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Kritische Corona-Lage in oberbayerischen Kliniken

Keine aufschiebbaren Operationen an Schwerpunktkrankenhäusern: Region massiv betroffen

  • Max Partelly
    VonMax Partelly
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Angesichts der höchst angespannten Lage in den oberbayerischen Krankenhäusern hat die Regierung von Oberbayern die COVID-19-Schwerpunktkrankenhäuser im gesamten Regierungsbezirk nach Stufe 3a des Notfallplans zur Corona-Pandemie dazu verpflichtet, von sämtlichen unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren stationären Behandlungen abzusehen. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Oberbayern - Die stationären Kapazitäten sollen für die Behandlung von Notfallpatienten, COVID-19-Patienten sowie Patienten, deren planbare Behandlung aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann, reserviert werden

Die Anordnung gilt für die COVID-19-Schwerpunktkrankenhäuser in allen oberbayerischen Rettungszweckverbänden (Liste der Krankenhäuser der Region siehe untenbis einschließlich 10. Januar 2022. Das gestiegene Aufkommen an Corona Patienten, das weiterhin ungebremst exponentielle Infektionsgeschehen sowie die Auslastung der Intensivbetten, die für ganz Oberbayern 94 Prozent beträgt, und die massive Zunahme der Belegung der Betten auf den Normalstationen mit COVID-Patienten machten eine sofortige Entscheidung im öffentlichen Interesse erforderlich. Ziel ist es, eine ausreichende intensiv- und allgemeine medizinische Versorgung von allen Patienten sicherzustellen, die durch medizinische Notfälle – wie beispielsweise Schlaganfall und Herzinfarkt – aber auch durch schwere COVID-19-Erkrankungen besonders betroffen sind oder deren planbare Behandlung aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann. 

Die Verpflichtung, unter medizinischen Aspekten aufschiebbare stationäre Behandlungen vorübergehend zu unterlassen, betrifft Eingriffe, die ohne dauerhaften Schaden für die Patienten aufgeschoben werden können. Dazu gehören beispielsweise orthopädische Eingriffe wie Knie- oder Hüftoperationen bei Gelenkverschleiß. Medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen sind von der Anordnung selbstverständlich nicht erfasst. Über die medizinische Dringlichkeit entscheiden die behandelnden Ärzte. 

Soweit aufgrund der Verfügung der Regierung von Oberbayern bereits geplante Behandlungen abgesagt werden müssen, werden die betroffenen Patientinnen und Patienten darüber von den jeweiligen Krankenhäusern informiert

„Die Entwicklung in den oberbayerischen Krankenhäusern gibt Anlass zu Besorgnis. Das Personal in den Kliniken arbeitet bereits seit geraumer Zeit an der Grenze der physischen und psychischen Belastung. Mir ist bewusst, dass die nun notwendige Absage oder Verschiebung von Behandlungen für viele Patientinnen und Patienten eine Belastung darstellt. Die sich zuspitzende Lage in den oberbayerischen Krankenhäusern lässt uns aber leider keine andere Wahl. Die betroffenen Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien bitte ich um Verständnis“, so Regierungspräsidentin Maria Els. Sie appelliert eindringlich an die Bevölkerung, weiterhin Vorsicht walten zu lassen und die allgemeinen Infektionsschutzregeln zu beachten: „Halten wir zusammen! Lassen Sie sich impfen, so weit noch nicht geschehen! Denken Sie rechtzeitig auch an eine Auffrischungsimpfung! Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung kann es gelingen, auch die vierte Infektionswelle zu bewältigen.“

  • Region Rosenheim 
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  • RoMed Klinikum Rosenheim 
  • RoMed Klinikum Bad Aibling 
  • RoMed Klinikum Prien am Chiemsee 
  • RoMed Klinikum Wasserburg am Inn 
  • Schön Klinik Vogtareuth 
  • Schön Klinik Bad Aibling 
  • Region Traunstein 
  • Klinikum Traunstein 
  • Kreisklinik Trostberg 
  • Kreisklinik Freilassing 
  • InnKlinikum Mühldorf am Inn 
  • InnKlinikum Altötting 
  • InnKlinikum Burghausen 
  • Kreisklinik Bad Reichenhall
  • Region München 
  • Klinik Augustinum München 
  • Krankenhaus Barmherzige Brüder, München 
  • München Klinik Bogenhausen 
  • Artemed Klinikum München Süd 
  • Deutsches Herzzentrum München 
  • Klinikum Dritter Orden, München-Nymphenburg 
  • Klinikum der LMU, München-Großhadern 
  • München Klinik Harlaching 
  • Internistisches Klinikum München-Süd 
  • Krankenhaus Martha-Maria, München-Solln 
  • Klinikum der LMU – München-Innenstadt 
  • München Klinik Neuperlach 
  • Krankenhaus Neuwittelsbach 
  • HELIOS Klinikum München-West 
  • HELIOS Klinikum München-Perlach 
  • Klinikum rechts der Isar der TU München 
  • Rotkreuzklinikum München, Betriebsstätte Nymphenburg München Klinik Schwabing 
  • ISAR Klinikum, München-Innenstadt

Pressemitteilung Regierung Oberbayern

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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