Raubüberfälle in Rosenheim und München: Polizei sieht derzeit keinen Zusammenhang

+
Foto aus einer Überwachungskamera: Dieser Mann hat im Juni eine Tankstelle in Rosenheim überfallen. Wurde der Täter nun in München verhaftet?
  • Mathias Weinzierl
    vonMathias Weinzierl
    schließen

Die Vorgehensweise und die Täterbeschreibung erinnert zwar an einen Überfall auf eine Tankstelle in Rosenheim am 7. Juni. Nach einer Tat in München ist nun ein 20-jähriger Mann verhaftet worden. Aber Verbindungen zwischen den Raubüberfällen gibt es ersten Erkenntnissen zufolge nicht.

Update 25. Juni

Tatverdächtiger aus München wohl nicht der Rosenheimer Räuber

Rosenheim/München – Handelt es sich bei dem 20-jährigen Münchner, der am Mittwoch wegen eines Tankstellenraubs in Forstenried in seiner Wohnung in München festgenommen worden war, um den Mann, der am 7. Juni eine Tankstelle in Rosenheim überfallen hatte? „Nach ersten Überprüfungen sind Zusammenhänge zwischen den Taten eher unwahrscheinlich“, sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag gestern auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitung.

Die Kriminalpolizei habe bereits Kontakt zu den Kollegen aus München gehabt und sich den dortigen Fall genauer angesehen. Bislang gäbe es laut Sonntag aber keine Hinweise darauf, dass der Überfall auf eine Tankstelle in München am 15. Juni vom gleichen Täter begangen worden sein könnte, wie der Überfall auf eine Shell-Tankstelle im Rosenheimer Ortsteil Westerndorf St. Peter am 7. Juni.

Damals hatte wie berichtet ein Unbekannter, der wie beim Verbrechen in München zwischen 20 und 30 Jahre alt und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß sein soll, einen Verkäufer mit einer Schusswaffe bedroht und war anschließend mit einer dreistelligen Bargeldsumme zu Fuß geflüchtet.

Ob wiederum dieser Fall mit einem versuchten Raubüberfall auf ein Rosenheimer Schuhgeschäft Ende Mai zusammenhängt (wir berichteten)? Auch zu dieser Frage hält sich die Polizei bedeckt. „Dazu können wir aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen“, kommentierte Sonntag beispielsweise die Frage, ob an dem oder den Tatorten DNA-Spuren vom Täter gefunden worden sind. Sonntag: „Wir ermitteln letztlich in alle Richtungen.“

+++

Die Erstmeldung vom 24. Juni

München/Rosenheim – Die Münchner Polizei hat am gestrigen Dienstag einen 20-jährigen Münchner festgenommen, der am 15. Juni eine Tankstelle im Münchner Stadtteil Forstenried überfallen haben soll. Laut Polizei bedrohte der Mann, der eine Anonymus-Maske trug, eine Tankstellen-Angestellte mit einem größeren metallenen Gegenstand und flüchtete anschließend mit einer geringen Menge Bargeld.

Deutliche Ähnlichkeit mit dem Rosenheimer Räuber

Nicht nur die Vorgehensweise, auch die Beschreibung des Mannes durch die Tankstellen-Angestellte weist deutliche Ähnlichkeiten zum Rosenheimer Räuber auf, der am 7. Juni eine Shell-Tankstelle in Rosenheim überfallen hatte.

So wurde der Täter in beiden Fällen als zwischen 20 und 30 Jahre alt, circa 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank beschrieben. Beide Zeugen gaben zudem an, dass der junge Mann akzentfreies Hochdeutsch gesprochen habe.

Verbindung zu Überfall auf Rosenheimer Schuhgeschäft?

„Zu einer Verbindung zum Raubüberfall in Rosenheim können wir noch keine Angaben machen“, sagte ein Münchner Polizeisprecher auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Zu frisch sei noch der Zugriff in der Wohnung des Münchners.

Auch seitens der Polizei in Rosenheim gibt es noch keine Hinweise darauf, ob der 20-jährige Münchner für den Überfall auf die Shell-Tankstelle und eventuell auch den versuchten Überfall auf ein Rosenheimer Schuhgeschäft Ende Mai verantwortlich sein könnte. „Mögliche Zusammenhänge werden aber natürlich geprüft“, teilte ein Polizeibeamter aus dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd gegenüber unserer Zeitung mit.

Kommentare