Raben gelten bei den Menschen oft als Unglücksboten.

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Raben gelten bei den Menschen oft als Unglücksboten. Wir Enten haben da einen deutlich besseren Ruf.

„Dafür hat es noch keine von euch auf göttliche Schultern geschafft“, krächzte Waldkauz Ulrich. „Was soll’s“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Mit unseren Watschelfüßen könnten wir uns da oben eh nicht halten.“ Agnes indes wollte es genauer wissen. „Von welchem Gott krächzt du eigentlich?“, quakte sie. Darauf hatte Ulrich nur gewartet – und ließ uns auf eine Antwort warten. „Was gebt ihr mir, wenn ich euch das verrate? Jeder ein Auge?“, krächzte er und lachte schelmisch, als er unsere verwirrten Entengesichter sah. „Also, Odin hätte nicht so lang gezögert“, krächzte er. „Das ist übrigens der Göttervater, an den die Germanen glaubten.“ Ihren Geschichten zufolge liebte er Wissen und Weisheit so sehr, dass er sogar bereit war, dafür eines seiner Augen zu opfern. Wir Enten waren mächtig beeindruckt. „So weit würde nicht mal ich gehen“, quakte Agnes, die eine ziemlich neugierige Ente ist und am liebsten alles wissen will. „Aber krächz, was hat dieser Odin denn nun mit den Unglücksvögeln zu tun?“ Ulrich lachte. „Zwei davon waren seine Begleiter“, krächzte er. „Sie hießen Hugin und Munin.“ Odin wird daher manchmal auch „Rabengott“ genannt. Mehr über Odins tierischen Begleiter verrate ich euch morgen. Eure Paula

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