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Mann lag schwer verletzt auf Straße in Piding

Nach Messer-Angriff am Baamhakke: Mutmaßlicher Täter auf freiem Fuß - war es Notwehr?

Piding Kleinhögl Baamhakke Stichverletzungen versuchter Tötungsdelikt
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Das Baamhakke ist weit über die Landkreisgrenze und auch über Generationen hinweg bekannt. Am Sonntagmorgen kam es vor dem beliebten Tanzlokal jedoch zu einem schrecklichen Vorfall.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Am frühen Morgen des 15. Mai war im Pidinger Ortsteil Kleinhögl ein schwer verletzter junger Mann mit Stichverletzungen aufgefunden und in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der 21-Jährige befindet sich inzwischen auf dem Weg der Genesung. Der mutmaßliche Täter, ein ebenfalls 21 Jahre alter Mann, hatte sich noch am selben Tag bei der Polizei gestellt. Allerdings wurde von der Staatsanwaltschaft kein Haftantrag gestellt. War es also Notwehr?

Piding - Eine körperliche Auseinandersetzung im Ortsteil Kleinhögl am frühen Sonntagmorgen (15. Mai) wirft mittlerweile immer mehr Fragen auf. Ein Passant hatte in den Morgenstunden auf der Straße vorm Baamhakke einen schwer verletzten 21-Jährigen aufgefunden. Mit mehreren Stichverletzungen kam der junge Mann ins Krankenhaus.

Der mutmaßliche Täter hatte sich noch am Nachmittag desselben Tages bei der Polizei gestellt. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln seitdem wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Während sich der Schwerverletzte in einer Klinik auf dem Weg der Besserung befindet, nimmt die Staatsanwaltschaft nun Stellung, warum gegen den Tatverdächtigen kein Haftantrag gestellt wurde. Wörtlich heißt es in einer Pressemitteilung:

„Es besteht nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kein dringender Tatverdacht, da die vom Tatverdächtigen im Rahmen der Beschuldigtenvernehmung geschilderte Notwehrlage nicht ausgeschlossen werden kann. Denn bei der körperlichen Untersuchung des Tatverdächtigen wurden bei diesem mehrere Verletzungen festgestellt, die dessen Darstellung des Tathergangs stützen. Hinzu kommt, dass sich der Geschädigte, der den Sachverhalt bei einer ersten Zeugenvernehmung relativ detailliert beschrieben hatte, im Rahmen einer zweiten kriminalpolizeilichen Vernehmung auf Erinnerungslücken berief. Zudem wurde nach dem bisherigen Ermittlungsergebnis vom Tatverdächtigen nur einmal tatsächlich mit dem Messer zugestochen.“

Mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt

Die Ermittler des zuständigen Fachkommissariats K1 der Kripo Traunstein konnten inzwischen auch die mutmaßliche Tatwaffe sicherstellen. Das Messer hatte der 21-jährige Tatverdächtige, seinen Angaben zufolge, nach der Tat im Gemeindebereich von Piding in einen Teich geworfen. Dort konnte die Waffe am 18. Mai von Tauchern der Bereitschaftspolizei gefunden werden.  

Zur lückenlosen Klärung der Tatabläufe erhoffen sich die Ermittler des K1 weiterhin sachdienliche Hinweise von möglichen Zeugen:

  • Wer hat möglicherweise am frühen Sonntagmorgen (15. Mai 2022) in der Zeit zwischen 4 und 4.30 Uhr eine körperliche Auseinandersetzung vor dem Club „Baamhakke“ beobachtet und kann der Kripo dazu Angaben machen?
  • Wer kann sonstige Hinweise in dem Fall geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer (0861) 98730 zu melden.  

mz/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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