Behinderungen im Regionalbahnverkehr

Sturmtief Sabine: Immer mehr Regionalbahnstrecken wieder frei – neue Sturmböen im Anmarsch

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Meridian, BOB und BRB schränken wegen Sturmtief Sabine den regionalen Bahnverkehr ein.
Alle Autoren
    schließen
  • Wolfgang Haserer
    Wolfgang Haserer
  • Raphaela Lohmann
    Raphaela Lohmann
  • Mathias Weinzierl
    Mathias Weinzierl
  • Hans Grundner
    Hans Grundner
  • Anna Heise
    Anna Heise
  • Moritz Kircher
    Moritz Kircher
  • Janina Sgodda
    Janina Sgodda

Sturmtief Sabine hat die Region am Montag weniger hart getroffen als prognostiziert. Dennoch kam es zu mehr als 200 Einsätzen für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Auch am Dienstag kommt es in der Region noch zu Zugausfällen. Die Schule findet am 11. Februar wieder überall statt.

+++ Wir halten Sie an dieser Stelle über die neuesten Entwicklungen zum Sturmtief Sabine auf dem Laufenden. +++

  • Bahnstrecke Rosenheim - Mühldorf wieder frei
  • Neue Sturmböen zum Wochenende erwartet
  • Behinderungen vor allem im Münchener S-Bahn-Verkehr

Update 13.50 Uhr

Strecken der Südostbayernbahn weitgehend wieder frei

Das Streckennetz der Südostbayernbahn ist einen Tag nach Sturm Sabine weitgehend wieder freigegben. Das meldet das Unternehmen. Die einzige Strecke, die weiterhin nicht befahrbar ist, ist der Abschnitt zwischen Pocking und Passau. Die Strecke Rosenheim - Mühldorf ist wieder freigegeben.

In München ist die Situation dagegen aufgrund aufkommender neuer Sturmböen und Schneefällen weiter angespannt. Der S-Bahn-Verkehr findet weiterhin nur mit Einschränkungen statt. Von Norden her ziehen in den kommenden Tagen außerdem neue Sturmböen heran.

Sturm Sabine zieht über den Chiemsee hinweg und wühlt das Wasser auf – eine Brandung wie am Meer.


Aus Sicherheitsgründen bleiben am heutigen Dienstag die Museen auf der Herreninsel im Chiemsee heute noch geschlossen. Darüber informiert die bayerische Schlösser- und Seenverwaltung.


Update 9 Uhr

Streckensperrungen bei der Südostbayernbahn

Die Südostbayernbahn meldet, dass auch am heutigen Dienstag noch einige Strecken gesperrt sind.

  • Mühldorf - Rosenheim
  • Garching - Freilassing
  • Garching - Hörpolding
  • Pocking - Passau
  • Traunstein - Waging

SEV (Schienenersatzverkehr durch Busse) wird nicht angeboten. Durch einen Stromausfall sei es der Südostbayernbahn aktuell nicht möglich die Reiseauskunft (DB Navigator) zu berichtigen.

Es finden weiterhin Erkundungsfahrten und Aufräumungsarbeiten statt. Bäume im Gleis wurden zwischen Mühldorf und Rosenheim, Pocking und Passau festgestellt.


Update 11. Februar, 7.35 Uhr

Aktuelle Behinderungen im Bahnverkehr rund um München

  • Meridian: Die Meridian-Züge zwischen München und Deisenhofen entfallen voraussichtlich noch bis mittags.
  • BOB: Streckensperrung Schaftlach – Tegernsee aufgrund eines Baums im Gleis, ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Strecke Deisenhofen – München Hbf nur eingleisig befahrbar, daher fahren nur vereinzelte BOB-Züge bis München durch. Die weiteren Züge enden in Deisenhofen. Von dort aus können Fahrgäste auf die S-Bahn nach München Ost umsteigen.
  • BRB: Streckensperrung Radersdorf – Schrobenhausen: ein Ersatzverkehr mit Taxis wird eingerichtet.
  • BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Streckensperrung Marktoberdorf - Lengenwang: Schienenersatzverkehr (SEV) mit einem Bus im Pendel ist eingerichtet.

