Passanten retten Obdachlosen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

55-Jähriger kauerte bereits zugeschneit auf der Dachauer Straße Der Mann war bereits mehrere Zentimeter mit Schnee bedeckt, als ihn zwei aufmerksame Passanten am frühen Montagmorgen auf der Dachauer Straße bemerkten.

Sie versuchten mit ihm zu sprechen, doch der Obdachlose kauerte reglos auf dem Boden. Der 55-jährige Mann war alkoholisiert, desorientiert und drohte zu erfrieren.

Geistesgegenwärtig alamierten die zwei Passanten den Notruf und warteten auf die Sanitäter der Johanniter, die gegen drei Uhr morgens eintrafen. Die Retter verfrachteten den Mann sofort in den beheizten Rettungswagen und stellten fest, dass seine Körpertemperatur bereits auf 28 Grad gesunken war. Bei Körpertemperaturen unter 33 Grad spricht man schon von Unterkühlung, ab 27 Grad wird es lebensbedrohlich.

Der Mann wurde stationär in einem Münchner Krankenhaus aufgenommen. Mittlerweile geht es ihm schon wieder besser. Jetzt wird sich der Sozialdienst des Krankenhauses darum kümmern, dem Obdachlosen entsprechende Hilfsangebote zu vermitteln. Der am Einsatz beteiligte Rettungsassistent Christian Elbe lobte das couragierte Verhalten der Passanten: „Es sind die Ersthelfer, die Leben retten können, indem sie rasch den Notruf 112 wählen.“ Und indem sie nicht weggehen, ehe die Sanitäter eintreffen. Denn bis dahin, erläutert Elbe, muss dafür gesorgt werden, dass die restliche Körperwärme erhalten bleibt. Das kann durch Wolldecken geschehen, mit Jacken oder mit einer Rettungsfolie, die sich in jedem Autoverbandskasten befinden sollte.  pls

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare