Neulich nutzten wir Enten einen lauen Sommerabend, um gemütlich am Ufer zu sitzen.

Neulich nutzten wir Enten einen lauen Sommerabend, um gemütlich am Ufer zu sitzen.

Wir dösten ein wenig vor uns hin – bis Ente Klara plötzlich auf die Watschelfüße sprang und wild mit den Flügeln flatterte. „Was ist los?“, fragte ich besorgt. „Direkt vor meinem Schnabel ist gerade ein dicker Käfer von einem Grashalm zum anderen gehüpft“, quakte sie. „Ich habe mich fürchterlich erschreckt.“ Als Ente Agnes und ich das Gras absuchten, entdeckten wir den „Übeltäter“. Es war kein Käfer, sondern eine harmlose Grille. „Glaubst du, dieser kleine Kerl da frisst Enten?“, schnatterte Agnes und lachte. „Der ist doch kaum zwei Zentimeter groß. So erschreckend sind Grillen nun wirklich nicht – auch wenn sie zur Tiergruppe der Heuschrecken gehören. Sie sind selbst ziemlich schreckhaft.“ Die Feldgrille vor uns im Gras war wohl eine Ausnahme. Sie verschlang in Ruhe ein Blatt. So konnte ich ihren glänzenden schwarzen Kopf und ihre langen Fühler bewundern – und ihre kräftigen Hinterbeine. „Damit kann sie bestimmt weit springen“, quakte ich. Trotz ihrer Flügel können Feldgrillen nicht fliegen, anders als viele andere Heuschrecken. Aber auch sie sind gute Musiker und zirpen bis in den Juli hinein. Andere Arten musizieren gar bis September. Eure Paula

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