Kurzfristige Streckensperrungen mit Zugausfällen und Verspätungen aufgrund von verminderten Fahrgeschwindigkeiten sind weiterhin möglich. Außerdem kann es vorkommen, dass es durch neue Behinderungen kommt, die durch immer noch durchziehende Sturmböen verursacht werden. In der Nacht wurden zum Beispiel in Mühldorf Windspitzen von 130 km/h gemessen.

Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über den aktuellen Stand zu informieren.

Update 21.55 Uhr

Auch am Dienstag noch kein normaler Regionalbahnverkehr

Die Regionalbahnen Merdian und BOB melden, dass sich der Verkehr auf den Strecken langsam normalisiert, nachdem Sturmtief Sabine durchgezogen ist. Die Verkehrsbehinderungen auf den Bahnstrecken werden sich aber voraussichtlich noch bis in den morgigen Dienstag hinein ziehen.

  • Meridian: Holzkirchen – Rosenheim, diese Sperrung wird bis zum Dienstagmorgen dauern. Die Verbindungen über Holzkirchen hinaus nach München Hbf entfallen voraussichtlich. Der AbschnittMünchen – Deisenhofen wird morgen erst im Laufe des Tages in Betrieb genommen werden können.
  • BOB: Deisenhofen – München Hbf, dieser Abschnitt wird voraussichtlich auch erst Dienstagmorgen freigegeben. Falls nicht, werden die Züge der BOB nach Möglichkeit im Stundentakt nach München Ost umgeleitet bzw. haben Fahrgäste die Gelegenheit, in Holzkirchen in die S-Bahn umzusteigen.
  • BRB: Aichach – Ingolstadt Bhf, hierfür gibt es derzeit noch keine Prognose zur Wiederinbetriebnahme sowie keine verfügbaren Busse für einen Ersatzverkehr.
  • BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Füssen – Buchloe und München – Geltendorf - Buchloe, hier ist zum Betriebsstart auch noch kein Zugverkehr möglich. Der Schülerverkehr zwischen Füssen und Kaufbeuren kann aufgrund der Streckensperrung und mangelnder Verfügbarkeit von Bussen leider nicht sichergestellt werden.

Welche Verbindungen morgen aufgrund der Erkundungsfahrten am frühen Morgen entfallen, können Fahrgäste unter www.meridian-bob-brb.de, in der App „Meridian BOB BRB – Info & Tickets“ sowie auch unter www.bahn.de in Erfahrung bringen. Für betroffene Strecken wird soweit möglich ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Allerdings kann es bei den Bussen zu Kapazitätsengpässen kommen, da diese morgen auch wieder für den Schülerverkehr benötigt werden.

Da der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch für heute Nacht und morgen noch eine Unwetterwarnung mit Sturmböen herausgegeben hat, sind kurzfristige Streckensperrungen mit Zugausfällen und Verspätungen aufgrund von verminderten Fahrgeschwindigkeiten weiterhin möglich und wahrscheinlich.

Update 18.25 Uhr

Überall wieder Schule

Während es auf zahlreichen Bahnstrecken auch am Dienstag noch zu Behinderungen kommen wird, findet der Schulunterricht in der Region am 11. Februar wieder regulär statt. Nach den Landkreisen Traunstein und Rosenheim meldet auch der Kreis Mühldorf, dass die Schüler morgen wieder unterrichtet werden.


Update 17.45 Uhr

Südostbayernbahn informiert über aktuelle Strecken und Sperrungen

Nachdem ein Großteil der Erkundungsfahrten durchgeführt wurde, können im Netz der Südostbayernbahn nach und nach Regionalstrecken freigegeben werden. Auf Folgenden Strecken ist der Zugverkehr wieder aufgenommen worden:

  • Mühldorf - Simbach
  • Mühldorf - Burghausen
  • Mühldorf - Salzburg
  • Mühldorf - Trostberg - Traunstein
  • Traunstein – Traunreut
  • Traunstein – Waging
  • Traunstein - Ruhpolding
  • Aschau - Prien
  • Wasserburg - Ebersberg - München

Bis in den morgigen Tag hinein kann es allerdings auch hier noch zu Teilausfällen und Verspätungen im Fahrplan kommen. Reisende werden gebeten, auf Bahn.de bzw. im DB Navigator vor Antritt die Reiseverbindung zu prüfen.

