Rekord bei Masernfällen

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Erkrankungszahl auf höchstem Stand seit 2001 München – Die Zahl der Masern-Erkrankungen hat in Bayern im vergangenen Jahr mit 787 Fällen den höchsten Stand seit 2002 erreicht.

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) gestern weiter mitteilte, wurden rund 90 Prozent der Fälle in Oberbayern erfasst, davon allein 306 im Stadtgebiet München. 2012 gab es in ganz Bayern lediglich 70 Masern-Fälle. Somit handelt es sich um einen Anstieg um mehr als das Zehnfache.

Der erneute Anstieg der Masern-Quote habe sich zwar bereits angekündigt, sei dennoch „relativ extrem“, sagte Kathrin Heydebreck, Referentin der TK. Zur Frage einer Impfpflicht sagte Heydebreck, dies sei nicht die Lösung des Problems. Entscheidend sei eine umfassende Aufklärung, vor allem der Eltern. Sogenannte „Masern-Partys“, bei denen Kinder absichtlich einer Ansteckung ausgesetzt werden, seien hingegen lebensgefährlich und unverantwortlich.

Masern sind eine hochansteckende fieberhafte Viruserkrankung, in deren Folge bakterielle Lungen- oder Mittelohrentzündungen, Durchfallerkrankungen aber auch Infektionen von Luftröhre oder Kehlkopf ausgelöst werden können. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt die erste Standardimpfung mit einem MMR-Impfstoff (Masern-Mumps-Röteln) bei Kleinkindern im Alter von elf bis 14 Monaten. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres sollte auch die zweite MMR-Impfung erfolgt sein. Versäumte Impfungen sollten so rasch wie möglich nachgeholt werden. mm/lby

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