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Feuerwehren vermelden Einsatzmarathon

Gutachter gibt Entwarnung nach Unwetter: Halfinger Kirchturm beschädigt, aber nicht einsturzgefährdet

Ein Riss ist nach einem Unwetter kurz unterhalb vom Dach des Kirchturms zu sehen. Statiker müssen nun überprüfen, ob der Turm einsturzgefährdet ist. Ein heftiges Unwetter ist kurz zuvor über die Region gezogen.
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Ein Riss ist nach einem Unwetter kurz unterhalb vom Dach des Kirchturms zu sehen. Statiker müssen nun überprüfen, ob der Turm einsturzgefährdet ist. Ein heftiges Unwetter ist kurz zuvor über die Region gezogen.
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Region - Am Mittwochmittag (28. Juli) traf die Region ein massives Unwetter. Für den Landkreis Berchtesgadener Land konnte schnell Entwarnung gegeben werden. In der übrigen Region kam es zu massiven Schäden. Schwerpunkt war nach ersten Einschätzungen die Region zwischen Wasserburg und Chiemsee.

Service

Update, 21.33 Uhr - Halfinger Kirchturm nicht einsturzgefährdet

Es gibt Entwarnung beim Kirchturm in Halfing. Er ist nicht einsturzgefährdet.

Das hat die Begutachtung des Fachstatikers am Abend ergeben. Die Kirchturmspitze wurde von innen gesichert. Absturzgefahr besteht allerdings bei den Zinnen an den vier Seiten unterhalb der Kirchturmspitze. Um die Gefahr zu beseitigen, werden die vier kleineren Spitzen über Nacht abgetragen. Ein entsprechender Kran für die Arbeiten wurde bereits organisiert. Der bisher gesperrte Bereich im Ortskern von Halfing wurde verkleinert. Aktuell ist nur noch der Bereich zwischen Raiffeisenbank und Feuerwehrhaus gesperrt.

Aufgrund dieser Einschätzung ist auch eine weitere Evakuierung der rund 200 Bewohner der anliegenden Häuser nicht nötig. Bereits im Vorfeld war aus Sicherheitsgründen ein nahegelegenes Hotel mit rund 50 Personen geräumt worden.

Der Krisenstab hat die Einsatzstelle jetzt wieder an die örtliche Feuerwehr übergeben, die den weiteren Einsatz koordinieren wird. Ein schweres Unwetter mit Starkregen, Hagel und orkanartigem Sturm hatte heute im nordöstlichen Bereich des Landkreises Rosenheim für eine Vielzahl an Einsätzen und Schäden gesorgt. Die Einsatzschwerpunkte lagen in den Gemeinden Halfing, Amerang, Höslwang und Söchtenau. Es liefen Keller voll, Dächer wurden beschädigt und umgefallene Bäume blockierten Straßen.

Pressemeldung LRA Rosenheim

Update 20.05 Uhr - Fachstatiker begutachtet Halfinger Kirchturm

Im oberen Drittel seht Ihr einen leichten Knick nach rechts. Dieser Knick und der komplette Kirchturm werden nun von dem Fachstatiker begutachtet.

Aktuell begutachtet der Fachstatiker noch immer den Kirchturm in Halfing. Dieser war bei dem heftigen Unwetter am Mittwochmittag beschädigt worden.

Update, 19.46 Uhr - Massive Schäden in Halfing

In Halfing hat das Unwetter am Mittwoch große Zerstörung angerichtet. Wie ein Anwohner OVB24 gegenüber berichtet, wurde dort eine hundertjährige Linde zerstört, außerdem sei das Dach des Pfarrhauses quasi am Stück abgedeckt worden sein. Zudem sei auch die Sporthalle voll Wasser gelaufen.

