Hochschulplätze für Waldkraiburg

Regierung von Oberbayern nach Rosenheim - Stadt und Landkreis wollen den Standort

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Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Seeon: Ministerpräsident Markus Söder verkündet, dass 500 Arbeitsplätze der Regierung von Oberbayern aus München nach Rosenheim gehen sollen.
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Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Seeon: Ministerpräsident Markus Söder verkündet, dass 500 Arbeitsplätze der Regierung von Oberbayern aus München nach Rosenheim gehen sollen.
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500 Arbeitsplätze nach Rosenheim: Wie die Staatsregierung bekannt gibt, verlagert die Regierung von Oberbayern Stellen nach Rosenheim. Hintergrund ist eine Umstrukturierung der Regierungsbezirke in Bayern. 

+++ Hier gelangen Sie zur Erstmeldung zur geplanten Behördenverlagerung von München nach Rosenheim (Updates chronologisch von unten nach oben) +++

  • Regierung von Oberbayern verlagert 500 Stellen von München nach Rosenheim
  • München wird achter Regierungsbezirk Bayerns
  • Rosenheim und Ingolstadt teilen sich künftig oberbayerischen Regierungssitz
  • Stadt Rosenheim bietet für Regierung Grundstück am Bahnhof
  • Waldkraiburg und Rosenheim profitieren von Ausbau der Studienplätze in Bayern

Update um 16.35 Uhr: Auch der Landkreis Rosenheim hat Interesse an Ansiedlung

"Die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder heute Mittag hat uns überrascht", sagt der stellvertretende Rosenheimer Landrat Josef Huber (CSU) über die geplante Verlagerung der Regierung von Oberbayern nach Rosenheim. "Aber wir freuen uns natürlich sehr und heißen die Mitarbeiter der Regierung von Oberbayern sehr herzlich im Landkreis Rosenheim willkommen."

+++ Hier geht es zur Gesamtübersicht der Behördenverlagerung in Bayern. +++

Der Freude der Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer könne er sich nur anschließen, sagt Huber. Bei der Frage nach einem möglichen Standort für die Regierung von Oberbayern gehen die Meinungen aber auseinander. Während die Stadt ein Grundstück am Rosenheimer Hauptbahnhof anbietet (siehe Update von 13.25 Uhr), wirft Huber den Hut für den Landkreis in den Ring. Er sagt: "Wenn es ums Thema Grundstück geht, wird sich sicherlich auch im Landkreis Rosenheim ein schönes Grundstück finden lassen, an dem die Mitarbeiter der Behörde in Zukunft einen tollen Platz zum Arbeiten haben."

Dieses freie Grundstück am Bahnhof in Rosenheim bietet die Stadt als Standort für die Regierung von Oberbayern an.

Mit dem Nahverkehrsplan sei der Landkreis auf einem guten Weg, dass für Mitarbeiter der Regierung ein künftiger Arbeitsort im Landkreis Rosenheim gut zu erreichen sei.

Update um 14.25 Uhr: Daniela Ludwig begrüßt Behördenverlagerung

"Super Nachrichten für Rosenheim: 500 stabile Arbeitsplätze aus München für meinen Wahlkreis", schreibt die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU) auf Facebook.

Mit diesem Schritt mache Ministerpräsident Markus Söder die Verwaltung "fit für die Zukunft". Außerdem entstehe durch die neuen Arbeitsplätze Kaufkraft in Rosenheim.

In der Umstrukturierung der Regierungsbezirke sieht Ludwig ein Vorbild für andere große Bundesländer in Deutschland. Sie hofft, dass sich andere dem bayerischen Vorbild anschließen und "zukunftsfähige Strukturen" aufbauen.

Update um 13.50 Uhr: Waldkraiburg profitiert - Winhart fordert Investition in Wohnungsbau

Bis zum Jahr 2023 sollen in Bayern mehr als 13.000 neue Studienplätze entstehen. Auch das verkündete Ministerpräsident Markus Söder bei seiner Grundsatzrede in Seeon.

Auch die Hochschulstandorte Rosenheim und Waldkraiburg sollen davon profitieren - wenngleich nur in begrenztem Umfang. Laut Informationen des Mühldorfer Landtagsabgeordneten Marcel Huber (CSU) sollen an der TH Rosenheim 216 neue Studienplätze entstehen. An der im Aufbau befindlichen Außenstelle in Waldkraiburg sollen es deren 42 sein.

Größter Profiteur des Ausbaus der Studienplätze sollen die Münchener Hochschulen mit insgesamt rund 2300 neuen Studienplätzen sein.

Der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Andreas Winhart (AfD) begrüßt die geplante Behördenverlagerung von München nach Rosenheim grundsätzlich. In einer Presseerklärung sagt er: "Die Landeshauptstadt ist überdominant in Oberbayern und hat ganz andere Probleme und Herausforderungen als das ländlich geprägte Umland."

Im Zuge der Behördenverlagerung von München nach Rosenheim müsse aber auch der hiesige Wohnugnsbau gefördert werden, damit das ohnehin "hohe Miet- und Immobilienlevel" im Maß gehalten werde. Winhart warnt: "Wenn die Behördenverlagerung mit sich bringt, dass noch weniger Rosenheimer angemessen wohnen können, dann war das wieder ein Schuss der nach hinten losging."

