Skisaison 20/21: Bei Après-Ski und an den Liften setzt Österreich auf Mindestabstand

Am heutigen Donnerstag, den 24. September, hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verkündet, wie Wintersport und das Feiern danach in Zeiten der Pandemie aussehen werden. Wir fassen für Sie zusammen.

Update 11.30 Uhr:

Die neuen Regeln für die Ski-Saison 2020/21 in Österreich im Überblick:

Seilbahnen: 85 Prozent der Seilbahnen in Österreichs Skigebieten sollen öffnen – besonders die, in denen die Beförderungszeit weniger als 15 Minuten beträgt. Betreiber müssen auf Mindestabstand achten und darauf, dass die Wintersportler eine Maske tragen.

Ski-Schulen: Auch hier darf eine Gruppe maximal 10 Personen umfassen. Skilehrer und Reisebegleiter sollen sich rgelmäßig und gratis auf das Coronavirus testen lassen können.  

Après-Ski: Wie auch im restlichen Österreich gilt auch hier eine Begrenzung für Besuchergruppen auf maximal zehn Personen – mit einem Mindestabstand zwischen den Gruppen von einem Meter. Essen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen konsumiert werden. Auf dem Weg zum Sitzplatz muss eine Mund-Nasen-Schutz getragen, das Personal muss mit Maske arbeiten. Bei Verstößen sind Strafen für Gäste von bis zu 500 Euro angedroht, Betreiber müssen mit mehreren Tausend Euro rechnen.

Erstmeldung 24. September, 9.30 Uhr:

Thema: „Sicherer Wintertourismus in Österreich“

Bundeskanzler Sebastian Kurz, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer und Tirols Landeshauptmann Günther Platter informieren zum Thema „Sicherer Wintertourismus in Österreich“ ab 10 Uhr in einer Pressekonferenz.

Vorwürfe gegen Ischgl, Tirol und Kanzler Kurz: Auch Rosenheimer klagen – Finanzier gesucht

Noch Anfang September hieß es, dass Österreich die Ski-Gebiete im Winter offenhalten will. . «Wir müssen in allen Bereichen unseres Lebens versuchen, ein so normales Leben wie möglich zu führen», betonte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am 8. September bei einem Besuch in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. «Wintertourismus und Skifahren wird möglich sein.»

Angst um großen Wirschaftsfaktor

Mit Blick auf die Skisaison verwies Kurz vor wenigen Wochen auch darauf darauf, dass der Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor in Österreich sei. Es gehe um sehr viele Arbeitsplätze. Ein Konzept werde derzeit ausgearbeitet, sagte Kurz. Details nannte er nicht. Zugleich betonte er, dass es Après-Ski in der gewohnten Form nicht geben werde. Bei Partys im Skiort Ischgl hatten sich viele Touristen gerade auch aus Deutschland mit dem Virus angesteckt.

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Skifahren in Risikogebieten in Österreich?

In Österreich hat es nach der Hauptstadt Wien nun auch die Urlaubsregion Vorarlberg mit der Hauptstadt Bregenz südöstlich vom Bodensee getroffen – sie wurden von Deutschland zum Corona-Risikogebit erklärt.

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen und dann in Quarantäne bleiben, bis das Ergebnis da ist. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben.

(dpa/red)

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