In Halfing hat das Unwetter vieles zerstört

Update, 19 Uhr - Video zeigt Ausmaß des Regens in Obing

Update, 18.45 Uhr - Haushalte im schwer erschütterten Halfing ohne Strom

Rund 100 Haushalte in der stark von dem Unwetter betroffenen Gemeinde Halfing sind derzeit ohne Strom. Im Bereich des Kirchturms in Halfing wurde das Hotel mit rund 50 Personen inzwischen geräumt. Der Fachstatiker ist bereits vor Ort. Aktuell ist ein Hubleiterfahrzeug der Berufsfeuerwehr München auf dem Weg nach Halfing. Der Arm des Hubfahrzeuges kann bis auf rund 50 Meter ausgefahren werden und soll dem Fachstatiker eine möglichst genaue Beurteilung des beschädigten Kirchturms von außen ermöglichen.     

Auch eine Abendveranstaltung auf Gut Immling wird heute Abend nicht stattfinden, da der zweite Rettungsweg durch umgestürzte Bäume versperrt ist. 

Schäden an der Brauerei Rothmoos in Halfing

Update, 18.32 Uhr - War es ein Tornado, der über Obing hinwegfegte? Wetterexperte klärt auf

Zwischenzeitlich erreichten die Redaktion Anfragen zu einem mutmaßlichen Tornado, der im Bereich um Obing für blanke Verwüstung sorgte. In diesem Zusammenhang wurde eine Anfrage an den Wetterexperten Schorsch Nieder von Der Himmel im Südosten gestellt. Angesichts der Fallmuster der Bäume und des aus verschiedenen Videos erkennbarem kurzen Starkregens sei ein Tornado äußerst unwahrscheinlich erklärt Nieder. Hinzu komme, dass ein Tornado zwar eine Schneise der extremen Zerstörung reißen würde, welche aber nur maximal wenige 100 Meter breit wäre.

In Obing hingegen ist die Ausdehnung erheblich weiter und auch die gleiche Fallrichtung der Bäume spricht für einen Downburst. Daraus schließt Nieder, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ebensolchen handelte. Dabei werden Wassermassen zum Boden hinab stark beschleunigt und können so Schäden in einem Ausmaß anrichten, das dem eines Tornados nahe kommen kann. Um die Art des Unwetters genau bewerten zu können, müsse aber zunächst noch weiteres Material gesichtet werden, so Nieder.

Spur der Verwüstung bei Obing

Update, 18.07 Uhr - Wassermassen fluten Trostberg

Wie diese Videos zeigen, haben enorme Wassermassen auch in Trostberg gewütet und regelrechte Flüsse in der Innenstadt hervorgerufen.

Eine umgestürzter Baum versperrte zudem die Straße bei Deisenham kurz vor Trostberg.

Ein Baum fiel bei Trostberg auf die Straße

Update, 18 Uhr - Tiefgarage in Halfing wird Opfer des Unwetters

Eine Tiefgarage in Halfing ist komplett geflutet worden und musste von den Feuerwehren vor Ort ausgepumpt werden. Dieses Bild zeigt die Zustände in der Tiefgarage.

Hagel in einer Halfinger Tiefgarage

Auch entwurzelte Bäume liege in Halfing zu Hauf an Straßenrand.

Der Sturm hat die Bäume regelrecht herausgerissen

Update, 17.47 Uhr - Ortsdurchfahrt Halfing komplett gesperrt

Wegen des starken Unwetters, vor allem im Gemeindebereich Halfing und Umgebung, musste die Ortsdurchfahrt von Halfing komplett gesperrt werden. Betroffen davon sind die St 2360, die St 2092 von Bad Endorf kommend, die St 2092 von Wasserburg am Inn kommend sowie die St 2079 von Schonstett kommend.

In diesem Bereich hat das Unwetter zahlreiche Schäden hinterlassen. Unter anderem muss die Standfestigkeit eines Wohnhauses, das sich in unmittelbarer Straßennähe befindet, untersucht werden. Daneben wurde der Kirchturm der Gemeinde Halfing stark beschädigt und muss, wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, von einem Fachstatiker beurteilt werden.

