Polizei zeigt überhaupt kein Verständnis

Mann klebt Hakenkreuz an Behörden-Eingang - und präsentiert abenteuerliche Begründung

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Ein Mann hat ein Hakenkreuz an die Tür des Heimatministeriums in Nürnberg geklebt. Das ist seine Begründung.

Nürnberg - Ein 37-Jähriger hat an die Einganstür des Heimatministeriums in Nürnberg ein Hakenkreuz aus goldfarbenen Plastikstöcken geklebt.  

Der Mann gab gegenüber der Polizei an, das Ganze sei Teil einer Kunstaktion gewesen. Er selbst sei Aktionskünstler. Laut Polizei habe er einen Fotografen dabei gehabt, der die Aktion dokumentierte. Politische Parolen seien jedoch nicht gefallen.

Trotzdem muss sich der Mann jetzt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor Gericht verantworten. „Ein Hakenkreuz ist ein Hakenkreuz“, so der Sprecher der Polizei. 

Der 37-Jährige hatte das Hakenkreuz mit Klebeband an der Tür befestigt. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Gebäudes rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, hatte der Mann das Hakenkreuz bereits selbst wieder abgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass unerlaubt Hakenkreuz an Gebäuden angebracht wurden. In Augsburg sprühten zwei Männer jüngst ein großes Hakenkreuz auf ein Hausdach. In der Münchner Altstadt wurde eine Synagoge mit einem Hakenkruez beschmiert.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Endig (Symbolbild)

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