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Anstich am Samstag um 12 Uhr

Nach 1076 Tagen: Wiesn-Comeback mit „Weltneuheit“ – Wetterprognose macht OB Reiter Sorgen

Fans einer gemütlichen Runde: Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner, Oberbürgermeister Dieter Reiter und Fahrgeschäft-Inhaber Matthias Niederländer in der Krinoline.
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Fans einer gemütlichen Runde: Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner, Oberbürgermeister Dieter Reiter und Fahrgeschäft-Inhaber Matthias Niederländer in der Krinoline.
  • Phillip Plesch
    VonPhillip Plesch
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  • Leoni Billina
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Zwei Jahre lang hat das Virus dazwischengefunkt – am Freitag kehrt die Wiesn zurück: Das 187. Oktoberfest beginnt. Die Wiesn-Chefs geben sich beim offiziellen Rundgang optimistisch.

München – Es ist laut, Lieferwagen und Gabelstapler wuseln wie Ameisen durcheinander. An allen Ecken wird geschraubt, gehämmert und ausgepackt. Dazu kommen die Bedienungen, die sich an den Büros der Festzelte einschreiben. Mittendrin: Eine Meute an Journalisten, Stadtpolitikern, Wirten und Brauerei-Vertreten. Der offizielle Wiesn-Start ist zwar erst am Samstag. Doch auf der Theresienwiese ging’s am Donnerstag schon rund. Über 200 Interessierte schlängelten sich beim offiziellen Oktoberfest-Rundgang durch die Gassen. Ganz gespannt, was es in diesem Jahr so Neues gibt. Das Interesse am größten Volksfest der Welt ist riesig – und die Vorfreude greifbar. 1076 Tage Wiesn-freie Zeit – am Freitag ist die Durststrecke vorbei (alles zu den Wiesn-Reservierungen).

Die Zeit für Zeltbauer und Schausteller drängt. Schließlich muss bis Samstag zum Anstich um 12 Uhr alles fertig sein. Dem fiebert auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) schon entgegen. Sein Anstich-Training lief gut. Doch ein Hauch Nervosität wird dabei sein. „Ich versuche, auszublenden, dass Millionen Fernsehzuschauer zusehen“, sagt er. Um 12.02 Uhr herrscht am Samstag Gewissheit, ob alles gut lief.

Dass Reiter am Donnerstag überhaupt über das voll besetzte Festgelände schreiten konnte, hätte er vor fünf Monaten nicht gedacht. Die Pandemie und ihre Folgen hatte Deutschland noch fest im Griff. Die Aussichten waren nicht die besten. „Insgesamt geht es darum, dass man die Zuversicht gewinnt, dass dieses Oktoberfest stattfinden kann, ohne dass man ein übergroßes Risiko eingeht“, sagt Reiter. „Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es durchführbar ist, und dass ich im April damit richtig entschieden habe.“

Viele neue Wirte auf dem Oktoberfest 2022

Der OB ist ein gefragter Mann. Ständig werden ihm auf der Tour Mikros und Aufnahmegeräte unter die Nase gehalten. An den verschiedenen Stationen heißt es, aufstellen fürs Gruppenfoto. Die Stimmung ist gut. Das Wetter tut dazu sein Übriges. Der angekündigte Regen bleibt aus.

Frohen Mutes und in freudiger Erwartung des Wiesn-Starts sind auch die neuen Wirte auf dem Oktoberfest. Peter Reichert hat die Bräurosl übernommen. „Wirt, Zelt, Küche, Bierleitung – bei uns ist eigentlich alles neu“, sagt er. Direkt daneben feiern Kathrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger mit der Münchner Stubn, einem der kleineren Zelte, ihre Premiere. Und auf der Oiden Wiesn sind Lorenz und Christine Stiftl die neuen Wirte des Volkssängerzelts Schützenlisl. Das Musikprogramm hat Traudi Siferlinger zusammengestellt, die jeden Tag selbst auf der Bühne steht und kaum erwarten kann, dass es endlich losgeht.

Eine Neuerung, die Leben retten soll, findet man am Servicezentrum. „Eine Weltneuheit“, sagt Viktoria Bogner-Flatz, Chefärztin der Zentralen Notaufnahme der Kreisklinik Ebersberg. „Das erste mobile CT auf einem Volksfest.“ Bei Platzwunden am Kopf soll direkt am Festgelände festgestellt werden, ob es Hirnblutungen gibt. Dann kann so schnell wie möglich gehandelt werden. Zudem muss nicht jeder Patient ins Krankenhaus geschickt werden. Das entlastet die Notaufnahmen.

Wiesn-Comeback: Bei den Fahrgeschäften gibt es Neuzugänge wie die Ballonfahrt

Auch bei den Fahrgeschäften gibt es Neuzugänge wie die Ballonfahrt. „Das Schöne auf der Wiesn ist, dass es alle Arten von Fahrgeschäften gibt“, sagt Reiter. Er gehöre nicht zur Kategorie höher, schneller, weiter, sondern mag es gediegener, scherzt er. Für ein Foto nimmt er mit Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner und Inhaber Matthias Niederländer in der Krinoline Platz. Die ist ganz nach dem Geschmack der beiden Politiker.

Ein wenig Sorge bereitet den Verantwortlichen der Blick auf die Wettervorhersage. „Ich habe noch eine Grundhoffnung, dass der Wetterdienst sich getäuscht hat“, sagt Reiter. Sonst werde es eine feuchte und kühle Angelegenheit. Aber das ist der OB von vorigen Einzügen schon gewohnt.

Er freut sich besonders darauf, am letzten Tag, wenn alles vorbei ist, mit seiner Frau Riesenrad zu fahren. Ein schönes Gefühl, wenn nichts passiert und alles gut gegangen sei und alle ihren Spaß hatten. Doch dafür muss die Wiesn erst einmal starten.

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