Derzeit ist noch nicht absehbar, wie lange die Ortsdurchfahrt der Gemeinde Halfing gesperrt bleiben muss. Ortskundige werden gebeten, den Bereich, wenn möglich, großräumig zu umfahren.

Die Aufräumarbeiten auf der Staatsstraße 2359 konnten unterdessen bereits am Nachmittag abgeschlossen werden. Die Staatsstraße war im Bereich Lochen/Straßöd (Gemeindebereich Vogtareuth) wegen umgestürzter Bäume vorübergehend gesperrt.

Update, 17.40 Uhr - Dutzende Bäume in Obing umgestürzt

Das Gebiet rund um Obing wurde besonders hart von dem Unwetter heimgesucht, Fotos zeigen wie ein ganzes Waldstück durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Eine Spur der Verwüstung bei Obing

Auch Straßen wurden durch umgestürzte Bäume blockiert, wie diese Aufnahme zeigt.

Die Straße ist nach dem Unwetter kaum noch zu erkennen

Update, 17.22 Uhr - Kreisfeuerwehrverband Traunstein zieht Bilanz zu Einsatzmarathon

Ein heftiges Gewitter mit Sturmböen und Starkregen hat am Mittwochmittag zu einem Großeinsatz der Feuerwehren im nördlichen Landkreis Traunstein geführt. Die Gewitterzelle, die von Westen vom Landkreis Rosenheim über Pittenhart, Obing, Rabenden, Altenmarkt nach Trostberg und weiter in Richtung Tittmoning zog, führte zu mehreren Hundert Einsätzen für die Floriansjünger. Vor allem in den Gemeinden Obing und Altenmarkt sowie im Stadtgebiet Trostberg richtete das Unwetter beträchtliche Schäden an und hielt die Feuerwehrkräfte über Stunden in Atem. Begonnen hat der Einsatzmarathon gegen 13 Uhr. Ab dann gingen im Minutentakt Notrufe bei der Integrierten Leitstelle Traunstein ein. Entwurzelte und umgestürzte Bäume, die auf Autos fielen oder Straßen blockierten, abgerissene Äste, abgedeckte Hausdächer, überflutete Keller, überschwemmte Straßen und Gehwege, – die Hilferufe von Betroffenen waren vielfältig. In Obing fiel der Strom über längere Zeit großflächig aus und auch in Trostberg waren einige Stadtbereiche zeitweise stromlos. Verletzt wurde nach aktuellen Informationen (Mittwoch, 16.30 Uhr) niemand, über die Höhe der Sachschäden kann noch keine Aussage getroffen werden.

In der Gemeinde Obing waren von der Feuerwehr mehr als 70 Unwetter-Einsätze zu bewältigen. Die örtlichen Einsatzkräfte reichten dafür nicht aus, so dass Löschzüge der Feuerwehren aus dem Inspektionsbereich Traunstein Land 2 (Achen- und Trauntal) zur Unterstützung nach Obing beordert wurden. Gebraucht wurde neben „Man-Power“ vor allem Pumpen und Nasssauger, um überflutete Keller und Räumlichkeiten trocken legen zu können, ebenso Motorsägen zur Beseitigung von Bäumen und Ästen. Die Feuerwehren aus Hammer, Siegsdorf, Oberwössen, Unterwössen und Grassau machten sich auf den Weg nach Obing, um bei der Abarbeitung aller Schäden zu helfen. Mehr als 50 Unwetter-Einsätze gab es auch für die Feuerwehren im Stadtgebiet Trostberg - die Floriansjünger aus der Kernstadt sowie aus Heiligkreuz, Oberfeldkirchen und Lindach. Durch einen umgestürzten Baum blockiert wurde auch die Saliteraustraße und damit die Corona-Testzentrum. Weil auch der Strom ausfiel wurde das Testzentrum geschlossen; es hat erst am heutigen Donnerstag wieder geöffnet. 