Folgende Strecken konnten aufgrund zahlreicher Bäume im Gleis noch nicht freigegeben werden:

  • Mühldorf - Passau
  • Mühldorf - Landshut
  • Mühldorf - Rosenheim

Reisende werden auch hier gebeten, auf Bahn.de bzw. im DB Navigator vor Antritt die Reiseverbindung zu prüfen. Sobald es neue Erkenntnisse gibt bzw. eine Prognose für den morgigen Betriebstag vorliegt, werden wir Sie informieren.

Update 16.45 Uhr

Im Landkreis Rosenheim und Traunstein wieder Schule am Dienstag

Das Rosenheimer Schulamt meldet, dass im Landkreis Rosenheim am Dienstag, 11. Februar, wieder flächendeckend Schulunterricht stattfindet. Auch im Landkreis Traunstein soll der Schulunterricht am Dienstag wieder wie gewohnt stattfinden. Eine Entscheidung steht diesbezüglich im Landkreis Mühldorf noch aus.

Die Polizei Waldkraiburg hat indes eine Bilanz zum Sturmtief Sabine gezogen. Nur vereinzelt sei es zu Schäden und Störungen gekommen. So hatte es ein Gartenhaus aus Kunststoff auf die Daimlerstraße in Waldkraiburg geweht. Die Feuerwehr Wang musste sich um ein umher gewehtes Trampolin kümmern. Die Feuerwehr Taufkirchen musste auf der Staatsstraße 2360 zwischen Taufkirchen und Waldhausen Bäume beseitigen, die auf die Straße gefallen waren.

Upddate 15.25 Uhr

230 Einsätze für die Polizei – Bahnverkehr noch immer mit Behinderungen

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zählte in seinem Zutändigkeitsbereich am heutigen Montag 230 Sturmeinsätze.

Erfreuliche Bilanz: Meldungen über Verletzte gibt es bislang in der Region nicht

Die Integrierte Leitstelle Traunstein (ILS) verzeichnete bis Mittag für den Landkreis Mühldorf knapp 70 Einsätze. „Damit war Mühldorf führend im Vergleich zu den anderen Landkreisen in unserem Zuständigkeitsgebiet“, sagte der Schichtleiter auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Die ILS ist neben Mühldorf noch für die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land und Traunstein zuständig.

Am frühen Nachmittag ging dann auch im Landkreis Mühldorf die Zahl der Notrufe und Meldungen rapide zurück. Das Fazit des Schichtleiters: „Im Vergleich zu anderen Regionen Bayerns sind wir glimpflich davon gekommen.“

Die Deutsche Bahn und die Regionalbahnbetreiber führen in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich aktuell zahlreiche Erkundungsfahrten durch. Schritt für Schritt werden befahrbare Strecken wieder freigegeben. Die Unternehmen melden aber, dass es auf zahlreichen Strecken noch zu Behinderungen kommt.


Update um 14.15 Uhr

Landkreis Traunstein kommt vorerst glimpflich davon

Der Landkreis Traunstein verzeichnet bisher geringere Sturmschäden als erwartet. Gegen 9 Uhr erreichte „Sabine“ den nördlichen Landkreis Traunstein und fegte einige Bäume um. Nach und nach wurden Feuerwehren alarmiert um umgestürzte Bäume von den Straßen zu beseitigen.

Auf der Staatsstraße 2093 zwischen Altenmarkt und Truchtlaching waren die Feuerwehren der beiden Orte im Einsatz, um einen umgeknickten Baum von der Straße zu räumen.

Die Feuerwehren aus Thambach und Hörbering wurde gegen ca. 9 Uhr auf die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hofthambach auf Höhe Lehmbach (Neumarkt St. Veit) alarmiert. Dort hatte eine Windböe einen beladenen Lastwagen umgeworfen.

Bei Thambach hat der Sturm einen Lastwagen umgeworfen.

Der Fahrer konnte sich selbständig aus dem Führerhaus befreien und blieb unverletzt. Die Straße blieb bis zur Bergung des Lasters durch eine Spezialfirma für den Verkehr passierbar, danach wurde diese gesperrt. Die Feuerwehr aus Thambach sicherte die Unfallstelle ab.

