieben werden:

Männlich, ca. 1,75 – 1,80m groß, 20 – 30 Jahre alt, dunkle, in die Stirn ragende Haare, Brille mit runden Gläsern.

Bekleidet war der Täter mit zwei übereinander liegenden, hellblauen Einweg Mund-Nasenschutz-Masken, einer dunklen Sweatjacke, einer dunklen Hose sowie blauen Turnschuhen mit weißgummierter Sohle. Er sprach Hochdeutsch.

Die Beamten sind nun auf der Suche nach Zeugen.

ZEUGENAUFRUF:

Wer hat am Sonntagabend, 07.06.2020, in der Zeit von 20:45 - 21:15 Uhr im Bereich der Westerndorfer Straße in Rosenheim die oben beschriebene Person beobachtet?

Wer kann sonst Hinweise geben, die zur Ergreifung des Täters führen können?

Sämtliche sachdienlichen Hinweise richten Sie bitte an die Kriminalpolizei Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-0 oder jeder andere Polizeidienststelle.

VORSICHT: Der Täter war bei der Tat mit einer Schusswaffe bewaffnet! Bei Antreffen des Täters oder einer verdächtigen Person verständigen Sie bitte umgehend den Notruf 110 und sprechen die Person nicht direkt an. 

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