Schrecksekunden gab es als der Notruf einging, dass in der Altöttinger Straße umgestürzte Bäume auf ein Wohnmobil und mehrere Autos gefallen waren. Glücklicherweise wurde dabei aber niemand verletzt. In der Hagenau waren Bäume auf ein Hausdach gefallen und hatte es eingedrückt und schwer beschädigt, selbiges auch in Wäschhausen, wo Bäume auf ein Wohnhaus fielen. In Hundsöd (Gde. Altenmarkt) waren die Sturmböen so heftig, dass ein Hausdach komplett abgedeckt wurde. Feuerwehren und Technisches Hilfswerk (THW) waren dort stundenlang im Einsatz, um das Gebäude zu sichern. Zu Unterwettereinsätzen alarmiert waren auch die Feuerwehren aus Rabenden, Palling, Freutsmoos, Tittmoning, Waging und Petting, die aber jeweils nur einige wenige Einsätze zu erledigen hatten.

Um die große Zahl an Einsätzen zu koordinieren wurden die Führungsstellen „Achen“ in Übersee und „Alz“ im Gerätehaus Trostberg aufgerufen und besetzt. Diese „Vor-Ort-Leitstellen“ sorgten für eine effektive und geordnete Abarbeitung der Unwetter-Einsätze und entlasteten bei größeren Flächenlagen, wie dem Unwetter, die Integrierte Leitstelle Traunstein. 

Am späten Mittwochnachmittag informierte Kreisbrandrat Christof Grundner, dass rund 280 Feuerwehr-Einsätze im Unwettergebiet zu leisten waren, wobei die genaue Zahl noch nicht feststehe. Nach einer ersten Übersicht waren mehr als 200 ehrenamtliche Feuerwehr-Dienstleistende im Einsatz. Für eine abschließende Bilanz sei es aber noch zu früh, betonte der Kreisfeuerwehrchef. Am späten Nachmittag waren noch Dutzende Einsätze offen und am Laufen. Bis alle Hilfeanfragen abgearbeitet sind, werde es bis zum späten Mittwochabend dauern, so die Einschätzung des Kreisbrandrates.

Peter Volk Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Update, 17.12 Uhr - Bereich um beschädigten Kirchturm wird geräumt

Wie das Landratsamt Rosenheim bekannt gab, wird aus Sicherheitsgründen der Bereich um den stark beschädigten Kirchturm in Halfing in einem Radius von 150 Metern geräumt. Davon betroffen sind Wohnhäuser sowie ein Hotelbetrieb mit etwa 50 Personen. Eine abschließende Beurteilung zum Zustand des Kirchturmes liegt noch nicht vor.
 

Update, 16.57 Uhr - Hohe Zahl von Einsätzen auch bei der ILS Rosenheim

Wie schon aus der aktuellen Lage in Halfing und aus zahlreichen Bildern ersichtlich wird, hat das Unwetter auch im Landkreis Rosenheim massive Schäden verursacht. Auch in und um Rosenheim liefen Keller voll und Bäumen stürzten um.

Wie die Pressesprecherin des Landratsamtes Rosenheim, Ina Krug, auf Anfrage von rosenheim24.de mitteilt, wurden der ILS Rosenheim bereits zum Zeitpunkt 15.27 Uhr ganze 119 Einsätze im Zusammenhang mit dem Unwetter gemeldet. Das sei aber bei Weitem nicht die Gesamtzahl der Einsätze, da viele weitere an der ILS über die Örtliche Einsatzleitung (Siehe Update 15.05 Uhr) bearbeitet wurden.

Das ganze Ausmaß der Lage nach dem Unwetter werde zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt. Die Zahl der Einsätze gesamt dürfe aber die 119 weit übersteigen so Krug.