Update um 13.40 Uhr

Erste Bahnstrecken werden wieder bedient

Die Regionalbahnen Merdidian, BOB und BRB nehmen Linienbetrieb wieder auf. Im einzelnen stellt sich die Lage momentan wie folgt dar:

  • Meridian: Auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurde durch einen umstürzenden Baum die Oberleitung abgerissen. Daher ist auf diesem Abschnitt weiterhin kein Zugverkehr möglich. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Die Busse fahren im Pendel ohne festen Fahrplan, da auch auf den Straßen mit Sperrungen und Verzögerungen gerechnet werden muss. Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München wird der Zugbetrieb wieder aufgenommen. Der erste Meridian ab Salzburg startet dort um 13:13 Uhr, in Kufstein um 13:02 Uhr. Fahrgäste aus Kufstein müssen dann in Rosenheim in den Salzburger-Zug zur Weiterfahrt nach München umsteigen.
  • BOB: Die Strecke Holzkirchen – München ist nach wie vor gesperrt. Erkundungsfahrten im Oberland finden wieder ab 13:00 Uhr statt. Danach wird entschieden, ob der Betrieb auf den Strecken Bayrischzell/Lenggries/Tegernsee – Holzkirchen wieder starten kann.
  • BRB: Die Strecken Schongau – Weilheim sowie Augsburg – Ingolstadt sind ebenfalls wegen Bäumen im Gleis weiterhin gesperrt. Die Züge zwischen Eichstätt Bahnhof und Eichstätt Stadt fahren.

Update um 12.55 Uhr

Erste Bilanz der Sturmschäden in der Region

In einer ersten Zusammenschau der Sturmschäden sieht es danach aus, als sei die Region glimpflicher davon gekommen, als in manchen Wettermodellen prognostiziert worden war.

Gegen 8 Uhr wurde die Feuerwehr Waldkraiburg zur Staatsstraße 2352 gerufen, wo auf Höhe des Ortsteils Föhrenwinkels zwei Bäume auf die Fahrbahn gefallen waren. Zwei Autos waren vorübergehend eingeschlossen.

Anhaltende Sturmböen in Oberbayern und im bayerischen Voralpenland führen zu etlichen Störungen im bayerischen Streckennetz. "Insbesondere umgestürzte Bäume in Oberleitungen und auf Schienen blockieren an aktuell mehr als 20 Stellen weiterhin einen sicheren Bahnbetrieb", heißt es in einer Pressemitteilung der Bahn. Aufgrund des anhaltenden Sturms ist ein risikofreies Arbeiten in Waldgebieten allerdings nicht überall möglich, weshalb sich die Freigabe einzelner Strecken noch weiter verzögern kann.

In Töging am Inn hat Sturmtief Sabine das Flachdach eines Hauses teilweise abgedeckt. Die Dachverkleidung stürzte teilweise vor dem Wohnblock direkt vor einer Eingangstür zu Boden. Verletzt wurde dabei niemand. Die Feuerwehr musste ausrücken, um das beschädigte Dach zu sichern.

In Töging am Inn deckte Sturm Sabine das Dach eines Wohnblocks ab.

Am Vormittag kam es aufgrund umgestürzter Bäume zu zwei Verkehrsunfällen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Dorfen. Ein Unfall ereignete sich im Gemeindebereich Steinkirchen, hier traf ein umgestürzter Baum das Fahrzeug eines 58-jährigen aus dem Landkreis Bad Reichenhall. Er wurde dabei nicht verletzt. Ein weiterer Unfall ereignete sich im Gemeindebereich Lengdorf. Auch hier traf ein umgestürzter Baum die Windschutzscheibe eines fahrenden Fahrzeugs. Der Fahrer, ein 36-jähriger aus dem Landkreis Neuötting, wurde bei dem Verkehrsunfall nicht verletzt.

Ansonsten sorgte „Sabine“ für mehrere Einsätze aufgrund umgestürzter Bäume und größerer Äste, die auf der Fahrbahn oder dem Gehweg lagen. Hierdurch kam es aber zu keinen weiteren Personen- oder Sachschäden.

