GERICHTSURTEIL: SUDBURY BEKOMMT KEINE ERNEUTE BETRIEBSERLAUBNIS

Niederlage für alternative Schule

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München/Reichling – Die alternative Sudbury-Schule Ammersee darf ihren Schulbetrieb nicht wiederaufnehmen.

Das Bayerische Verwaltungsgericht wies eine Klage des Vereins ab, der sich gegen eine Schulschließung gewehrt hatte.

Die Schule gab es zwei Jahre als Probebetrieb in Ludenhausen bei Reichling (Kreis Landsberg). Sie sah sich dem englischen Sudbury-Prinzip verpflichtet, Schüler sollen freibestimmt lernen, Noten gibt es nicht. Doch lehnte es die Regierung von Oberbayern ab, die Betriebserlaubnis über das Schuljahr 2015/16 hinaus zu verlängern.

Zwar erkenne das Gericht „die Besonderheiten des auf selbstbestimmter Bildung beruhenden pädagogischen Konzepts der Sudbury-Schule“, heißt es in einer Mitteilung. Allerdings habe das Gericht festgestellt, dass die Schule nicht sicherstellen könne, ob Schüler der 4. Jahrgangsstufe die verbindlichen Lehrziele erreichen. Es gebe keine Lernzielkontrollen bei den Schülern. Damit sei die Schule nicht „gleichwertig“ mit staatlichen Grundschulen. Gegen das Urteil ist eine Berufung zulässig. Letzte Hoffnung des Vereins ist, dass der Landtag jetzt einer Petition zum Erhalt der Betriebserlaubnis zustimmt. Weltweit gibt es etwa 70 Sudbury-Schulen.  mm

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