Der Nikolaus war großzügig.

Der Nikolaus war großzügig. Doch schon am nächsten Morgen war nicht mehr viel von den Leckereien übrig.

„Jetzt müssen wir bis Weihnachten warten, bis es wieder so etwas Feines gibt“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Wie oft müssen wir bis dahin schlafen?“ Ente Agnes deutete mit der Flügelspitze auf unseren Adventskranz am Ufer. „Am Sonntag zünden wir die zweite Kerze an“, quakte sie. „Danach dauert es also noch zwei Wochen und wenige Tage.“ So schön wie unser Kranz war der allererste nicht: Das war ein einfaches Wagenrad aus Holz, das mit Tannenzapfen und Bändern geschmückt war. Darauf waren vier dicke weiße Kerzen und viele dünne rote – je eine für jeden Tag vom ersten Advent bis Heiligabend. Die Idee dazu hatte Johann Hinrich Wichern, ein evangelischer Theologe und Erzieher. Er kümmerte sich im „Rauhen Haus“ in Hamburg um Kinder und Jugendliche, die keine Eltern mehr hatten. Um ihnen die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, kam er auf die Idee mit dem Wagenrad. Die Idee griffen andere auf, schmückten den Kranz später mit Tannenzweigen und machten ihn kleiner, mit nur noch vier Kerzen, damit er auch in ihre Stuben passte. Den evangelischen Brauch übernahmen vor knapp 100 Jahren auch Katholiken. Eure Paula

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