Update, 16.38 Uhr - Halfinger Kirchturm stark beschädigt: Benachbarter Kindergarten evakuiert

Pressemitteilung des Landratsamtes Rosenheim im Wortlaut:

Der Schwerpunkt der Einsätze nach dem schweren Unwetter am Mittag liegt derzeit in den Gemeinden Halfing, Amerang, Höslwang und Söchtenau. In Halfing wurden durch den orkanartigen Sturm die Dächer mehrerer Gebäude abgedeckt. Auch der Kirchturm wurde stark beschädigt und ist möglicherweise einsturzgefährdet.

Ein Statiker ist bereits vor Ort. Ein benachbarter Kindergarten wurde inzwischen evakuiert. Aus diesem Grund wurde die Ortsdurchfahrt gesperrt. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten in ihren Häusern zu bleiben und den Ortskern von Halfing großräumig zu meiden. Außerdem liefen mehrere Keller mit Wasser voll. Auch in Amerang liefen zahlreiche Keller voll. Sie wurden bereits ausgepumpt. Außerdem war die Straße von Amerang in Richtung Obing kurzzeitig wegen umgefallener Bäume gesperrt. Sie ist bereits wieder passierbar.

In Höslwang wurden die Dächer dreier Wohnhäuser und eines Bauerhofes beschädigt. Die Straße Sonnering - Höslwang ist derzeit gesperrt. Außerdem liegt die Freileitung (Stromleitung) auf einer Länge von etwa 150 Metern am Boden. Ein Vertreter des Energieversorgers wurde bereits angefordert. Auch aus Söchtenau sind zahlreiche Notrufe eingegangen. Genaue Informationen über die Schäden sind hier noch nicht bekannt.

Aufgrund eines lokal begrenzten, aber sehr heftigen Sturmereignisses kann es in diesen Bereichen weiterhin zu umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Gebäudeteilen kommen. Vermeiden Sie unter allen Umständen den Aufenthalt im Freien, Autofahrten und Spaziergänge. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Update, 16.17 Uhr - Sperrungen um Halfing: Bauamt gibt Auskunft zu einsturzgefährdeter Werkstatt

In einer Pressemitteilung gibt das Staatliche Bauamt Rosenheim eine Stellungnahme zum aktuellen Stand um die einsturzgefährdete Werkstatt an der St2630 bei Halfing. Dieser zufolge musste in Übereinstimmung mit vorangegangenen Informationen in Folge des starken Unwetters die Staatsstraße 2360 in Höhe Halfing (Einmündung St2092) am Nachmittag komplett gesperrt werden. In diesem Bereich hat das Unwetter starke Schäden durch Windbruch hinterlassen. Zudem muss die Standfestigkeit der Werkstatt untersucht werden, welche sich in unmittelbarer Straßennähe befindet.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim rechnet damit, dass der betroffene Bereich der Staatsstraße 2360 vermutlich erst am morgigen Donnerstag (29. Juli), in den Morgenstunden, wieder frei befahrbar sein wird. Ortskundige werden gebeten, diesen Bereich, wenn möglich, zu umfahren.

Unterdessen konnte die zuständige Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamtes Rosenheim die Aufräumarbeiten auf der Staatsstraße 2359 gegen 15.45 Uhr abschließen, die Staatsstraße ist wieder frei. Die Staatsstraße musste im Bereich Lochen/Straßöd (Gemeindebereich Vogtareuth) wegen umgestürzter Bäume vorübergehend gesperrt werden.

Update, 15.49 Uhr - ILS Traunstein verzeichnet bislang 200 Einsätze: Davon 100 im Gebiet um Obing

Im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein kam es bislang zu knapp 200 Einsätzen im Zusammenhang mit dem Unwetter vom Mittag. Das teilte der Geschäftsführer der ILS Traunstein, Josef Gschwendner, auf Anfrage von rosenheim24.de mit. Alleine im Bereich Obing wurden laut Gschwendner davon rund 100 gemeldet.

In den Gemeindegebieten Trostberg, Pittenhart und Tittmoning laufen derzeit noch immer Einsätze. Die Einsätze erfolgen vornehmlich im Zusammenhang mit auf Straßen gestürzten Bäumen, überfluteten Straßen und gefluteten Gebäuden. Allerdings wurden auch abgedeckte Dächer gemeldet, erklärt Gschwendner.

