PROTEST

Pfarrer wechselt von CSU zu CDU

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Regensburg – Der evangelische Regensburger Pfarrer Ulrich Schneider-Wedding hat aus Protest gegen die restriktive Flüchtlingspolitik die CSU verlassen – und ist dafür in die CDU eingetreten.

„Als Christ und als Pfarrer konnte ich nicht länger eine Partei unterstützen, aus der heraus Kanzlerin Angela Merkel wegen ihrer humanitären Haltung angegriffen wird“, schreibt Schneider-Wedding in einem Brief an CSU-Chef Horst Seehofer. Schneider-Wedding war früher Pfarrer in München, wurde aber versetzt. Er habe zwar fünf Jahre nach seinem Eintritt die CSU, nicht aber die Union verlassen, schreibt er. Denn inzwischen habe ihn der Merkel-freundliche CDU-Ortsverband Wünschendorf in Thüringen aufgenommen.

Damit dies möglich wurde, musste der Regensburger eine Ausnahmeregelung in der CDU-Satzung bemühen: „Zum Zeitpunkt des Eintritts war ich auch in Thüringen beruflich tätig“, sagt der Pfarrer. Nur deshalb sei der Eintritt möglich. Er übt in seinem Schreiben auch Grundsatzkritik: Populismus sei „nur eine Schein-Antwort“. Parolen wie „damit Deutschland Deutschland bleibt“ im neuen CSU-Parteiprogramm lösten keine Probleme.  mm/lby

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