Prost, Prinzessinnen!

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Sie wollen Bayerische Bierkönigin werden: Johanna Seiler (v.l.), Sarah Müller, Sandra Pichlmaier, Magdalena Simmel, Sabrina Mair, Barbara Berger und Jana Neubert. Foto: Astrid Schmidhuber

Wer darf künftig das bayerische Nationalgetränk repräsentieren? Sieben Kandidatinnen greifen nach der Krone der Bayerischen Bierkönigin. Gesucht werden ein charmantes Lächeln, Eloquenz – und natürlich Begeisterung fürs Bier.

Wahl zur Bayerischen Bierkönigin

München – Als die Kronprinzessinnen für das erste repräsentative Foto lächelnd die Biergläser in die Kamera halten, ist sie die erste, die in der Blitzlichtpause einen kräftigen Schluck von der Requisite nimmt. „Bier schmeckt mir einfach“, sagt Magdalena Simmel und lacht. Das ist schon mal eine Grundvoraussetzung für das Amt, das sie anstrebt. Denn die 24-jährige Münchnerin will die nächste Bayerische Bierkönigin werden. Sie steht gemeinsam mit sechs weiteren jungen Frauen in der Endauswahl.

Das ein oder andere Tränchen konnten sich die Teilnehmerinnen nicht verdrücken, als die Jury im Münchner G.O.P-Varieté-Theater die sieben Finalistinnen bekannt gab – und damit bei manchen einen kleinen Traum platzen ließ. Es waren aber auch Freudentränen dabei unter denjenigen, die weiter auf die Krone des Bayerischen Brauerbunds hoffen dürfen.

Erstmals hatte sich in diesem Jahr auch ein Mann als royaler Repräsentant beworben – der Brauerbund entschied sich jedoch dafür, bei einer Königin zu bleiben (wir berichteten). Neben Magdalena Simmel, die für ein junges Start-up-Unternehmen arbeitet, das Ballkleider vertreibt, steht eine weitere Oberbayerin im Finale. Barbara Berger ist zwar in Deggendorf geboren und dort auf einem Bauernhof aufgewachsen, lebt aber mittlerweile in München. Sie hat sich erst wenige Tage vor Bewerbungsschluss spontan gemeldet – „weil ich was erleben will“. Die größte Fachkenntnis dürfte Jana Neubert aus dem schwäbischen Sonthofen mitbringen. Sie ist nicht nur gelernte Brauerin und Mälzerin, sondern auch Biersommelière.

Aber Fachkenntnis alleine mache noch keine Bierkönigin, betont Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds. „Es geht vor allem um eine ehrliche Begeisterung für unser Produkt.“ Die Wahl sei kein Modelwettbewerb, aber auf ein eloquentes Auftreten vor Publikum achte die Jury sehr wohl.

Nach einem kleinen „Trainingslager“ in Kulmbach mit allen verbliebenen Kandidatinnen wird dann im Mai endgültig entschieden, wem die bisherige Bierkönigen, Lena Hochstraßer aus Höhenrain im Kreis Starnberg, die Krone übergeben darf. Dann wartet auf die neue Hoheit ein Jahr voller Bieranstiche, Messen, Volksfeste und Auslandsreisen. Und natürlich jede Menge bayerisches Bier.  dg

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