„Paula?“, schallte es in aller Frühe durch das Wäldchen am See – und das schrecklich laut.

„Paula?“, schallte es in aller Frühe durch das Wäldchen am See – und das schrecklich laut.

„Hier bin ich!“, quakte ich sofort. Doch es war zu spät. Von unserem Geschnatter war Waldkauz Ulrich wach geworden. Müde streckte er seinen Kopf aus einer Baumhöhle. „Was soll das Getöse“, kauzte er. „Ich war die halbe Nacht auf Mäusejagd und bin eulenmüde.“ Einmal geweckt geht es Ulrich aber wie vielen Zweibeinern – er kann dann nur noch schwer einschlafen. Darum wollte er jetzt wenigstens wissen, warum wir ihn aus dem Schlummer gerissen hatten. „Ich brülle doch gar nicht“, quakte Klara. „Verglichen mit dem Ruf des Einlappenkotingas ist mein Geschnatter leise wie eine fallende Schneeflocke.“ Sie verriet uns, dass dieser gefiederte Schreihals im Regenwald Brasiliens lebt. Die Männchen sind schneeweiß. Die Vögel haben einen seltsamen Lappen, der oberhalb des Schnabels angewachsen ist und wie ein Wurm nach unten hängt. Die Männchen gelten als die lautesten Vögel der Welt. Wollen sie eine Vogeldame beeindrucken, brüllen sie sich sozuquaken in ihr Herz. Vogelforscher haben gemessen, dass der Schalldruck ihres Rufes in vier Metern Entfernung bei 104 Dezibel liegt, teils sogar höher. Damit erreichen sie die Lautstärke von Discomusik. Eure Paula

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