Eine positive Nachricht ist, so der Geschäftsführer der ILS Traunstein, dass es bislang zu keinen Meldungen von Personenschäden gekommen ist. Die Hoffnung bestehe, dass dies auch so bleibt.

Im Zuge der extremen Wetterlage wurde die ILS Traunstein einmal mehr personell aufgestockt - von den normalerweise sechs besetzten Notrufplätzen wurde die maximale Besetzung von 16 erreicht. Dafür kamen wieder Personen aus der Freizeit und ermöglichten so eine möglichst effektive Abarbeitung der eingehenden Anrufe. Gschwendner betont wie bei den letzten Unwetterlagen den Dank, der den bereitwillig Helfenden unbedingt ausgesprochen werden müsse.

In den Landkreisen Mühldorf und Altötting zeigte sich die Lage nach Einschätzung von Josef Gschwendner mild. Lediglich aus Altötting gab es einen Notruf, nachdem ein Blitz in einen Bauernhof eingeschlagen war. Daraus entwickelte sich jedoch kein größerer Brand, wie Gschwendner mitteilt.

Massive Schäden im Bereich um Obing nach schwerem Unwetter

Im Bereich Obing kam es ebenfalls zu massiven Schäden durch das Unwetter.
Im Bereich Obing kam es ebenfalls zu massiven Schäden durch das Unwetter.
Im Bereich Obing kam es ebenfalls zu massiven Schäden durch das Unwetter.
Im Bereich Obing kam es ebenfalls zu massiven Schäden durch das Unwetter.
Massive Schäden im Bereich um Obing nach schwerem Unwetter

Update, 15.27 Uhr - Verkehr in Halfing wird aufgrund blockierter Straßen von Feuerwehr geregelt

Das ganze Ausmaß der Verwüstung lässt sich noch nicht genau einschätzen. Noch immer sind zahlreiche Straßen in und um Halfing gesperrt. Vonseiten der einsturzgefährdeten Werkstatt an der St2360 gibt es noch keine Entwarnung. Der Verkehr wird an der Kreuzung Chiemsee- und Bahnhofsstraße am Kirchplatz durch die Feuerwehr geregelt.

Weitere Bilder aus Unwetter-Schwerpunkt Halfing

Hagel auf den Straßen von Halfing
Folgen des Unwetters in Halfing
Folgen des Unwetters in Halfing
Folgen des Unwetters in Halfing
Weitere Bilder aus Unwetter-Schwerpunkt Halfing

Update, 15.05 Uhr - Örtliche Einsatzleitung übernimmt Koordinierung der Einsätze vor Ort in Halfing

Das Landratsamt Rosenheim teilte in einer Pressemitteilung mit, dass aufgrund des starken Unwetters am Mittwochmittag gegen 13 Uhr die Örtliche Einsatzleitung nach Art. 15 Bayerisches Katastrophenschutzgesetz die Koordinierung der Einsätze vor Ort übernommen hat. Der Einsatzschwerpunkt liegt im Bereich der Gemeinde Halfing und Umgebung. Dies entspricht nach Erklärung der Sprecherin der Pressestelle im Landratsamt Rosenheim, Ina Krug, nicht dem Ausruf eines Katastrophenfalls, ist aber dennoch eine ernstzunehmende Lage.

Nach ersten Informationen des Landratsamtes Rosenheim wurden aufgrund des starken Regens und orkanartiger Böen Dächer einzelner Gebäude abgedeckt, zahlreiche Keller sind mit Wasser vollgelaufen. Auch die Straße zwischen Amerang und Halfing ist derzeit nicht passierbar, da hier umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn liegen. Mitarbeiter des Kreisbauhofes sind bereits unterwegs, um die Straße zu räumen. Die Örtliche Einsatzleitung koordiniert die Einsätze vor Ort.