Wegen Sturmtief Sabine ruft Forstministerin Michaela Kaniber die Bevölkerung auf, alle Wälder und Bäume wo immer es geht zu meiden. „Bei den aktuellen Windstärken können selbst stabil verwurzelte Bäume unvermittelt umfallen oder große Äste verlieren. Gehen oder fahren Sie nicht durch Wälder und halten Sie sich nicht unter Bäumen auf!“, sagte die Ministerin.

Bei Waldkraiburg sind zwei Bäume auf die Staatsstraße 2352 gefallen und haben Autos blockiert.

Laut den Meteorologen soll bis einschließlich Dienstag das stürmische Wetter mit Orkanböen in Bayern anhalten. Starker bis stürmischer Wind ist auch danach noch zu erwarten. Das Ministerium empfiehlt, auch nach Abklingen der Stürme auf Waldbesuche einige Tage zu verzichten, weil die von Bäumen ausgehende Gefahr nach Stürmen dieser Stärke länger anhält.

Update um 12.40 Uhr

Wenige Pendler stranden am Rosenheimer Bahnhof

Stillstand statt Pendlerströme: Wo an Werktagen Heerscharen von Menschen in Züge in Richtung München, Mühldorf, Salzburg oder Kufstein steigen, herrschte am Montag den ganzen Morgen und Vormittag über ungewohnte Ruhe. Da sämtlicher Zugverkehr wegen des Sturmtiefs „Sabine“ nach wie vor eingestellt ist, geht momentan auf den Bahnstrecken zwischen Mühldorf, Rosenheim, Kufstein, München und Salzburg nichts.

„Die meisten Leute wussten offenbar Bescheid und sind erst gar nicht zum Bahnhof gekommen“, hieß es an der Information in der Wartehalle. Einige Reisende hätten es aber doch nicht mitbekommen und seien überrascht gewesen.

Früh am Bahnhof war Nadine Jonek, die berufsbedingt nach München pendelt. „Ich dachte, ich probiere es einfach mal, aber leider ging gar kein Zug“, sagte sie im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Sie sei darüber schon etwas verwundert gewesen, da am Morgen und frühen Vormittag

noch gutes Wetter

geherrscht habe. „Mir wurde gesagt, dass immer wieder Erkundungsfahrten gemacht werden. Es ist auf der Strecke wohl doch ziemlich heftig“, so Jonek.

Der Bahnhof in Rosenheim ist komplett verwaist, während Sturmtief Sabine sich auf die Region zubewegt.

Franz Eitzinger aus Rosenheim ging davon aus, dass in der Früh tatsächlich gar nichts geht. Er arbeitet als Werkstundet bei Rohde & Schwarz in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs und kam erst gegen halb zehn zum Bahnhof. „Es hatte geheißen, dass ab zehn Uhr wieder Züge verkehren würden. Jetzt habe ich festgestellt, dass mindestens bis zwölf Uhr der Zugverkehr eingestellt ist. Da lohnt es sich für mich schon fast nicht mehr, überhaupt noch zu fahren“, sagte Eitzinger.

Laut aktuelle Meldung von Meridian, BOB und BRB stehen die Bahnen im Regionalverkehr noch bis mindestens 14 Uhr still.

Update 11.55 Uhr

Ast auf der Straße: Wie verhalten sich Autofahrer richtig?

Während draußen der Sturm tobt, toben im Internet die Diskussionen. Und zwar über einen Post, der Autofahrer dazu auffordert, selbst Hand anzulegen und Äste von der Straße zu ziehen, statt gleich die Feuerwehr zu rufen. Die einen stimmen zu, die anderen wollen sich nicht selbst in Gefahr bringen. Tipps zum richtigen Verhalten bei Sturm geben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie der Rosenheimer Kreisbrandrat Richard Schrank.


Update 11 Uhr

Ausflugsziele auf dem Chiemsee geschlossen - Schiffe fahren, so lange es geht

Aufgrund des Sturmtiefs Sabine bleibe auf der Herreninsel im Chiemsee das Neue Schloss sowie das Augustiner Chorherrenstift heute für Besucher geschlossen. Das teilt die Schlösserverwaltung mit. Die Gefahr durch abbrechende Kronenteile von Bäumen und herabfallende Dachziegel oder Bauteile veranlassen die Schloss- und Gartenverwaltung den Museumsbetrieb einzustellen. Die Schlosswirtschaft bleibt heute ebenfalls geschlossen. Auch die Einrichtungen auf der Fraueninsel schließen.

