Golf-Fahrer bringt Polizisten in Lebensgefahr: Verfolgungsjagd endet nach 300 Kilometern in Raubling

Ein 35-jähriger Golf-Fahrer wurde nach 300 Kilometern Verfolgungsjagd in Raubling gestoppt
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Symbolfoto

Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Raubling haben bereits am Freitag, den 3. Juli, den Fahrer eines hochmotorisierten Golf GTI gestoppt. Er hatte sich mehreren Polizeikontrollen entzogen. Der Grund war schnell gefunden.

  • Ein 35 Jahre alter Mann ist mit über 200 km/h vor der Polizei geflüchtet
  • Er versuchte Polizeiwagen abzudrängen und beschädigte bei seiner Flucht einen Wagen schwer
  • Erst nach 300 Kilometern konnte der Mann bei Rosenheim gestoppt werden

Pressemeldung

Rosenheim / Steinenbronn (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg). In der Nacht zum Freitag, 03.07.2020, sollte ein VW Golf in Steinenbronn, Baden-Württemberg, einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Der Fahrer flüchtete mit ausgeschalteten Scheinwerfern und einer Geschwindigkeit von ca. 200 km/h und konnte zunächst entkommen.

Ein Polizeiauto massiv beschädigt

Ein ziviles Polizeifahrzeug sichtete den Golf, der über die A 81 und die A 8 mit hoher Geschwindigkeit flüchtete, jedoch. Auf der Autobahn wollte er einen Streifenwagen abdrängen und brachte die Beamten in große Gefahr. Bei einer folgenden Polizeisperre versuchte er, ein Polizeifahrzeug zu rammen, was die Beamten gerade noch verhindern konnten.

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In allen Fällen blieben die Polizisten aufgrund ihrer Reaktionsschnelligkeit und mit viel Glück unverletzt.

Mit 3 Streifenwagen gestoppt

Erst den Raublinger Schleierfahndern gelang es schließlich mit drei Streifenwagen, den Golf an der Anschlussstelle Rosenheim zu stoppen. Dieser hatte zuvor auf über 220 km/h beschleunigt. Wie sich herausstellte, war dem 35-jährigen Fahrer die Fahrerlaubnis versagt worden; er durfte also keinen Pkw lenken.

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Zudem bestand der Verdacht auf Kokain-Konsum, weswegen ein entsprechendes Verfahren eingeleitet wurde.Die Fahrt wertete die Staatsanwaltschaft Stuttgart als gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und wirft dem Mann außerdem ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Fahren ohne Fahrerlaubnis vor. Nachdem gegen den in Baden-Württemberg wohnhaften Italiener Haftbefehl erging, wurde er in die Justizvollzugsanstalt Traunstein gebracht. Sein Fahrzeug wurde sichergestellt mit dem Ziel, den Wagen einzuziehen.

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