Wegen auf die Straßen gestürzter Bäume laufen derzeit mehrere Einsätze rund um Halfing. Die Feuerwehr beseitigt die Hindernisse gemeinsam mit Kräften des Bauhofs und des Straßenbauamts. Betroffen sind mehrere Staats-, Kreis- und Ortsverbindungsstraßen. Konkret unter anderem die Straßen von Halfing nach Amerang und Höslwang.

Update, 14.53 Uhr - Bild der Zerstörung vor Ort in Halfing - Werkstattwand droht einzustürzen

Vor Ort zeigt sich ein Bild der Zerstörung. Wegen der Folgen des Unwetters gestaltet sich die Anfahrt schwierig. Bei der Heinrich-Beslmesl-Halle und dem Feuerwehrhaus in Halfing liegen - wie im gesamten Gebiet - unzählige umgestürzter Bäume.

Bild der Zerstörung vor Ort: Schwere Unwetterschäden in Halfing

Unwetter in Halfing
Unwetter in Halfing
Unwetter in Halfing
Unwetter in Halfing
Bild der Zerstörung vor Ort: Schwere Unwetterschäden in Halfing

Am Rathaus Halfing richtete der Sturm samt Hagel ebenfalls nicht unerheblichen Schaden an. Teilweise wurde die Fassade beschädigt und Gläser der Außenbeleuchtung wurden zerstört.

Vor Ort konnte unser Reporter mit dem Feuerwehrkommandanten von Halfing, Wolfgang Stangl, sprechen. Stangl gab Auskunft über die Lage an dem Halfinger Haus, welches einzustürzen droht. Es handle sich um ein Werkstattgebäude, so Stangl. Eine Seitenwand drohe nach den Auswirkungen des Unwetters auf die Staatsstraße 2360 zu fallen, weswegen die Straße großräumig gesperrt wurde, bis Entwarnung gegeben werden kann.

Update, 14.16 Uhr - Gewitterzelle fegte über Region: massive Schäden

So schnell diese Gewitterzelle gekommen ist, so schnell ist sie auch schon wieder weg. Alle Warnungen wurden aufgehoben. Das Unwetter selbst war jedoch besonders intensiv und hat großen Schaden hinterlassen. Besonders in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim kam es zu Überschwemmungen, umgestürzten Bäumen, vor Hagel schneeweißen Straßen und dadurch auch zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr. Allein in Obing soll es derzeit bereits minimum 70 Einsätze geben. In Halfing ist derzeit ein Haus vom Einsturz gefährdet.

Unwetter fegt über Obing

Über 70 Einsätze meldete die ILS zeitweise allein für Obing.
Über 70 Einsätze meldete die ILS zeitweise allein für Obing.
Über 70 Einsätze meldete die ILS zeitweise allein für Obing.
Über 70 Einsätze meldete die ILS zeitweise allein für Obing.
Unwetter fegt über Obing

Update, 14.05 Uhr - Heftige Schäden nach Unwetter in Halfing

In Halfing im Kreis Rosenheim wütete das Unwetter besonders massiv: Bäume wurden entwurzelt, Hagel bedeckt die Straßen knöchelhoch, Starkregen tut sein Übriges. Ein Haus droht nach wie vor, einzustürzen.

Massives Unwetter wütet in Halfing

In Halfing sorgte ein heftiges Unwetter für massive Zerstörung.
In Halfing sorgte ein heftiges Unwetter für massive Zerstörung.
In Halfing waren die Straßen weiß vor Hagel.
In Halfing sorgte ein heftiges Unwetter für massive Zerstörung.
Massives Unwetter wütet in Halfing

In einem Facebook-Post teilt die Integrierte Leitstelle (ILS) Traunstein mit, dass die Kapazitäten aufgrund der Unwetterlage erhöht wurden. Kurzfristig wurden die Notrufabfrageplätze kurzfristig durch Personal der Leitung und der TTB Digitalfunk verstärkt. Auch aus der Freizeit komme Unterstützung.

Alleine im Bereich Obing wurden bislang etwa 70 Einsätze erfasst. Die Feuerwehren sind informiert und befinden sich im Einsatz.

Update, 13.51 Uhr - Warnung vor schweren Gewittern aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst hat die Warnungen vor schweren Gewittern in der Region mittlerweile wieder aufgehoben. In Halfing waren die Straßen währenddessen weiß von dem vielen Hagel.

Update, 13.40 Uhr - Haus in Halfing droht einzustürzen

Nordöstlich von Halfing droht ein Haus einzustürzen! Laut der Polizei Prien ist das Dach bereits „weggeflogen“. Der Rest des Hauses steht nur noch labil. Dies habe die Integrierte Leitstelle Traunstein weitergegeben. Sämtliche Feuerwehren sind bereits alarmiert.

Dieses Foto hat uns F. Reinhardt vom Unwetter in Obing geschickt.

Update, 13.34 Uhr - Heftiges Unwetter wütet in Halfing und Obing

In Halfing (Kreis Rosenheim) und Obing (Kreis Traunstein) ging es auch ordentlich rund. In Halfing knicken sämtliche Bäume um, anscheinend kommt die Feuerwehr nicht einmal durch. Auch in Obing hat des die Bäume geradezu umrasiert. Hagel, Sturmböen und Starkregen haben massiv gewütet. Im Kreis Rosenheim wurde die Warnung vor schwerem Gewitter mittlerweile wieder aufgehoben.

In Halfing sind einige Bäume umgestürzt.

Update, 13.18 Uhr - Massiver Starkregen und Sturmböen in der Region - Warnung für BGL

In Schechen steht ein Friedhof regelrecht unter Wasser.

Kienberg im Kreis Traunstein hat es ziemlich getroffen. Wie in dem Video eines Lesers zu sehen ist, kam der Regen zusammen mit Sturmböen regelrecht angepeitscht . In Schechen im Kreis Rosenheim führte der Regen zu Überschwemmungen und einem kurzzeitigen Stromausfall. Auch ein Friedhof wurde erwischt, wie Bilder zeigen. Nach der kurzfristigen Unwetterwarnung des DWD wurde jetzt wieder eine Warnung vor schweren Gewittern für das Berchtesgadener Land ausgesprochen. Diese gilt vorerst bis 14 Uhr.

Update, 12.54 Uhr - DWD gibt schnelle Entwarnung für Berchtesgadener Land

Nach aktueller Informationslage sieht es unwettertechnisch gut für den Kreis Berchtesgadener Land aus. Der DWD hob bereits kurz nach Veröffentlichen der Unwetterwarnung für die fünf Landkreise der Region um 12.50 Uhr die Warnung für das Berchtesgadener Land wieder auf.

Für die restlichen Landkreise Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Traunstein besteht die Unwetterwarnung Stufe 3 weiterhin. Vorerst gilt diese bis 14 Uhr. In Rosenheim kam es bereits vor der Veröffentlichung der Warnung zu kurzzeitigen stärkeren Regenfällen.

Erstmeldung:

Von 12.36 Uhr bis 14 Uhr gilt die aktuelle amtliche Unwetterwarnung für alle Landkreise der Region. Es wird vor schwerem Gewitter in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf am Inn gewarnt. Es gilt die Warnstufe 3 von 4 so der DWD in der Warnung.

Bild von iOS (30).jpg

Es wird darauf hingewiesen, dass bei Blitzschlag Lebensgefahr besteht. Unter anderem sind auch
verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände
herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich. Details können unter www.hochwasserzentralen.de eingesehen werden. Detaillierte Warninformationen über die Meldung gibt es unter https://www.wettergefahren.de.

Am Montagabend (26. Juli) kam es in der Region bereits zu massiven Starkregenereignissen in der Region. Teilweise fiel auch Hagel.

mda

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