Neuschwanstein: Prozess eingestellt

JUstiz . Kaufbeuren – Die Justiz hat einen Schlussstrich unter angebliche finanzielle Mauscheleien auf Neuschwanstein gezogen.

Der Strafprozess gegen einen früheren Verwalter des Märchenschlosses von König Ludwig II. wurde gestern wegen geringer Schuld eingestellt. Damit seien alle Prozessbeteiligten einverstanden, teilte das Amtsgericht Kaufbeuren mit. Der 66-Jährige müsse eine Geldauflage von 8000 Euro zahle. Ein weiterer Mitarbeiter war bereits freigesprochen worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 66-Jährigen wegen schwerer Untreue und Betrugs angeklagt. Er hatte Einnahmen aus Sonderführungen nicht komplett abgeführt, sondern Schlossführern bis zu 25 Euro bar gegeben. Es ging um 227 Fälle. Im Prozess hatte der Angeklagte erklärt, dieses Bonussystem sei gängige Praxis in bayerischen Schlössern. Die Verwaltung hat dem widersprochen. Nur in Neuschwanstein hätten Mitarbeiter für Führungen während ihrer Arbeitszeit extra Geld bekommen.  lby

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