Die Chiemsee-Schifffahrt ist aktuell noch nicht eingestellt. Das teilt das Unternehmen auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mit. Man wolle den Fährbetrieb so lange aufrecht erhalten, wie es die Wetterlage zulasse. Sollte der Wellengang auf dem Chiemsee allerdings zu hoch werden, müsse man die Schifffahrt einstellen.


Update 10.35 Uhr

Bahnen stehen bis mindestens 14 Uhr still

Die ersten Erkundungsfahrten auf den Strecken von Meridian, BOB und BRB führten zu teilweise ernüchternden Ergebnissen. Das teilen die Unternehmen in einer Presseerklärung mit.

Meridian: Der Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und München ist wegen Bäumen im Gleis derzeit gesperrt. Die Räumung dauert mindestens fünf Stunden. Auch auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurden Bäume im Gleisbereich gefunden.

BOB: Der Streckenabschnitt zwischen Holzkirchen und München ist ebenfalls wegen Bäumen an mehreren Stellen im Gleis gesperrt.

BRB: Auch hier Sturmschäden auf mehren Abschnitten. Der Zugverkehr Eichstätt Bahnhof – Eichstätt Stadt konnte jedoch wieder aufgenommen werden.

Ostallgäu-Lechfeld-Bahn: Kurz hinter Füssen sind ebenfalls Bäume ins Gleis gestürzt.

Aufgrund der zahlreichen Hindernisse auf den Strecken sei eine Aufnahme des Bahnverkehrs bis mindestens 14 Uhr nicht möglich, teilen die Regionalbahnunternehmen mit. Zuerst sollen die Hauptstrecken in Betrieb gehen.

Bernhard Vietze, Feuerwehrkommandant Waldkraiburg, meldet um 9.45 Uhr sieben Einsätze (seit 8 Uhr), vorwiegend wegen umgestürzten Bäumen. Der spektakulärste Fall ereignete sich auf der Staatsstraße 2352 (von Waldkraiburg nach Mühldorf). Auf Höhe des Ortsteils Föhrenwinkel stürzte ein Baum auf die Fahrbahn.

Gegen 8 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und schnitt die Fahrbahn wieder frei. Vietze: „Mehrere Autos waren eingeschlossen. Es gab keine Personen- oder Fahrzeugschäden.“ Der Berufsverkehr zwischen den beiden Städten nahm vorübergehend den Umweg über Rausching und Pürten. In der Daimlerstraße in Waldkraiburg hat sich am Morgen ein Gartenhäuschen selbstständig gemacht.

Am Sonntagabend kursierte zeitweise das Gerücht, der Landkreis Rosenheim habe aufgrund des Sturm den Katastrophenfall ausgelöst. Das war nicht der Fall. „Davon sind wir weit entfernt“, stellt Michael Fischer, Sprecher des Landkreises Rosenheim klar. „Die Einsatzkräfte haben die Situation gut im Griff, so dass es kein spezielles Einsatzszenario braucht.“ Eine entsprechende Meldung der Heimatzeitung war falsch.


Update 9.45 Uhr

Bahnbetrieb ab 10 Uhr noch unklar - Skigebiete geschlossen

Meridian, BOB und BRB führen derzeit Erkundungsfahrten auf ihrem Streckennetz durch, um sich ein Bild von den möglichen Sturmschäden zu machen. Bis 10 Uhr sollen diese abgeschlossen sein. Danach wollen die Regionalbahnunternehmen bekannt geben, ob und wann der Schienenverkehr aufgenommen werden kann. Auch welche Strecken als erstes in Betrieb gehen, wollen die Unternehmen dann mitteilen.

Im Landkreis Mühldorf hat der Sturm am Vormittag bei Töging ein Dach abgedeckt. Bei Neumarkt-St. Veit ist nach OVB-Informationen ein Lastwagen umgestürzt. In einzelnen Schulen im Landkreis Mühldorf sind manche Kinder trotz des Seit Sonntagabend angekündigten Schulausfalls zum Unterricht erschienen. Die Schulen haben vor Ort eine Betreuung sichergestellt.

