Zündsatz in Haidbichl explodiert: Anwohner sehen mutmaßlichen Täter wegfahren

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An der Bushaltestelle in Haidbichl entstand durch die Explosion eines selbst gebastelten Zündsatzes Sachschaden. 
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An der Bushaltestelle in Haidbichl entstand durch die Explosion eines selbst gebastelten Zündsatzes Sachschaden. 
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    vonRosi Gantner
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Ein gewaltiger Knall riss in der Nacht auf Mittwoch die Menschen im kleinen Weiler Haidbichl (Gemeinde Prutting) aus dem Schlaf: Dort war im Bushäuschen an der Staatsstraße Richtung Vogtareuth ein selbst gebastelter Zündsatz detoniert.

Update 17.40 Uhr

Erst der Knall, dann sehen Anwohner ein Auto davonfahren

Anwohner, aufgeschreckt durch den Knall, machten sich sogleich auf die Suche nach der Ursache – und entdeckten die Schäden am Haltepunkt. „Ich bin durch den Krach aufgewacht und zusammen mit meinem Nachbarn sofort zum Bushäusl gelaufen, um nachzusehen, was dort los ist“, schildert Landwirt Josef Tippl die Geschehnisse in dieser Nacht.

Dort: ein Bild der Verwüstung. Splitter, Dreck, der zerstörte Mülleimer und Bretter, die aus der Verankerung gerissen worden waren. Die Nachbarn alarmierten die Polizei, die nun untersucht, ob es sich um einen Streich handelt oder ob mehr hinter dem Vorfall steckt.

„Einfache Silvesterknaller waren es zumindest nicht“, ist Landwirt Tippl überzeugt. „Dazu war die Sprengung zu gach.“ Zumal Tippl und sein Nachbar auf dem Weg zum Bushäuschen noch ein Auto wegfahren haben sehen. Erst einen Feldweg in Richtung Hofstätter See entlang, dann weiter auf die Staatsstraße Richtung Rosenheim. „Leider haben wir nicht mehr als die Rücklichter erkennen können“, bedauert Tippl.

Update 12.30 Uhr

Teile des Wartehäuschens durch Explosion beschädigt

Die Polizei hat nun eine Pressemeldung herausgegeben, in der von einem "selbst gebastelten Zündsatz" die Rede ist. Ob es sich tatsächlich um eine Rohrbombe handelte, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Eine Polizeistreife, die von Anwohnern am späten Dienstagabend nach der Detonation alarmiert worden war, stellte fest, dass der Zündsatz im fest montierten Mülleimer an der Bushaltestelle detoniert ist.

Der Mülleimer und Teile des Wartehäuschens seien durch die Explosion beschädigt worden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 1000 Euro. Verletzt wurde offenbar niemand.

Update 11.58 Uhr

Polizei zieht Sprengstoffexperten vom LKA zu Rate

Laut Polizeiangaben handelte es sich um einen selbstgebastelten Zündatz, der im Mülleimer am Buswartehäuschen angebracht war. Zur Tatzeit fand kein Busverkehr mehr statt. Den Schaden schätzt die Polizei auf einige hundert Euro.

Die Ermittlungen dauern an. Die Kripo Rosenheim zieht Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes aus München hinzu. Unter anderem muss geklärt werden, ob es sich um einen Jugendstreich gehandelt hat, oder ob die Explosion einen anderen Hintergrund hatte.

Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden unter 08031-2000.

Die Erstmeldung von 11.50 Uhr

Prutting/Haidbichl – Herausgerissene Bretter, Splitter und Dreck zeugen noch von der Explosion, die sich in der Nacht gegen 22.45 Uhr in dem Wartehäuschen zugetragen hatte.

Anwohner, aufgeschreckt durch den Knall, machten sich sogleich auf die Suche – und entdeckten die Schäden am Haltepunkt. Sie verständigten die Polizei Rosenheim, die auf Anfrage unserer Zeitung die Detonation einer Rohrbombe bestätigte.

Die Ermittlungen dazu dauern an. Mittwochvormittag war die Kripo Rosenheim mit einem Ermittlerteam vor Ort und befragte zudem Anwohner und mögliche Zeugen.

+++ Über die Hintergründe der Tat und das Ausmaß der Explosion sind noch keine Details bekannt. Wir berichten, sobald neue Informationen vorliegen. +++

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