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Das ist zur Tat am Högl bei Piding bekannt

Mann (21) niedergestochen: Staatsanwaltschaft äußert sich zu möglichem Haftantrag

Piding Kleinhögl Baamhakke Stichverletzungen versuchter Tötungsdelikt
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Das Baamhakke ist weit über die Landkreisgrenze und auch über Generationen hinweg bekannt. Am Sonntagmorgen kam es vor dem beliebten Tanzlokal jedoch zu einem schrecklichen Vorfall.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Mit Stichverletzungen liegt ein junger Mann schwerverletzt auf der Straße vorm Baamhakke. Ein paar Stunden später stellt sich der mutmaßliche Täter. Die Kripo ermittelt jetzt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Update, 18. Mai - Staatsanwaltschaft äußert sich zu Vorfall am Högl bei Piding

Drei Tage sind seit der Tat am Högl vergangen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein teilt auf Anfrage von BGLand24.de mit, dass ein Haftantrag gegen den Verdächtigen nicht gestellt wurde, „da nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen die Voraussetzungen für die Beantragung eines Haftbefehls nicht erfüllt sind.“ Die weiteren Ermittlungen laufen. Zu deren Inhalt könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft erteilt werden.

Im Streit Mann (21) niedergestochen: Das ist zur Tat am Högl bei Piding bekannt

Piding/Kleinhögl - Eine leichte Brise weht über die mit Hahnenfuß gelb gesprenkelten Wiesen des Högls. Die Vögel zwitschern in den Bäumen und die Sonne scheint. Alles friedlich - nur das Piepen des Metalldetektors und die zwei Beamten der Kriminalpolizei scheinen nicht so ganz in dieses Idyll zu passen.

Baamhakke in Piding: Zeuge findet Schwerverletzten mit Stichverletzungen

Auch am Montagvormittag (16. Mai) laufen die Ermittlungen zu dem tragischen Vorfall, der sich in den frühen Morgenstunden des Vortages ereignete. Gegen 4.40 Uhr fand ein Zeuge einen schwerverletzten 21-Jährigen, der keine 250 Meter entfernt vom allseits bekannten Baamhakke auf der Straße lag. Dem jungen Mann waren Stichverletzungen zugefügt worden. Er kam sofort ins Krankenhaus und befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr.

Tagsüber idyllisch, abends die „Hauptverkehrsader“ hoch zum Baamhakke. In diesem Bereich dürfte der schwerverletzte 21-Jährige aufgefunden worden sein.

Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt bereits seit Sonntag unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft wegen eines versuchten Tötungsdelikts, erklärt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber BGLand24.de. „Die hat unmittelbar vor Ort den Tatort übernommen, Spuren gesichert und weitere Standardmaßnahmen durchgeführt.“ Zuständig für Tötungsdelikte ist bei der Kripo Traunstein das Fachkommissariat K1.

Noch am selben Tag stellt sich dann der mutmaßliche Täter bei der Polizei in Bad Reichenhall. Der 21-jährige Bad Reichenhaller wird dabei festgenommen. Bei seiner Vernehmung durch die Kripo-Beamten gesteht er, das Opfer im Streit bei einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Messer verletzt zu haben.

Keine Streiterei im Baamhakke

Ob die Streiterei womöglich schon im Tanzlokal ihren Lauf nahm, ist nicht bekannt. Ob die Tat dort stattfand, wo der Verletzte aufgefunden wurde, kann Sonntag ebenfalls nicht sagen. Im Baamhakke selbst war während der Veranstaltung Samstagnacht jedenfalls alles ruhig, erklärt der Betreiber Severin Stumpfegger. „Es gab überhaupt keine Streiterei. Ich bin dann um circa 4.30 Uhr ins Bett. Da war im Baamhakke selbst und im Außenbereich niemand mehr.“

Stumpfegger hatte bereits lange vor der schrecklichen Tat eine zusätzliche Kraft am Eingang des Tanzlokals eingestellt. „Der greift ein, wenn‘s ist.“ Bedarf gebe es jedoch fast nie, Schlägereien seien sehr selten. Wäre der Täter nicht so schnell gefasst und das Opfer etwa ohne Grund von hinten angegriffen worden, hätte der Betreiber auf das versuchte Tötungsdelikt reagiert und seine Sicherheitsmaßnahmen wohl verstärkt.

Betroffenes Piding: „Sind in Gedanken bei dem Opfer“

In Piding zeigt man sich betroffen. „Wir sind in Gedanken bei dem Opfer und dem sozialen Umfeld, das sich jetzt Sorgen macht“, so Bürgermeister Hannes Holzner. Generell sei es jedoch traurig, dass es auf Veranstaltungen auch zu Gewalttaten käme. „Natürlich gibt es manchmal Streitereien, wenn Leute fortgehen. Aber warum muss man das mit Waffen austragen? Das hat es früher in diesem Umfang aus meinem Empfinden auch nicht gegeben.“

Die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft dauern derzeit an, teilt letztere mit. Wie es weitergeht und ob ein Haftantrag gestellt wird, entscheidet letztlich die Staatsanwaltschaft Traunstein.

ce

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