Betroffen vom Sturm sind auch die Skigebiete in der Region. Die Steinplatte schließt am heutigen Montag ihre Lifte komplett. Am Sudelfeld sollen nur vereinzelte Lifte im Talbereich im Betrieb sein.

Während der Sturm allmählich im Landkreis Mühldorf ankommt, ist die Lage im Kreis Rosenheim noch relativ ruhig. Kreisbrandrat Richard Schrank: „Bislang sind die Feuerwehren im Landkreis aufgrund des Sturms rund zehn Mal ausgerückt, weil beispielsweise kleinere Äste auf den Straßen lagen.“ Wie hart das Sturmtief Sabine den Landkreis treffen wird, ist „schwierig zu sagen“. Schrank: „Die Warnungen sind oftmals sehr hoch gestochen – passieren tut dann oft aber sehr wenig.“ Die Feuerwehren im Landkreis sind laut Schrank gut gerüstet, aber keinesfalls „in Panik“.


Update 9.20 Uhr

Stadt Rosenheim schließt Parks wegen Sturm

Das Sturmtief „Sabine“ zwingt auch die Stadt Rosenheim zu Vorsichtsmaßnahmen: Wegen der angekündigten Orkanböen werden ab sofort die städtischen Grünanlagen Luitpoldpark, Salingarten und Riedergarten sowie die Friedhöfe Rosenheim, Aising und Fürstätt bis auf Weiteres gesperrt.

Damit soll die Bevölkerung vor möglichen Windbruchgefahren geschützt werden. Die Stadtverwaltung bittet für diese präventive Maßnahme um Verständnis.


Update 9.10 Uhr

Sturm Sabine erreicht den Landkreis Mühldorf

Während es in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein noch relativ ruhig ist, erreicht der Sturm in diesem Moment von Norden her den Landkreis Mühldorf. Es gibt erste Meldungen von umgestürzten Bäumen bei Erharting. Einzelne Böen sollen Spitzengeschwindigkeiten von knapp 130 km/h erreichen.


Update 10. Februar, 6.55 Uhr

Regionalbahnbetrieb startet erst um 10 Uhr

Meridian, BOB und BRB wollten den Zugverkehr eigentlich um 8 Uhr aufnehmen. Nun melden die Unternehmen eine Verschiebung nach hinten. Da der Höhepunkt von Sturm Sabine erst im Lauf des Vormittags erwartet wird, startet der Fahrgastbetrieb nicht vor 10 Uhr.


Update 10. Februar, 6.30 Uhr

Sturm erreicht den süddeutschen Raum

Der Sturm hat sich in der Nacht wie erwartet von Nord- nach Süddeutschland verlagert. In München wurden Sturmböen von knapp über 100 Stundenkilometern gemessen. Für die Landkreise Rosenheim, Mühldorf und Traunstein hat der Deutsche Wetterdienst eine Sturmwarnung der Stufe 3 von 4 herausgegeben. Es treten oberhalb 1500 Metern Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h und 120 km/h auf. In exponierten Lagen muss mit extremen Orkanböen bis 140 km/h gerechnet werden.

Stand 5.30 Uhr ist noch kein Schaden im 6000 Kilometer langen Schienennetz der Bahn gemeldet. Die S-Bahn München ist zu Betriebsbeginn mit Einschränkungen gestartet. Alle anderern Verkehrsunternehmen haben ihren Fahrbetrieb vorsorglich eingestellt. Das meldet die Deutsche Bahn. Je nach Lage des Orkans wird im Laufe des Vormittags der Verkehr wieder aufgenommen.

Die Internetseite von Meridian, BOB und BRB ist aktuell nur eingeschränkt erreichbar, da offenbar zu viele Zugriffe erfolgen.

Die Nacht ist in der Region relativ ruhig verlaufen. Am Morgen liegen noch keine Meldungen von Unwetterschäden vor.


Update 10. Februar, 0.45 Uhr

Regionalbahnen richten Fahrplan auf Sturmtief Sabine aus

Die Regionalbahnen Merdian, BOB und BRB haben angekündigt, den Bahnverkehr aufgrund von Sturmtief Sabine einzuschränken. Die Strecken sollen ab 8 Uhr stündlich bedient werden. Das allerdings in Abhängigkeit, wie stark der Sturm die Region trifft. Die Wetterlage und die Strecken sollen am Montagmorgen überprüft werden. Vom Ergebnis hänge ab, wann der Bahnverkehr aufgenommen werden könne, wie die Regionalbahnen in einem Facebookpost schreiben.

Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt zu informieren, ob der geplante Zug fährt. Aktuelle Informationen finden Sie dazu auch hier auf OVB-Online.


Update 9. Februar, 23.30 Uhr

Meridian, BOB und BRB schränken regionalen Bahnverkehr ein

Wie Meridian, BOB und BRB am Abend melden, wird Sturmtief Sabine auchAuswirkungen auf den regionalen Bahnverkehr in Südostbayern haben. "Sturmtief Sabine führt zu massiven Einschränkungen bei Meridian, BOB und BRB", schreiben die Unternehmen auf ihrer gemeinsamen Homepage.

Die Regionalbahnen rechnen damit, dass die schwersten Ausläufer von Sturmtief Sabine die Region genau zum Betriebsstart am Montag, 10. Januar, treffen werden. Geplant sei daher, dass der Betrieb auf allen Strecken erst um 8 Uhr aufgenommen werden soll. Die Strecken sollen dann im Stundentakt bedient werden.


Update 9. Februar, 22.45 Uhr

Bahn stellt Fernverkehr ein - Sturmtief Sabine trifft Region in den Morgenstunden

Sturmtief Sabine zieht von Nord nach Süd über Deutschland hinweg. Den Süden Bayerns werden die Sturmböen in Deutschland als letztes treffen. Aktuelle Wetterprognosen gehen davon aus, dass die stärksten Windgeschwindigkeiten die Region in den Morgenstunden am Montag, 10. Februar, treffen.

Sturmtief "Sabine" hat im Norden Deutschlands bereits am Sonntagabend Bäume entwurzelt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung für das gesamte Bundesgebiet herausgegeben. Flächendeckend gilt die Unwetterwarnstufe 3 von 4. Das bedeutet schwere Sturmböen und orankanrtige Böen mit bis zu 120 km/h und starker Regen. Für einzelne Höhenlagen am Alpenrand hat der DWD sogar die Unwetterwarnstufe 4 herausgegeben. Das bedeutet, dass es zu Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h kommen kann.

Die Bahn hat mittlerweile gemeldet, dass sie den Fernverkehr bis mindestens Montag, 10. Februar, 10 Uhr einstellt. "Erst nach Schadaufnahme im Rahmen von Erkundungsfahrten und erforderlichen Reparaturarbeiten werden ab voraussichtlich 10 Uhr die Strecken für den Fernverkehr sukzessive wieder freigegeben", heißt es auf der Website der Bahn. Wie die Regionalbahnen BOB und Meridian auf den Sturm reagieren, ist aktuell noch nicht bekannt.

Die Erstmeldung zum Unterrichtsausfall in der Region

Rosenheim / Mühldorf / Traunstein - Die Behörden haben darauf reagiert, dass in der Nacht auf Montag, 10. Februar, Sturmtief Sabine mit starken Orkanböen auch über die Landkreise Rosenheim, Mühldorf und Traunstein hinweg fegt. In allen drei Kreisen fällt der Schulunterricht aus.

Sturmtief Sabine sorgt am Montag, 10. Februar, in der ganzen Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein für leere Klassenzimmer.

"Sturmfrei" haben außerdem die Schüler in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Ebersberg und zahlreiche weitere Landkreise in Bayern. Hier gibt es eine Übersicht über alle betroffenen Regionen und Unterrichtsausfälle.

Sturmtief Sabine rückt näher und bringt orkanartige Böen mit. Mit bis zu 120 km/h drohen sie über Bayern zu fegen. Selbst die Deutsche Bahn warnt - und bittet Reisende, wenn möglich, ihre Fahrten zu verschieben.

Weitere Informationen zum Deutschland-Wetter finden Sie in unserem Ticker.

Betroffen vom Sturmtief ist auch der Deutsche Wetterdienst selbst. Die Internetpräsenz des DWD ist zwischenzeitlich aufgrund der hohen Zahl der Anfragen nicht erreichbar.

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare