Pfiadi Maxi! Griasdi Lukas!

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Was für schöne Namen, dachten sich auch viele Eltern. Im Jahr 2014 gaben sie ihren Babys im Freistaat diese beiden am häufigsten. Foto: Klaus Haag

Lucas/Lukas verdrängt Maximilian als beliebtesten Vornamen in Bayern. Die meisten Mädls aber werden nach wie vor Sophia/Sofia genannt.

Die Beliebtesten Vornamen 2014  

Lucas/Lukas verdrängt Maximilian als beliebtesten Vornamen in Bayern. Die meisten Mädls aber werden nach wie vor Sophia/Sofia genannt.

von Claudia Thaler

München – Es ist eine kleine Revolution, eine Windelrevolution, die sich im auslaufenden Jahr im Freistaat abgespielt hat. Maximilian ist nicht mehr der beliebteste Bubenname in Bayern. Erstmals steht neben Sophia/Sofia der Lucas/Lukas auf der Spitzenposition. „Dass Maximilian von Platz eins verdrängt wird, hat es in meiner Statistik noch nicht gegeben“, sagt der Ahrensburger Hobby-Forscher Knud Bielefeld. Da es keine amtliche Vornamenstatistik gibt, wertet er seit 2006 die häufigsten Babynamen in allen Bundesländern aus. Heuer basiert die Liste auf 181 300 Geburtsmeldungen von 450 Kliniken, Geburtshäusern und Standesämtern – „das sind 27 Prozent aller 2014 in Deutschland geborenen Babys“.

In Deutschland lauten die

beliebtesten Vornamen 2014 Emma und Ben. Zum ersten Mal führt Emma die Hitlisten an, wie Bielefeld sagte. Ben ist bereits zum vierten Mal in Folge Spitze. Auch auf den bundesweiten Plätzen zwei und drei gab es kleine Veränderungen: Bei den Mädchen folgen Ex-Spitzenreiter Mia und Hanna/Hannah, bei den Buben Luis/Louis und Paul.

Neu ist der Trendname Mats. Weil sich Eltern gerne an medialen Ereignissen orientieren, prophezeite Bielefeld schon nach dem WM-Finale im Juli dem Fußballer Mats Hummels Rekorde: nicht auf dem Spielfeld, aber als Namenspate. Besonders in Nordrhein-Westfalen, der Heimat von Hummels, gebe es einen Boom, sagt Bielefeld. „Noch nie wurden so viele Babys wie im Jahr 2014 Mats genannt“, so der Namensforscher. Das Fußballjahr hat insgesamt deutliche Spuren hinterlassen: Erstmals findet sich Neymar unter den Top 150, unzählige Samis, einige Lionels und wenige Cristianos und Arjens landen ebenfalls in der Hitliste. Einzige Ausnahme: Manuel und Mario – trotz Heldenstatus sind sie kein Erfolg in der Namensgebung.

Politiker als Paten sind selten, aber einen Barack und mehrere Erdogans findet der Forscher in seiner Statistik. Nur die Bundeskanzlerin ist unbeliebt: „Angela ist so was von aus der Mode.“

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