Schwieriger Bergungseinsatz

Auto stürzt am Brünnstein 60 Meter ab: Ein Mann stirbt, ein anderer überlebt

Ein Spazialfahrzeug bei der Bergung des Autos, das am Brünnstein einen Abhang hinunter gestürzt ist.
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Ein Spazialfahrzeug bei der Bergung des Autos, das am Brünnstein einen Abhang hinunter gestürzt ist.

Ein schrecklicher Verkehrsunfall, bei dem ein Mensch ums Leben kam, hat sich am frühen Sonntagmorgen (23. August) auf der Forststraße am Brünnstein ereignet. Die Hintergründe für das Unglück sind noch völlig unklar. 

Update 24. August, 13.48 Uhr

Spezialgerät zur Bergung des abgestürzten Wagens im Einsatz

Aufgrund der Geländeverhältnisse gestaltete sich die Bergung des Unfallfahrzeugs schwierig. „Wir waren insgesamt rund acht Stunde im Einsatz“, berichtet Christian Waldschütz, Geschäftsführer des gleichnamigen Abschleppunternehmens in Irschenberg, im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Er war mit der Bergung des Unfallwagens beauftragt.

Der Suzuki-Geländewagen, der von einer Forststraße abgerutscht und 60 Meter in die Tiefe gestürzt ist, musste von der Fachfirma im Steilhang zunächst gesichert und dann etwa 150 bis 200 Meter die Böschung hinaufgezogen werden.

Als sehr hilfreich habe sich das neue Spezialfahrzeug erwiesen, welches die Firma erst vor rund drei Monaten in Betrieb genommen habe. „Es ist genau für solch komplizierte Bergungen gedacht und verfügt unter anderem über Winden und einen Kran“, so Waldschütz. Dennoch: Um genügend Seilmaterial für das Hochziehen des Unfallwagens auf die schmale Bergstraße zu verfügen, von der das Fahrzeug abgekommen ist, habe man praktisch alle Bestände in der Firma zusammennehmen und miteinander verknüpfen müssen.

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Die Erstmeldung von Sonntag, 23. August

Pressemeldung der Polizei 

In den frühen Morgenstunden des 23.08.2020 ereignete sich auf einer Forststraße in Oberaudorf im Bereich Längau (Brünnstein) ein tödlicher Verkehrsunfall. Zwei Männer, ein 37-jähriger und ein 44-jähriger, fuhren mit einem PKW im Bereich der Baumoosalm, als das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug stürzte ca. 60 Meter die Böschung hinab auf eine Almwiese. Ein Ersthelfer meldete den Unfall. 

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Einer der beiden Männer verstarb noch an der Unfallstelle, der andere wurde aufgrund seiner Verletzungen mit dem Rettungshelikopter ins Krankenhaus transportiert. 

Großeinsatz zur Bergung

Die Bergung des Fahrzeugs und der Verunfallten gestaltete sich aufgrund des alpinen Geländes schwierig. Hierbei unterstützte ein Polizeihubschrauber, die Bergwacht Oberaudorf mit 10 Mann und die Feuerwehr die eingesetzten Kräfte vor Ort. Die Unfallursache konnte bislang noch nicht abschließend geklärt werden. 

Zur Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Gutachten angeordnet. Auch ist noch nicht geklärt, weshalb die beiden Männer dort unterwegs waren. 

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