Wie werde ich zum Organspender? In fünf kurzen Schritten zum eigenen Organspendeausweis

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Organspenden
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Organspendeausweis nach §2 des Transplantationsgesetzes.

Viele Menschen haben sicher schon einmal mit dem Gedanken gespielt, sich einen Organspendeausweis zuzulegen. Aber extra einen beantragen? Einen Organspendeausweis zu erstellen, geht ganz schnell - von zu Hause aus.

Berlin/München/Rosenheim - Organspenden retten Leben. Und in Deutschland werden im europäischen Vergleich im Schnitt weniger Organe gespendet, als in anderne Ländern. Experten sagen: Das liegt an der Zustimmungsregelung für Organspenden. Wer in Deutschland im Ernstfall zum Organspender werden will, muss sich vorher aktiv dazu entschieden haben. Oder die Angehörigen müssen es tun, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.

Die einfachste Möglichkeit, unter den in Deutschland geltenden rechtlichen Regelungen zum Organspender zu werden, ist der Organspendeausweis. Und im Gegensatz zu anderen Ausweispapieren kann sich jeder selbst einen Organspendeausweis nach Paragraf 2 des Transplantationsgesetzes erstellen. Einfach online ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und den Ausweis in den Geldbeutel stecke. Schon ist man Organspender und potenzieller Lebensretter - für 9000 Menschen, die in Deutschland auf eine Organspende warten.

Organe werden nur entnommen, wenn ein Mensch als tot gilt. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, lesen Sie hier.

Hier geht es zur Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Organspendeausweis

  1. Gehen Sie auf die Internetseite Organspende.info. Diese wird betrieben von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Dort gibt es auch viele weitere Informationen rund um das Thema Organspende.
  2. Füllen Sie das Onlineformular für den Organspendeausweis aus. Notwendig sind Angaben darüber, welche Organe im Ernstfall entnommen werden dürfen. Es ist möglich, einer Organspende grundsätzlich zuzustimmen, bestimmte Organe auszunehmen oder bestimmte Organe zu benennen, die im Fall der Fälle entnommen werden dürfen. Interessant ist der Organspendeausweis auch für Menschen, die keine Organe spenden wollen. Denn im Ausweis steht auch die Auswahl zur Verfügung, der Organentnahme zu wiedersprechen. Letzte Option ist, eine Person zu benennen, die im Ernstfall über eine Organspende entscheiden soll.
  3. Im nächsten Schritt werden die erforderlichen persönlichen Daten auf dem Organspendeausweis eingetragen: Name, Geburtsdatum und Adresse des potenziellen Organspenders. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf hin: "Bitte beachten Sie, dass Ihr Ausweis an keiner offiziellen Stelle registriert oder hinterlegt wird. Aus diesem Grund sollten Sie ihn immer bei sich tragen und Familienangehörige oder Vertrauenspersonen über Ihre Entscheidung informieren."
  4. Nach dem Klick auf "Organspendeausweis erstellen" und dann "Ausweis speichern" werden Sie weitergeleitet auf Ihren persönlichen Organspendeausweis, den Sie ausdrucken und fortan immer bei sich tragen können.
  5. Auf der Rückseite des gedruckten Organspendeausweises müssen Sie nur noch das Datum eintragen und unterschreiben.

Schon sind Sie Organspender.

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