Ein Paradies für Schmankerlsucher Einmal im Jahr verwandelt sich die Münchner Ludwigstraße zum größten Bauernmarkt Bayerns.

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Ein Paradies für Schmankerlsucher. Einmal im Jahr verwandelt sich die Münchner Ludwigstraße zum größten Bauernmarkt Bayerns.

120 Direktvermarkter präsentierten Leckereien vom Tegernseer Gin bis zur Yak-Salami – und die Münchner können gar nicht genug davon bekommen.

VON DOMINIK GÖTTLER

München – Als die Ludwigstraße vor acht Jahren zum ersten Mal zum größten Bauernmarkt Bayerns wurde, warteten Elisabeth und Leonhard Filgertshofer aus Lenggries gespannt in ihrem Käsewagen. „Ich wollte unbedingt dabei sein“, sagt die gebürtige Münchnerin. Ein Abstecher zurück in die Heimatstadt – im Gepäck ein buntes Sortiment aus Ziegenkäse, den die Familie auf ihrem Hof in Lenggries herstellt. „Das Wetter war schlecht und trotzdem mussten wir um drei Uhr nachmittags zusperren, weil wir nichts mehr übrig hatten.“ Die Münchner waren verrückt nach den Käsespezialitäten aus dem Tölzer Land – und sie sind es bis heute.

Einmal im Jahr kommen die Städter am Wochenende ausnahmsweise mal nicht hinaus aufs Land, sondern das Land zu ihnen. Rund 120 landwirtschaftliche Direktvermarkter aus ganz Bayern hatten sich gestern wieder in München versammelt, um die Städter mit Schmankerln und Handwerkskunst zu versorgen. Gewärmt von der Herbstsonne schlenderten tausende Besucher von Stand zu Stand, um sich mit regionalen Spezialitäten verwöhnen zu lassen.

Dass so mancher etwas verwundert vor seinem Wagen Halt macht, ist Alfons Kohl aus Taufkirchen im Landkreis Mühldorf am Inn schon gewohnt. Denn nach einer Expedition in Nepal vor gut 20 Jahren hat er beschlossen, auf seinem Betrieb künftig Yaks zu züchten. Heute tummeln sich 70 Yaks auf seinen Weiden und Kohl bietet Yak-Pfefferbeißer, Yak-Leberwurst oder Yak-Schinken an – zur Freude seiner Kunden in ganz Deutschland.

Und wer nach Ziegenkäse und Yak-Wurst, nach Waldhonig-Brot und Ochsensemmel, nach Kürbiskernsuppe und Apfelstrudel etwas braucht, um die Verdauung anzuregen, der landet womöglich bei Andreas Liedschreiber. Der Renner am Stand des Edelbrand-Sommeliers aus Gmund am Tegernsee ist der Teg-Lake-Gin. Und wem der Wacholderschnaps zu kräuterlastig ist, der kann sich auch mit Likör aus Heumilch von der Naturkäserei Kreuth oder aus Tegernseer Dunkelbier trösten.

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