Update um 13.35 Uhr: Näheres zum neuen Regierungsbezirk München

Die Stadt München und der neue Regierungsbezirk München sollen künftig besser zusammenarbeiten können, verkündet die CSU-Landtagsfraktion über ihren Twitter-Account. Es soll eine Kommission eingerichtet werden, die konkrete Vorschläge zur Umsetzung erarbeitet.

Update um 13.25 Uhr: Rosenheims OB Gabriele Bauer ist begeistert

„Wir sind total euphorisch und begeistert“, sagt die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zur Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder, 500 Arbeitsplätze der Regierung von Oberbayern in Rosenheim ansiedeln zu wollen. „Wir denken, dass wir aber auch wirklich im Zentrum von Oberbayern sitzen, und wir erfüllen eine gute Funktion. Dem Ministerpräsidenten sage ich danke. Wir können ein eigenes Grundstück anbieten, direkt am Bahnhof.“

Sie findet die Entscheidung auch grundsätzlich richtig. „Man ist dann stärker in der Region verwurzelt, kennt sich besser aus, kann viel schlagkräftiger agieren als von der Zentrale in München aus.“

Und noch dazu: „Der Standort Rosenheim für Dienstleistung und Verwaltung unglaublich gestärkt. Rosenheims Bedeutung manifestiert sich.“

Der Rosenheimmer CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner zeigt sich in einem ersten kurzen Telefonat mit den OVB-Heimatzeitungen gleichermaßen begeistert. "Super Sache", findet Stöttner die Behördenverlagerung. Er ist gerade auf dem Sprung zum Miniterpräsidenten und will sich später noch ausführlich zu angekündigten Behördenverlagerung nach Rosenheim äußern.

Update um 13.15 Uhr: Söder bestätigt Regierungsbezirk München

Ministerpräsident Markus Söder will aus der Landeshauptstadt München einen eigenen Regierungsbezirk machen. Das bestätigte er bei seiner Grundsatzrede im Rahmen der CSU-Landtagsklausur in Seeon. Hintergrund dieser Entscheidung sei das starke Wachstum des Großraums München. Er gehe davon aus, dass dieses auch in Zukunft anhalte.

Update um 13.05 Uhr: Landtagsabgeordneter Lederer begrüßt Zuschlag für Rosenheim

"Stellenverlagerung in den Raum Rosenheim!!!", jubelt der Landtagsabgeordnete Otto Lederer (CSU) auf seiner Facebookseite. In seinem Statement ist von einer Verlagerung von 500 Stellen in den "Raum Rosenheim" die Rede.

Insgesamt sollen 1000 Stellen von der Regierung von Oberbayern aus München heraus verlagert werden - gleichmäßig verteilt auf Rosenheim und Ingolstadt. München solle in den kommenden 10 Jahren von derzeit 1600 Stellen auf 600 Stellen reduziert werden.

Update um 13 Uhr: Auch Gerichte werden in Bayern verlagert

Auch der Bayerische Wald und Mittelfranken sollen von der Behördenverlagerung profitieren. Auch Gerichte sollen in Bayern sollen verlagert werden. "Es ist ein bewusster Ansatz, das anders zu machen", sagt Söder. Man orientiere sich dabei am Bund und anderen Bundesländern, die auch die höchsten Gerichte oft nicht in der jeweiligen Landeshauptstadt haben.

Update um 12.55 Uhr: Strukturschwachen Raum durch Behördenverlagerung stärken

"Jetzt kommt das Konzept 2020 bis 2030", kündigt Markus Söder an. "Insgesamt geht es um 3000 Stellen." Das sei eine Entlastung für München und eine Stärkung des ländlichen Raums. Das Konzept sei mit der gesamten Staatsregierung abgesprochen.

Söder erklärt: "Unser Ziel ist, die Behördenverlagerung zügig anzugehen." Strukturschwache Räume sollen vor allem profitieren. Davon sind vor allem Städte in Franken betroffen. Dort sollen nicht nur Arbeitsplätze entstehen, sondern durch Schulungsstätten auch die Übernachtungen angekurbelt werden.

Die Erstmeldung von der Behördenverlagerung nach Rosenheim

Rosenheim/München - Aus München sollen rund 500 Arbeitsplätze der Regierung von Oberbayern nach Rosenheim verlagert werden. Das teilt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwochmittag auf der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Seeon mit.

Insgesamt sollen rund 3000 Behördenarbeitsplätze aus München in andere Städte in Bayern umverlagert werden. Das berichtet der Münchener Merkur.

Hintergrund der Entscheidung für Rosenheim ist unbestätigten Gerüchten zufolge, dass München ein eigener Regierungsbezirk werden soll. Die bayerische Landeshauptstadt wäre damit nach Oberfranken, Unterfranken, Mittelfranken, der Oberpfalz, Schwaben, Niederbayern und Oberbayern der achte Regierungsbezirk werden. Das könnte bedeuten, dass Rosenheim künftig Sitz der Regierung von Oberbayern wird. Ob es so kommt, oder ob ein Teil der Regierung von Oberbayern in München verbleibt, ist am Mittwochmittag Gegenstand einer Erklärung von Ministerpräsident Söder in Seeon.

Welche Auswirkungen die mögliche Behördenverlagerung auf die Stadt Rosenheim haben könnte, vor allem, wo die neue Behörde in Rosenheim angesiedelt werden soll, ist noch offen.

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