Neulich zwitscherte mir ein Spatz, er sei ein Pferdenarr.

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Neulich zwitscherte mir ein Spatz, er sei ein Pferdenarr.

Ich war erstaunt. „Wo Pferde sind, findet man immer was zu schnabulieren“, zwitscherte der Spatz. Er liebt es, ihnen Körner aus dem Futtertrog zu klauen oder Grassamen aufzupicken, die aus ihrem Heu fallen. „Äußerst schmackhaft sind auch die Pferdeäpfel“, zwitscherte der Spatz. Erst dachte ich, er meint einfach Äpfel, die an Pferde verfüttert werden. „Aber nein“, zwitscherte der Spatz. „So nennt man auch das, was hinten aus den Pferden herauskommt.“ Jetzt war ich entsetzt. „Du wirst das doch wohl nicht fressen, oder?“, quakte ich. „Warum nicht?“, fragte der Spatz. „In Pferdeäpfeln stecken oft unverdaute Weizenkörner, manchmal sogar Mais.“ Darüber haben sich vielleicht auch die ersten Spatzen gefreut, die Zweibeiner vor mehr als 150 Jahren per Schiff mit nach Amerika gebracht haben – vielleicht, weil sie ihr Gezwitscher nicht missen wollten. „Aus eigener Flügelkraft hätten wir das wohl kaum geschafft“, tschilpte der Spatz. Und: „Wir sind zwar nie zu Haustieren geworden. Doch sind wir den Zweibeinern auf der ganzen Welt sehr nah – vor allem denen in den Städten.“ Stellt euch vor: Weltweit gibt es heute 34 verschiedene Spatzenarten. „Aber nur wir Hausspatzen haben uns in die Städte gewagt. Verwandte von mir wohnen in New York.“ Ich war ein wenig neidisch, denn ich war noch niemals in New York! Eure Paula

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