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Welche Folgen hat das für die Winterferien?

Österreich ab Sonntag wieder Hochrisikogebiet - Das müsst Ihr wissen

Coronavirus - Österreich
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Corona-Regeln in Österreich (Symbolbild).
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
    schließen

Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag (16. Januar) an erneut als Hochrisikogebiet ein. Nur einige Gemeinden sind ausgenommen. Diese Folgen hat die Einstufung für Urlauber:

Raus aus der Schule, rein in den Pulverschnee der Alpen - für viele Kinder und ihre Familien ist dieser Wunsch wohl faktisch geplatzt: Mit Österreich gilt künftig auch das letzte Nachbarland wieder als Hochrisikogebiet. Mit entsprechenden Folgen für die Winterferien. In Bayern beginnen diese am 28. Februar.

Alle Nachbarländer Deutschlands nun Hochrisikogebiete

Ausgenommen von der Einstufung sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag (14. Januar) mit. Damit werden dann alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste stehen. Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande sind schon seit längerem als Hochrisikogebiete ausgewiesen. Neben Österreich kommen mehr als 30 andere Länder auf die Liste, viele davon in Afrika und in der Karibik.

Regeln bei der Rückkehr nach Deutschland

Insgesamt werden mehr als 50 Länder vom Robert Koch-Institut (RKI) ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete eingestuft. Ungeimpfte müssen bei der Rückkehr aus einem solchen Land daheim für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für Geimpfte und Genesene gibt es dagegen keine Quarantänepflicht nach der Rückkehr.

Es gilt aufgrund der zunehmenden weltweiten Verbreitung von leicht übertragbaren SARS-CoV-2-Varianten, eine generelle Nachweispflicht. Die bedeutet, dass Personen ab 6 Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Die generelle Nachweispflicht gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat.

Unabhängig vom Impfstatus müssen alle Reisenden eine Einreiseanmeldung ausfüllen, wenn sie aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland heimkehren. Das geht online, aber im Notfall auch auf Papier. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne auch ohne Nachweis eines negativen Testergebnisses fünf Tage nach der Wiedereinreise. Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind Urlauber, die auf dem Weg nach Hause ein Hochrisikogebiet lediglich durchfahren.

Vor allem für Familien mit schulpflichtigen Kindern, die keinen vollständigen Impfschutz haben, könnte die am Freitag verkündete Entscheidung weitreichende Folgen haben. Sie laufen Gefahr, dass die Kinder nach einem Schneevergnügen in den Alpen den Beginn des Unterrichts verpassen und stattdessen zu Hause in Quarantäne festsitzen.

Einstufung erleichtert kostenlose Stornierungen

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Durchreise ohne Stop weiterhin problemlos möglich

Vor nicht notwendigen touristischen Reisen nach Österreich wird gewarnt - dies dürfte insbesondere den Wintertourismus hart treffen. Die Durchreise durch das Land ohne Zwischenstopp ist hingegen weiterhin ohne Einschränkungen möglich.

Österreichische Tourismusministerin kritisiert Entscheidung

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger befürchtet, dass die erneute Einstufung ihres Landes als Hochrisikogebiet der Tourismusbranche schadet. Sie kritisierte die deutsche Regelung, nach der auch ungeimpfte Kinder unter zwölf Jahren bei der Rückkehr aus Österreich künftig mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben müssen - wies aber auf eine recht einfache Lösung des Problems hin: „Wer geimpft ist, kann jederzeit einen sicheren und erholsamen Urlaub in Österreich verbringen“, meinte Köstinger.

Maskenpflicht im Freien in mehren Skiorten

Wegen hoher Inzidenzen ist in den beliebten Tiroler Skiorten Kitzbühel, Ischgl und St. Anton in Österreich eine verschärfte Maskenpflicht im Freien eingeführt worden. Im Zentrum von Kitzbühel müssen seit Freitag FFP2-Masken getragen werden. Die Regel gilt bis zum 23. Januar - dem letzten Tag der traditionellen Herren-Skirennen, die trotz hoher Corona-Zahlen vor 1000 Zuschauern abgehalten werden sollen.

In Ischgl und St. Anton gilt eine ähnliche Regelung seit Donnerstag. Die beiden Orte liegen im Bezirk Landeck, wo die Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zuletzt bei rund 2900 stand. Im Bezirk Kitzbühel lag der Wert bei ungefähr 3400. Damit liegen diese Regionen weit über dem österreichischen Gesamtwert, der wegen der sich stark ausbreitenden Omikron-Variante zuletzt auf die 1000er Marke zusteuerte.

mh (mit Material der dpa)

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